Bandschleifer (Belt Sander)
In der Pfeifenwerkstatt zur Formgebung von Kopf und Mundstück eingesetzte Bandschleifer: Tisch-Kombigeräte, lange Bandschleifer-Werkstattaufbauten und die Wahl des Schleifbands.
Etiketler:
pipo yapımı, atölye, zanaat, zımpara
Güncelleme Tarihi:
26. Juli 2026
Der Bandschleifer (belt sander) ist eine Maschine, bei der ein zwischen zwei Rollen umlaufendes Schleifband dem Werkstück Material abträgt. In der Pfeifenwerkstatt gilt er als eines der Hauptwerkzeuge der Formgebungsphase: Er wird verwendet, um die grobe Kontur des gebohrten Kopfes (stummel) herauszuarbeiten, überschüssiges Material am Mundstück zu entfernen und in manchen Werkstätten auch Bruyère-Blöcke vor dem Drehen vorzubereiten. Welche dieser Arbeiten auf welche Maschine entfällt, hängt davon ab, wie flexibel sich das Band anpassen lässt; deshalb gilt die Art des Schleifmittels als bestimmender als die Marke der Maschine. Zur Stellung der Formgebung im Fertigungsablauf siehe den Eintrag Wie eine Pfeife hergestellt wird.
Wahl von Band und Schleifmittel
Das Gewicht des Trägerstoffs auf der Rückseite des Bandes bestimmt unmittelbar, was sich damit von Hand bewerkstelligen lässt. In der Schleifmittelbranche werden Gewebeträger mit Buchstaben bezeichnet; der feinste und flexibelste davon ist das Gewicht „J“. Die Gewichte X und Y sind härter und langlebiger, passen sich aber nur widerwillig einer gekrümmten Fläche an. Bei Aufbauten, die mit dem Finger geführt werden, wird deshalb das Gewicht J bevorzugt. Beim Übergang von der Grobform zur sauberen Oberfläche gilt die fortlaufende Verwendung der Körnungen 120, 180, 220 und 320 als übliche Reihenfolge. Bänder von etablierten Herstellern wie Klingspor, Norton, Hermes und 3M gelten hierfür als Maßstab; die preisgünstigen Produktlinien derselben Hersteller liefern hingegen nicht immer dasselbe Ergebnis.
Tisch-Kombigeräte
Das in Werkstätten am häufigsten anzutreffende Fertiggerät ist ein Kombityp, der auf einer Seite ein 1 x 42 Zoll großes Band, auf der anderen eine 8-Zoll-Schleifscheibe trägt; das Modell 31-340 von Delta zählt zu den bekannten Beispielen dieser Klasse, dessen Tisch sich zum Winkelarbeiten neigen lässt. Bei einer solchen Maschine findet die eigentliche Arbeit auf dem Band statt. Wird die dahinterliegende Stützplatte entfernt, gibt das Band nach und passt sich konvexen Flächen leichter an. Auch das Entfernen von überschüssigem Vulkanit am handgeschnittenen Mundstück und das grobe Herausarbeiten des Knopfes (button) lassen sich hier ausführen; zum Verhalten der Mundstückmaterialien siehe den Eintrag Mundstückmaterialien.
Die Schleifscheibe derselben Maschine ist für die Formgebung des Kopfes hingegen nur begrenzt geeignet. Da die Scheibe nahe an der Tischoberfläche liegt, bleibt kaum Bewegungsspielraum, um den Kopf zu drehen und den Winkel zu ändern; auch die davor angebrachte Schutzabdeckung erschwert dieselbe Arbeit. Deshalb ziehen es die meisten Meister vor, eine Formgebungsscheibe an die Drehbankspindel oder an einen ausschließlich diesem Zweck vorbehaltenen Motor anzuschließen.
Blöcke rechtwinklig zurichten
Es gibt eine Arbeit, bei der die Scheibe des Kombigeräts unbestreitbar nützlich ist: das Rechtwinkligmachen der Blöcke vor dem Bohren. Der Tisch wird mit einem Winkel exakt auf 90° zur Scheibenfläche eingestellt, der seitliche Anschlag auf den Nullpunkt gesetzt, und die Flächen des Blocks werden so bearbeitet, dass sie im rechten Winkel zueinander stehen. Ein Block mit rechtwinkligen Flächen wird, egal an welcher Seite er im selbstzentrierenden Futter eingespannt wird, zentriert gehalten. Dies ist einer der Faktoren, die bestimmen, dass der Rauchkanal genau mittig aus dem Kammerboden austritt; Näheres dazu im Eintrag Bohren auf der Drehbank.
Flexible Bandschleifer-Werkstattaufbauten
Besonders unter europäischen Meistern sind Maschinen verbreitet, die mit einem zwischen zwei Rollen gespannten, langen und hinten ungestützten Band arbeiten; die Werkstätten von Tom Eltang und Rainer Barbi gelten als bekannte Beispiele solcher Aufbauten. Da sich das ungestützte Band mit den Fingern in die gewünschte Krümmung drücken lässt, eignet es sich für enge Übergänge wie die Verbindung von Kessel und Schaft; je länger das Band, desto größer die Flexibilität. Im Gegenzug verlangt es Geschick, weshalb im Vergleich zum Fertiggerät eine längere Eingewöhnungszeit nötig sein soll.
Bei diesem Maschinentyp treten zwei Punkte besonders hervor. Der erste ist die elektrostatische Aufladung: Die Reibung des Bandes an den Rollen und am Werkstück baut eine erhebliche Ladung auf, weshalb empfohlen wird, mindestens eine der Rollen aus leitfähigem Material zu fertigen und den Aufbau zu erden. Die Entladung dieser Ladung gilt sowohl wegen des Schlages als auch wegen der Entzündungsgefahr des in der Luft befindlichen feinen Staubs als Risiko. Der zweite Punkt ist die Drehzahl; den Aufzeichnungen zufolge gilt eine Motordrehzahl von etwa 800-1000 U/min als geeignet, bei höheren Werten verbrennen sich die das Band führenden Finger. Da die Arbeit kein hohes Drehmoment erfordert, gilt ein Motor mit geringer Leistung als ausreichend; nötigenfalls wird die Drehzahl über eine Stufenscheibe gesenkt.
Künye
Konu:
Aşındırıcı bantla biçimlendirme makinesi
Yaygın Tezgâh Üstü Tip:
1 x 42 inç bant ile 8 inç diskin birleştiği kombine makine
Bant Sırtı:
Esnek pamuklu kumaş (J ağırlığı)
Kullanım Alanı:
Gövde (stummel) biçimlendirme, ağızlık kabası, blokları kareye getirme
Atölye Tipi:
İki kasnak arasında gerilmiş, elle bükülebilen uzun bant
Dikkat Edilen Nokta:
Statik yük birikimi ve bant hızı
İlgili Maddeler
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Damga ve İşaretler
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Kaynaklar
Pipedia — Eintrag Belt Sander
Delta Machinery — Bedienungsanleitung und Produktseite des Band-/Scheibenschleifers 31-340
Norton Abrasives — Cloth Backing Types Used for Coated Abrasives
Uneeda — Why and How to Properly Ground Your Wide Belt Sander
Klingspor — Coated Abrasives Process; Hermes Schleifmittel — Unternehmensvorstellung
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