Coronilla-Wurzel (Coronilla Root)
Ein Pfeifenmaterial aus der Wurzel des in Südamerikas Río-de-la-Plata-Becken wachsenden Baumes Scutia buxifolia, die freigelegt wird, wenn sich die Flussbetten zurückziehen.
Etiketler:
ahşap, malzeme, pipo yapımı, güney amerika
Güncelleme Tarihi:
2. August 2026
Coronilla-Wurzel ist ein regional begrenztes Pfeifenmaterial, das aus dem unterirdischen Stamm des im Río-de-la-Plata-Becken Südamerikas wachsenden Baumes Scutia buxifolia gewonnen wird. Es wird in kleinen Werkstätten in Uruguay, Nordargentinien und Südbrasilien verwendet; im internationalen Pfeifenhandel taucht es so gut wie nie auf.
Der Baum
Die Coronilla ist ein dorniger Baum aus derselben Familie (Rhamnaceae) wie der Kreuzdorn; in der Region wird er auch „coronillo" genannt. Die Art wurde 1861 vom österreichischen Botaniker Siegfried Reissek in der Flora Brasiliensis beschrieben. Die Höhe bleibt im Allgemeinen bei etwa sechs Metern; der Stamm ist gedrungen, die Krone flach und rund. Die Blätter fallen im Winter nicht ab; auf sonnenbeschienenen Seiten sind sie hell, im Schatten dunkelgrün.
Das auffälligste Merkmal ist die Wachstumsgeschwindigkeit: Der Stammdurchmesser soll jährlich um etwa zwei Millimeter zunehmen. Dieser Stamm, der in einem Menschenleben nur um wenige Zentimeter dicker wird, liefert ein außerordentlich dichtes und schweres Holz. Daraus ergibt sich auch der vorrangige Wert des Baumes auf dem Land: Er ist als Brennholz mit hoher Heizleistung begehrt. Seine Verwendung in der Schnitzerei stützt sich weniger auf die botanische Literatur als auf regionale Handwerkspraxis.
Erwähnenswert ist eine Verwechslungsgefahr beim Namen: In der europäischen Flora ist Coronilla der wissenschaftliche Name einer eigenständigen, mit den Hülsenfrüchtlern verwandten Gattung. Die im Pfeifenbau gemeinte Coronilla ist mit dieser Gattung nicht verwandt; sie teilt lediglich einen lokalen Volksnamen.
Gewinnung der Wurzel
Die Art der Gewinnung unterscheidet dieses Material von anderen Pfeifenhölzern. Wenn der Wasserstand der Flüsse sinkt, treten die entlang der Ufer verlaufenden Coronilla-Wurzeln unter dem Wasser oder aus dem Schwemmland hervor. Diese Massen werden ausgegraben und an die Schnitzer weitergegeben. Da die Wurzel jahrelang unter dem Einfluss von Wasser, Schlamm und darin gelösten Mineralstoffen gestanden hat, gilt sie als auf natürlichem Wege getrocknet und stabilisiert. Der Überlieferung nach ist das Stück, das dem Meister in die Hände fällt, kein frisches, nach dem Fällen jahrelang zu lagerndes Holz, sondern bereits ein abgelagerter Stamm. In dieser Hinsicht nähert sich das Material derselben Logik wie Morta, die aus Eiche gewonnen wird, die jahrtausendelang im Moor lag: Wenn es den Meister erreicht, ist der größte Teil des Reifeprozesses bereits von der Natur vollzogen.
Verwendung in der Pfeife
Regionalen Überlieferungen zufolge bilden aus Coronilla-Wurzel gefertigte Köpfe nicht leicht einen Brandfleck, überhitzen beim Rauchen nicht und reißen nicht. Diese Einschätzungen stammen überwiegend aus der lokalen Handwerkstradition und der Überlieferung von Liebhaberkreisen; da es keine unabhängige Messreihe gibt, die das thermische Verhalten des Materials mit Briar vergleicht, sollten sie mit Vorsicht gelesen werden. Dennoch legen die gemessene Dichte des Holzes und das langsame Wachstumsmuster nahe, dass diese Eindrücke nicht ganz grundlos sind.
Die kleine Produktionsgröße und die Abhängigkeit des Wurzelvorrats von den Flussbedingungen machen Coronilla zu keinem regelmäßig verfügbaren Rohstoff; deshalb hat es in der Serienproduktion keinen Platz. Zwar sind Werkstätten in Uruguay, Argentinien und Brasilien bekannt, die mit dieser Wurzel arbeiten, doch findet sich kein Hersteller, dessen Name in internationalen Verzeichnissen erscheint. Wer das Material kennt, sind größtenteils Pfeifenliebhaber der Region und einzeln arbeitende Schnitzer.
Coronilla steht im südamerikanischen Zweig der großen Familie der Nicht-Briar-Hölzer. Für weitere Beispiele derselben Suche siehe die Artikel Im Pfeifenbau verwendete alternative Hölzer und Pfeifen aus anderen Hölzern als Briar.
Künye
Öne Çıkan Özellik:
Yoğun, ağır ve doğal yollarla yıllanmış odun
Yetiştiği Yer:
Uruguay, kuzey Arjantin ve güney Brezilya
Kullanım Alanı:
Yerel atölyelerde pipo haznesi ve oyma işleri
Elde Ediliş:
Nehir yatakları alçaldığında açığa çıkan kök kütlelerinin sökülmesi
Malzeme:
Coronilla kökü (Scutia buxifolia, Rhamnaceae)
İlgili Maddeler
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Damga ve İşaretler
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Kaynaklar
Pipedia — Artikel Coronilla Root
Wikipedia (Spanisch) — Artikel Scutia buxifolia
Vivero Rosa de los Vientos — Pflanzenbeschreibung Coronilla (Scutia buxifolia)
iNaturalist — Taxonomischer Eintrag Scutia buxifolia
Reissek, Flora Brasiliensis 11(1): 93 (1861) — Erstbeschreibung der Art
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