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Meerschaum in der Literatur: Der Liebling von Lyrik und Prosa

Meerschaum war im 19. Jahrhundert nicht nur ein Kopfmaterial, sondern auch Thema von Ratgebern, Gedichten, Erzählungen und Stillleben. Dieser Artikel stellt die dem Material gewidmeten gedruckten Texte und die Gründe für dieses Interesse geordnet vor.

Etiketler:

lüle taşı, edebiyat, 19. yüzyıl, pipo kültürü

Güncelleme Tarihi:

26. Juli 2026

Meerschaum in der Literatur ist ein wenig besprochener, aber überraschend umfangreicher Zweig der Pfeifengeschichte. Meerschaum war im 19. Jahrhundert nicht nur ein Kopfmaterial; er war auch Thema von Essayisten, Dichtern und Malern. Auswertungen der gedruckten Aufzeichnungen jener Zeit zufolge übersteigt die Zahl der dem Material gewidmeten Gedichte und Essays jene, die in der zweiten Hälfte desselben Jahrhunderts über den den Markt beherrschenden Briar geschrieben wurden; die Briar-Literatur blieb dagegen überwiegend auf Handel, Technik und Geschichte beschränkt.

Ratgeber, die dem Verfärben gewidmet sind

Die erste Textgruppe entstand unmittelbar aus dem Handwerk. Dass sich Meerschaum durch den Gebrauch von cremeweiß über bernsteinfarben bis hin zu dunkelbraun verfärbt, war ein Prozess, der die Leser jener Zeit interessierte, und es erschienen kleine Heftchen, die allein diesem Prozess gewidmet waren. Den Aufzeichnungen zufolge zählt dazu unter anderem ein unter der Signatur eines "alten Rauchers" erschienener Leitfaden mit zwölf Regeln zum Verfärben sowie das 1871 in London unter dem Pseudonym "Amator Fumi" veröffentlichte Werk Meerschaums and How to Colour Them. Heute liest man diese Veröffentlichungen wie eine Art Gebrauchsanleitung; für den Pfeifenbesitzer jener Zeit waren sie das Handbuch einer geduldfordernden Beschäftigung.

Der Liebling der Lyrik

Als das erste bekannte eigenständige Buch der Pfeifenlyrik gilt Isaac Hawkins Brownes 1736 in London erschienene Sammlung parodistischer Gedichte A Pipe of Tobacco. Die Gattung verbreitete sich im 19. Jahrhundert; Joseph Knights 1894 zusammengestellte Anthologie Pipe and Pouch vereinte Gedichte über Pfeife und Tabak in einem einzigen Band. Diese und ähnliche Sammlungen werden zusätzlich im Artikel Bücher und Publikationen zur Pfeife behandelt.

Es gibt auch Beispiele, die unmittelbar dem Meerschaum gewidmet sind. Rudyard Kipling nahm in die im Juli 1884 in Lahore gedruckte Sammlung Echoes eine Swinburne-Parodie mit dem Titel "The Maid of the Meerschaum" auf; das Gedicht beruht auf der Vorstellung, dass die in den Kopf geschnitzte Mädchenfigur beim Rauchen zunehmend ihre Weiße verliert. James Russell Lowell nahm das Gedicht, das er für eine ihm von C. F. Bradford geschenkte Meerschaumpfeife schrieb, 1888 in sein Buch Heartsease and Rue auf. Oliver Wendell Holmes wiederum verglich im fünften Kapitel des 1858 erschienenen The Autocrat of the Breakfast-Table das Gedicht mit Meerschaum und Geige und vertrat die Ansicht, dass alle drei erst durch Gebrauch reifen.

Erzählprosa, Humor und Malerei

Das konkreteste Beispiel auf der Prosaseite ist David Christie Murrays 1882 in Coals of Fire and Other Stories erschienene Erzählung "An Old Meerschaum"; den Aufzeichnungen zufolge verfasste auch Bret Harte einen längeren Essay über Meerschaum. Der humoristische Zweig ist schärfer: Ambrose Bierce definierte in der Ausgabe 1911 von The Devil's Dictionary Meerschaum als eine dünne weiße Erde, die zur Pfeife verarbeitet werde, damit sie braun werde, und verspottete damit sowohl das Material als auch die Verfärbungssucht. Der Überlieferung nach wurde auch Mark Twain Ziel dieses Scherzes: Im November 1863 schenkten ihm Freunde in Virginia City eine gefälschte Meerschaumpfeife, und Twain hielt, ohne den Schwindel zu bemerken, eine lange Dankesrede.

Das Material fand auch in der Malerei seinen Platz. Die amerikanische Malerin Claude Raguet Hirst (1855-1942) ist für ihre "Junggesellen-Stillleben" aus Büchern, Brillen, Streichhölzern und Meerschaumpfeifen bekannt; als Vorläufer dieser Richtung gilt William Harnett, der in denselben Jahren in New York arbeitete.

Warum Meerschaum?

Als erster Grund für dieses Interesse gilt der Name selbst: Das im Deutschen "Meerschaum" bedeutende Wort machte das Material schon beim ersten Hören für Metaphern zugänglich. Die Herkunft des Namens und die dadurch entstandenen Verwechslungen werden ausführlich im Artikel Namen des Meerschaums behandelt. Der zweite Grund ist, dass die geschnitzten Köpfe oft selbst eine Figur trugen. Der dritte Grund schließlich ist, dass die Verfärbung ein sich mit dem Besitzer entwickelnder, erzählenswerter Prozess war. Mit der Verbreitung des Briars im 20. Jahrhundert nahm diese Literatur spürbar ab.

Der Name ging auch in die Geographie ein: Den Aufzeichnungen zufolge verdanken der Meerschaum-Canyon und der dortige Bergbaubezirk in Grant County, New Mexico, ihren Namen den zu Beginn des 20. Jahrhunderts abgebauten Sepiolith-Lagerstätten.

Künye

Başlıca Türler:

Deneme, şiir, kısa kurmaca, natürmort resim

Bugünkü Durumu:

20. yüzyıl boyunca belirgin biçimde seyreldi

Yoğun Dönem:

Yaklaşık 1840-1920

Konu:

Lüle taşının edebiyat ve resimdeki yeri

Öne Çıkan Derleme:

Joseph Knight (der.), Pipe and Pouch (1894)

Bilinen En Eski Pipo Şiiri Kitabı:

Isaac Hawkins Browne, A Pipe of Tobacco (Londra, 1736)

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Kaynaklar

  1. Pipedia — Artikel Romancing the Stone: Memorable Musings About Meerschaum

  2. The Kipling Society, Readers' Guide — The Maid of the Meerschaum (Echoes by Two Writers, Lahore, Juli 1884)

  3. Project Gutenberg — Oliver Wendell Holmes, The Autocrat of the Breakfast-Table (1858), fünftes Kapitel

  4. Project Gutenberg — Joseph Knight (Hrsg.), Pipe and Pouch: The Smoker's Own Book of Poetry (1894)

  5. Project Gutenberg — James Russell Lowell, Heartsease and Rue (Houghton Mifflin, 1888)

  6. Project Gutenberg — David Christie Murray, An Old Meerschaum (Coals of Fire and Other Stories, Chatto & Windus, 1882)

  7. Wikisource — Ambrose Bierce, The Devil's Dictionary, Eintrag 'meerschaum'

  8. Wikipedia — Artikel Isaac Hawkins Browne (poet), Claude Raguet Hirst und William Harnett

  9. Mindat.org — Eintrag Meerschaum Mining District, Grant County, New Mexico

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