Kurze Geschichte der Tonpfeifen
Der dreihundertjährige Weg der Tonpfeife von ihrer Entstehung im ausgehenden 16. Jahrhundert in England bis zu ihrem Niedergang im 20. Jahrhundert: Verbote, Steuern, Produktionshöhepunkte und die Mode verzierter Pfeifen.
Etiketler:
kil, pipo tarihi, ingiltere, arkeoloji
Güncelleme Tarihi:
30. Juli 2026
Die Geschichte der Tonpfeifen beginnt damit, dass der Tabak den Atlantik überquert und sich in Europa festsetzt, und erzählt rund drei Jahrhunderte lang, wie dieses billige, zerbrechliche Gerät zum Alltagsgegenstand des einfachen Menschen wurde. Das Material selbst und die Herstellungstechnik werden im Artikel Tonpfeife behandelt; hier wird die Auf- und Abstiegslinie des Handwerks nachgezeichnet.
Die Verbreitung einer neuen Gewohnheit
Der Beginn des Tonpfeifenrauchens in England datiert auf das letzte Viertel des 16. Jahrhunderts, als der Virginia-Tabak die Insel erreichte; auch die ersten schriftlichen Zeugnisse stammen aus dieser Zeit. Bei der Einführung der Gewohnheit wird häufig der Name Sir Walter Raleighs genannt, der für seine Fahrten in die Neue Welt bekannt ist, doch wie viel dieser Erzählung auf Dokumenten und wie viel auf später entstandener Legende beruht, ist umstritten. Dass die indigenen Völker des Kontinents die Pfeife seit Jahrhunderten als Zeremonialgerät nutzten, gilt hingegen als archäologisch gut belegt.
Die neue Gewohnheit stieß von Beginn an auf Widerstand. Jakob I. wandte sich 1604 in seiner Schrift A Counterblaste to Tobacco offen gegen den Tabak und erhöhte im selben Jahr die Einfuhrsteuer auf sechs Shilling acht Pence pro Pfund. In manchen europäischen Ländern sahen sich Raucher mit noch weit härteren Strafen konfrontiert. Andererseits hielt man Tabakrauch während der Pestepidemien für schützend, und der damaligen Überzeugung entsprechend soll man sogar Kindern Pfeifen zum Rauchen gegeben haben. Weder Steuer noch Verbot konnten die Verbreitung aufhalten.
Höhepunkt und erster Rückgang
Die Pfeifenherstellung fand in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts ihren Platz innerhalb des Zunftsystems und wurde zu einem eigenständigen Beruf. Aufzeichnungen zufolge erreichte die Produktion etwa zwischen 1680 und 1700 ihren Höhepunkt; in den meisten Städten Englands gab es einen Pfeifenmacher, und ein bedeutender Teil der Produktion wurde exportiert. Im selben Jahrhundert entwickelten sich auch niederländische Städte, allen voran Gouda, zu großen Produktionszentren.
Der Kopf wurde in diesem Prozess Stufe für Stufe größer. In der frühen Phase, als Tabak noch teuer war, waren die Köpfe sehr klein; mit sinkendem Preis und wechselnder Mode nahm das Volumen zu. Die Archäologie nutzt diesen Wandel als Datierungskriterium: Ein kleiner Kopf verweist auf ein frühes Datum. Ein noch messbarerer Indikator ist die Bohrung im Stiel. Nach der von J. C. Harrington 1954 aus Virginia-Funden erstellten Reihe lag der Bohrungsdurchmesser zwischen 1620 und 1650 meist bei 8/64 Zoll, zwischen 1750 und 1800 sank er auf 4/64 Zoll. Lewis Binford wandelte diese Reihe 1962 in eine Regressionsformel um; spätere Bewertungen zeigten, dass die alleinige Verwendung dieser Formel problematisch ist.
Ab den 1720er Jahren geriet die Branche in einen ernsthaften Rückgang. Die Konflikte in Europa und Amerika trafen den Auslandsmarkt, und die Schnupftabakmode unter den Oberschichten drängte die Pfeife in den Hintergrund.
Zweiter Aufschwung und stilles Ende
Die Tonpfeife verbreitete sich im 19. Jahrhundert mit dem industriellen Aufschwung und dem raschen Bevölkerungswachstum erneut. Englische, niederländische, französische und deutsche Werkstätten konkurrierten nun auf demselben Weltmarkt, und der Weg zur Unterscheidung führte über die Verzierung des Modells. Die Reliefmotive lassen sich grob in drei Gruppen einteilen: Identitäts- und Zugehörigkeitszeichen (Wappen, Freimaurersymbole, Wirtshausnamen, Werbeaufschriften), aktuelle Ereignisse (herrschaftliche Feierlichkeiten, Sportwettkämpfe, bekannte Persönlichkeiten der Zeit) und rein dekorative Figuren (Pflanzen- und Tiermotive, Mythologieszenen). Diese Formenvielfalt ist heute das wichtigste Klassifizierungskriterium der Antikpfeifen-Sammlerei.
Die ersten Jahre des Jahrhunderts waren noch ertragreich; doch gegen 1930 sank die Nachfrage rapide. Dazu trug bei, dass sich die Zigarette als billiger, tragbarer Konkurrent etablierte, die beiden Weltkriege die Rohstoff- und Arbeitskräfteketten unterbrachen und Alltagsgegenstände zunehmend durch Massenprodukte ersetzt wurden. Die Tonpfeife hörte damit auf, Alltagsgegenstand zu sein, und wurde zu einem dokumentarischen Objekt; heute begegnet man ihr vor allem als Museums- und Grabungsfund, in historischen Reenactment-Gruppen und in einem begrenzten Sammlerkreis.
Künye
Zirve Dönemi:
Yaklaşık 1680-1700
Başlangıç:
16. yüzyıl sonu, İngiltere
Bugünkü Durumu:
Koleksiyon ve canlandırma alanında niş kullanım
Malzeme:
Beyaz pişen pipo kili
İkinci Yükseliş:
19. yüzyıl
Duraklama:
1720'lerden itibaren
İlgili Maddeler
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Damga ve İşaretler
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Kaynaklar
Pipedia — Eintrag „A Short History Of Clay Pipes“
Wikipedia — Eintrag „A Counterblaste to Tobacco“
Wikipedia — Eintrag „White pipe clay“
Wikipedia — Eintrag „Clay pipe dating“
Smokingpipes.com — The History, Manufacture and Use of Clay Pipes
Lauren K. McMillan — An Evaluation of Tobacco Pipe Stem Dating Formulas (Northeast Historical Archaeology, 2016)
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