Kili Oyan Adam: Bir Lüle Taşının Öyküsü
Eine von David Gerstel für Pipedia geschriebene Kurzgeschichte, die die Reise eines Meerschaumblocks von der Grube bei Eskişehir zur Werkbank eines italienischen Schnitzers erzählt. Kein dokumentarischer Geschichtstext, sondern eine literarische Erzählung, die um das Material herum aufgebaut ist.
Etiketler:
lüle taşı, edebiyat, eskişehir, italya
Güncelleme Tarihi:
26. Juli 2026
The Man Who Carved Clay ist einer der von David Gerstel verfassten und auf Pipedia veröffentlichten Kurzgeschichtentexte. Die Hauptfigur der Erzählung ist kein Mensch, sondern das Material: Ein in der Nähe von Eskişehir aus der Erde geförderter Meerschaumblock gelangt nach Italien, verwandelt sich in den Händen eines namenlosen Schnitzers in eine porträtförmige Pfeife und wandert über die folgenden Generationen von Besitzer zu Besitzer. Der Text ist kein Geschichtstext; auch auf PipoWiki wird er nicht als Dokument, sondern als literarische Erzählung rund um das Material behandelt.
Der Autor
Laut der Autorenseite auf Pipedia ist David Gerstel Vietnamveteran und pensionierter Offizier der US-amerikanischen Handelsmarine; er schreibt Pfeifengeschichten und historische Erzählungen. Er lebt in der italienischen Region Marche, in der Provinz Macerata, in Sarnano. Dieser rund siebzig Kilometer südwestlich von Ancona gelegene, über fünfhundert Meter hoch liegende Ort mit dreitausend Einwohnern erscheint auch in einem anderen Text des Autors als unmittelbarer Schauplatz der Erzählung. Pipedia führt unter seinem Namen drei Texte auf: die hier behandelte Erzählung sowie „The Room" und „A Gathering of Pipes and Men". Das ursprüngliche Erscheinungsjahr des Textes geht aus den Aufzeichnungen nicht hervor; die letzte im zugänglichen Archiveintrag verzeichnete Bearbeitung stammt von Anfang 2023.
Die von der Erzählung entworfene Welt
Gerstels Ansatz besteht darin, die Pfeife nicht als Gegenstand, sondern als einen Zeugen zu positionieren, der länger lebt als die Menschen, die sich um sie kümmern. Der Block wird aus seiner langen Stille unter der Erde gerissen und gerät auf der Strecke Eskişehir-İzmir in eine der Handelspartien, die nach Europa gehen; als er in Italien ankommt, ist er kein Rohmaterial mehr, sondern eine wartende Möglichkeit. Die Pfeife, die auf der Werkbank des Schnitzers das Gesicht von Julius Caesar erhält, wandert nach dem Tod des Meisters über anderthalb Jahrhunderte hinweg von Hand zu Hand. Der Gedanke, den die Erzählung durchgängig verfolgt, bleibt derselbe: Besitzer sind vergänglich, der Stein bleibt bestehen, und die Geschichte des Gegenstands verblasst in dem Maße, wie sie nicht festgehalten wird.
Der historische Hintergrund der Erzählung
Auch wenn die Figuren fiktiv sind, ist der geografische und handelsgeschichtliche Hintergrund des Textes real. Fast alle kommerziell nutzbaren Meerschaumlagerstätten befinden sich im Umkreis von Eskişehir; das Gestein wird durch senkrecht von der Oberfläche abgeteufte Schächte gefördert. Es ist bekannt, dass Rohblöcke über Jahrhunderte nach Europa verschickt wurden, während die Verarbeitung und Schnitzerei vor allem in europäischen Zentren, allen voran Wien, erfolgte. Hinter dieser Arbeitsteilung steht das Material selbst: Meerschaum lässt sich im feuchten Zustand mit Handwerkzeugen leicht formen und wird nach dem Trocknen hart; gerade diese Eigenschaft macht ihn für feine Detailarbeit geeignet. Das Ausfuhrverbot für Rohstein wird in den Quellen unterschiedlich datiert: Türkischsprachige Aufzeichnungen nennen das Jahr 1980, englischsprachige Quellen geben an, das Verbot gelte bereits seit den 1970er Jahren. In jedem Fall konzentrierte sich die Verarbeitung nach dem Verbot weitgehend auf die Meerschaumschnitzerei von Eskişehir.
Die Grenze zwischen Fiktion und Dokument
Der im Mittelpunkt des Textes stehende Schnitzer, die ihm zugeschriebene Caesar-Pfeife und die dazugehörige Besitzerkette sind fiktiv; für keines davon gibt es einen archivarischen Beleg. Indem Gerstel einen Meister ohne Namen und Aufzeichnung erfindet, erzählt er von jener unbelegten Seite der Schnitzerei: Neben den signierten Exemplaren gibt es Tausende Pfeifen, bei denen nie bekannt sein wird, wer sie gefertigt hat. Dagegen ist die von der Erzählung vorausgesetzte Produktionsweise real; im 19. Jahrhundert war die Bearbeitung von Meerschaumpfeifen mit menschlichem Gesicht und Porträt ein verbreiteter Produktionszweig. Für konkrete Beispiele dieser Produktion siehe die Einträge Geschnitzte Meerschaumpfeifen des 19. Jahrhunderts und Auf Pfeifen dargestellte Porträts, für Beispiele zur Stellung des Materials in der Literatur siehe den Eintrag Meerschaum in der Literatur.
Künye
Tür:
Kısa kurmaca
Geçtiği Coğrafya:
Eskişehir, İzmir, İtalya (Marche)
Konu:
Lüle taşının ocaktan pipoya dönüşümü
Özgün Dili:
İngilizce
Yazar:
David Gerstel
Yayım Yeri:
Pipedia (David Gerstel bölümü)
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Damga ve İşaretler
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Kaynaklar
Pipedia — Eintrag The Man Who Carved Clay
Pipedia — Autorenseite David Gerstel und Liste Articles by David Gerstel
Wikipedia — Eintrag Meerschaum pipe (Ausfuhrverbot für Rohstein, Produktionszentrum Wien)
Vikipedi — Eintrag Lüle taşı (Lagerstätten bei Eskişehir, Schachtbergbau, Ausfuhrverbot)
Wikipedia — Eintrag Sarnano (Provinz Macerata, Region Marche, Bevölkerung und Lage)
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