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Kiseru (Japanische Pfeife)

Die traditionelle Tabakpfeife Japans: mit ihrem fingerhutkleinen Metallkopf, ihrem Schaft aus Bambus oder Metall und dem haarfein geschnittenen Kizami-Tabak das verbreitetste Rauchgerät der Edo-Zeit.

Etiketler:

japonya, kiseru, pipo tarihi, metal pipo

Güncelleme Tarihi:

26. Juli 2026

Kiseru ist die traditionelle Tabakpfeife Japans: An einem Ende befindet sich ein fingerhutkleiner Metallkopf, in der Mitte ein dünner Schaft, am anderen Ende wiederum ein Mundstück aus Metall. Die typische Länge liegt zwischen 15 und 25 Zentimetern. Sie entwickelte sich nach der Ankunft des Tabaks in Japan in den 1570er Jahren und war zu Beginn des 17. Jahrhunderts bereits so verbreitet, dass sie sogar in für Kinder verfassten Lehrtexten erwähnt wurde. In der Edo-Zeit galt sie sowohl als alltägliches Gebrauchsobjekt als auch als geschmückter Gegenstand, der den Status seines Besitzers anzeigte. Innerhalb der Weltgeschichte der Pfeife steht die Kiseru für einen eigenen Zweig, der sich unabhängig von der westlichen Holz- und Tontradition entwickelte.

Aufbau und Haupttypen

Die klassische Form der Kiseru besteht aus drei Teilen. Der metallene Kopfteil, gebildet aus Kammer und der darunter liegenden Biegung, trägt den Namen Gankubi (雁首, wörtlich "Gänsehals"); in manchen Quellen wird die Kammer selbst zusätzlich als Hizara bezeichnet. Der mittlere Schaft heißt Rao (羅宇); der Name soll vom für diesen Zweck bevorzugten Laos-Rohr stammen. Das Mundstück heißt Suikuchi (吸口), die Metallhülsen, in denen der Schaft an beiden Enden sitzt, werden Kata genannt.

Der verbreitetste Typ ist die Rao-Kiseru, deren Schaft aus Bambus (selten aus einem harten Holz) gefertigt ist. Beim zweiten Typ, der Nobe-Kiseru, gibt es keinen Bambus; der Körper besteht durchgängig aus Metall und wird Do genannt. Bei der Metallverarbeitung stehen Messing und Silber an erster Stelle, auch Exemplare aus Glas oder Keramik sind bekannt. Untertypen werden bei der Rao-Kiseru nach dem Querschnitt des Kata, bei der Nobe-Kiseru nach dem des Do unterschieden; in japanischen Quellen werden Namen wie Sekishu (石州), Joshin (如心), Natamame (刀豆), Tazuna (手綱) und Kodai-ji (光大寺) genannt. Für Exemplare mit ungewöhnlichem Korpus wird in Quellen der Begriff Kawarigata verwendet.

Die Herkunft des Wortes ist umstritten: Es wird sowohl vermutet, dass es von einem Khmer-Wort für "Rohr" stammt, als auch, dass es sich vom portugiesischen oder spanischen Verb für "saugen" ableitet.

Tabak, Gebrauch und Pflege

Der Tabak der Kiseru ist Kizami-Tabako: ein Erzeugnis, das durch das haarfeine Schneiden des Blatts in Streifen entsteht und als einer der feinsten Tabakschnitte der Welt gilt. Der Raucher nimmt eine Prise dieses Schnitts, formt sie zwischen den Fingern und setzt sie in die winzige Kammer. Da die Kammer so eng ist, dauert auch der Genuss nicht lange; berichtet wird, dass eine Füllung nur für drei Züge reicht, während die verbliebene Glut half, die nächste Füllung zu entzünden.

Die Lebensdauer des Bambusschafts war begrenzt: Feuchtigkeit und Teer schädigten mit der Zeit das Innere des Schafts und machten einen Austausch nötig. Diese Aufgabe fiel dem vertrauten Straßenhandwerker Raoya des Japans des 19. Jahrhunderts zu. Der Raoya reinigte die Pfeife mit dem kleinen Dampfkessel, den er auf seinem Handkarren mitführte, von innen, ersetzte den abgenutzten Schaft durch einen neuen und führte auch fertige Kiseru zum Verkauf mit sich.

Statusobjekt, Waffe und Niedergang

In der Edo-Zeit war die Kiseru sowohl für die Samurai als auch für die städtische Kaufmanns- und Handwerkerschicht (Chōnin) ein Statussymbol; sie wurde in am Gürtel getragenen Hüllen namens Kiseruzutsu mitgeführt. Dick und schwer gefertigte Exemplare, deren Länge in Quellen mit 30 bis 50 Zentimetern angegeben wird, werden als Kenka-Kiseru bezeichnet; in den Händen derer, die kein Recht hatten, ein Schwert zu tragen, verwandelten sie sich bei Bedarf in ein Verteidigungsmittel, um sie herum entstand eine als Kiseru-Jutsu bekannte Kampftradition. Der Niedergang des Waffenhandwerks nach dem 1876 erlassenen Haitōrei-Edikt, das das Tragen von Schwertern verbot, wird in manchen Quellen mit der Phase in Verbindung gebracht, in der sich die Metallverarbeitung an der Kiseru verfeinerte.

Nach der Meiji-Restauration von 1868 drängte die rasche Verbreitung der Zigarette die Kiseru in den Hintergrund. Berichten zufolge waren 1929 im Land 400 Meister in 190 Werkstätten mit dieser Arbeit beschäftigt; 1964 waren in Tokio nur noch vier Raoya übrig. Heute gilt die Kiseru, ähnlich wie der Tschibuk (Chibouk) im Osmanischen Reich, weniger als lebendige Gewohnheit denn als Gegenstand von Sammlung und Handwerk.

Künye

Tür:

Geleneksel Japon piposu

Kullanılan Tütün:

Kizami-tabako (kıl inceliğinde kıyım)

Malzeme:

Başta pirinç ve gümüş olmak üzere metaller; sap için bambu

Tipik Uzunluk:

Yaklaşık 15-25 cm

Köken:

Japonya; 16. yüzyıl sonu

Başlıca Tipler:

Rao-kiseru (bambu saplı), nobe-kiseru (tamamı metal)

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Kaynaklar

  1. Pipedia — Artikel Kiseru

  2. Wikipedia (Englisch) — Artikel Kiseru

  3. Wikipedia (Japanisch) — Artikel 煙管 (Kiseru)

  4. Wikipedia — Artikel Haitōrei (Schwertverbot von 1876)

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