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Kürung und Behandlung (Curing & Treating)

Beschreibt, wie der Briar-Block nach dem Schnitt ruht und wie der grob geformte Korpus im Werkstattmaßstab zusätzlicher Trocknung, Kochung und Kammerbeschichtung unterzogen wird.

Etiketler:

briyar, pipo yapımı, kürleme, atölye

Güncelleme Tarihi:

26. Juli 2026

Kürung und Behandlung (curing & treating) bezeichnet die Gesamtheit der Trocknungs- und Reinigungsschritte, die ein geschnittener Briar-Block durchläuft, bis er zur Pfeife wird. Ein Teil der Arbeit erfolgt in der Schneidewerkstatt im Herkunftsland der Wurzel, ein anderer Teil an der eigenen Werkbank des Pfeifenmachers, der den Block erwirbt. Beide Phasen ergänzen einander: Die erste bringt den Rohstoff in einen grob nutzbaren Zustand, die zweite lässt diesen Block nach den Maßstäben einer bestimmten Werkstatt reifen.

Erste Vorbereitung in der Schneidewerkstatt

Nachdem die aus der Wurzel gewonnenen Stämme grob in Blöcke geteilt wurden, werden sie in großen Kesseln gekocht. Ziel dieses Vorgangs ist es, Harz und Pflanzensaft aus den Poren des Holzes zu ziehen und durch Wasser zu ersetzen; so wird der scharfe Geschmack, der bei den ersten Rauchvorgängen im Mund auftritt, weitgehend verhindert. Nach dem Kochen werden die Blöcke unter kontrollierten Bedingungen langsam getrocknet. Diese erste Trocknung dauert Berichten zufolge etwa achtzehn Monate. Die Dauer variiert auch je nach Herkunftsregion der Wurzel; in den Quellen wird für kalabrischen Briar eine Reifezeit von ein bis drei Jahren, für toskanischen Briar von drei bis fünf Jahren angegeben.

Ruhezeit in der Werkstatt

Dem Hersteller, der die Blöcke übernimmt, stehen zwei Wege offen: die natürliche Lufttrocknung, die Jahre dauert, oder die Ofentrocknung, die in Tagen gemessen wird. Der Großteil der handwerklich arbeitenden Werkstätten bevorzugt den natürlichen Weg; es gilt als erwiesen, dass dieser sowohl weniger Risse und Sprünge hinterlässt als auch die Struktur des Holzes besser bewahrt. Bei der natürlichen Trocknung werden die Blöcke auf belüfteten Regalen gelagert und regelmäßig gewendet, da ein Block, dessen eine Seite offen bleibt, ungleichmäßig trocknet. Auch die mit dem Jahreszeitenwechsel einhergehenden Schwankungen von Temperatur und Feuchtigkeit gelten als Teil dieses Ausgleichs. In kleinen Werkstätten wird eine Lagerzeit von mehr als fünf Jahren nach dem Schnitt als ideales Maß angesehen; von Herstellern wie Talbert Pipes ist bekannt, dass sie Blöcke verwenden, die über zehn Jahre alt sind. Mit Heißluft arbeitende Holztrockner gelten eher als Hilfsmittel; die verbreitete Auffassung ist, dass beschleunigte Trocknung die natürliche Reifung nicht ersetzen kann.

Bearbeitung des Korpus und Kammerbeschichtung

Selbst in einem jahrelang gelagerten Block kann im Kern noch Feuchtigkeit verbleiben; wird das Holz durchbohrt und grob geformt, öffnet sich der Querschnitt, und die Trocknung beschleunigt sich erneut. Deshalb kann der Korpus (Stummel), bevor seine Bearbeitung abgeschlossen ist, wochenlang zum Ruhen beiseitegelegt werden. Da die Maßänderung in dieser Phase abgeschlossen ist, verlaufen die nachfolgenden Arbeitsschritte sicherer.

Nach Ende der Ruhezeit kochen manche Werkstätten den Korpus ein letztes Mal. Dieser Vorgang soll Harzrückstände an der Wand der Tabakkammer lösen und die Brandbeständigkeit des Holzes erhöhen; die Zusammensetzung der Mischung bleibt meist das eigene Wissen der Werkstatt und wird nicht offengelegt. Da das Kochen dem Holz wieder Wasser zuführt, wird der Korpus anschließend erneut getrocknet.

Der letzte Schritt besteht darin, eine dünne Schutzschicht in die Kammer aufzutragen. Traditionell wurden Silikat- oder milchbasierte Mischungen verwendet, manche Hersteller entwickelten stattdessen eigene, auf Kohlenstaub basierende Mischungen. Ziel ist es, die Bildung der Karbonschicht bei den ersten Rauchvorgängen zu erleichtern, ohne zu verhindern, dass die Feuchtigkeit des Tabaks ins Holz übergeht. Die Wirkung der Beschichtung wird vor allem während der Einrauchphase sichtbar.

Künye

Amaç:

Reçine ve nemin uzaklaştırılması, yanma direncinin artması

İşlem:

Doğal kurutma, fırınlama, kaynatma, hazne kaplaması

Malzeme:

Funda kökü (briyar)

Tipik Süre:

Kesimden kullanıma 3-5 yıl, kimi atölyelerde daha uzun

Uygulayan:

Kereste atölyesi ve pipo yapımcısı, iki ayrı aşamada

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Kaynaklar

  1. Pipedia — Artikel Curing & Treating

  2. Pipedia — Artikel Curing

  3. Smokingpipes.com — Briar Curing: From Sawmill to Smoke

  4. Talbert Pipes — offizielle Website, Werkstattvorstellung

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