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Ahmet Buyukcopur (White Pipe)

Eine kleine Meerschaum-Pfeifenwerkstatt in Eskişehir, in der zwei Meister und ein Gehilfe arbeiten. Ihr Name gelangte durch die 2000 eröffnete eigene Präsentationswebsite in ausländische Pfeifenquellen außerhalb der Türkei.

Etiketler:

pipo markası, lüle taşı, Türkiye, Eskişehir

Güncelleme Tarihi:

26. Juli 2026

Ahmet Buyukcopur ist der Name einer kleinformatigen Meerschaum-Pfeifenwerkstatt in Eskişehir sowie der Signatur, die die aus dieser Werkstatt hervorgehenden Pfeifen tragen. Da die Produkte unter dem Titel „White Pipe“ über eine im Jahr 2000 eröffnete Präsentationswebsite bekannt gemacht wurden, wird die Marke in ausländischen Quellen meist unter zwei Namen zugleich geführt. Die Schreibweise des Namens variiert von Quelle zu Quelle: Auf dem Produktetikett steht „Büyükcopur“, in internationalen Aufzeichnungen erscheint dagegen die um türkische Buchstaben verkürzte Form „Buyukcopur“. Da sich die vollständige türkische Schreibweise des Nachnamens aus den zugänglichen Belegen nicht ableiten lässt, werden hier ausschließlich die in den Quellen vorkommenden Formen verwendet.

Werkstatt und Belegschaft

Aufzeichnungen zufolge arbeiten in der Werkstatt zwei Meister und ein Gehilfe, und zwischen den Meistern besteht eine feste Arbeitsteilung: Der eine übernimmt glatte (smooth) Pfeifen, der andere die geschnitzten Arbeiten. Auch die Werkstatt selbst beschreibt ihre Produktion in dieser zweigeteilten Präsentation; für die geschnitzte Gruppe verwendet sie die Bezeichnung „artwork“ und lässt diese Gruppe überwiegend aus figürlichen Kopfschnitzereien bestehen. In einem Teil der Modellseiten wird Adnan Biçer als Chefschnitzer genannt; der Rest der Belegschaft bleibt unbenannt. Die Produktion erfolgt nicht nach Lagerlogik, sondern auf Bestellung, und jedes Stück wird einzeln geschnitzt. Diese Ordnung ist für Werkstätten üblich, die im Artisan-Maßstab arbeiten. Die aus der Werkstatt hervorgehenden Pfeifen werden mit einem Produktetikett geliefert, auf dem „Hand Made – Büyükcopur – In Turkey“ steht; dies ist das wichtigste Kennzeichen, auf das sich die Gemeinschaft bei der Markenunterscheidung stützt.

Material und Fehlerbehebung

Die Werkstatt gibt an, ausschließlich mit Blockmeerschaum zu arbeiten und kein Material zu verwenden, das durch Verpressen von Steinbruchmaterial mit Bindemittel gewonnen wird. Natürliche Flecken, Sprenkel und Sandkörner, die beim Schnitzen des Blocksteins oder nach dem Polieren zum Vorschein kommen, gelten der eigenen Darstellung der Werkstatt zufolge als Zeichen für die Echtheit des Steins. Bei ihrer Beseitigung werden zwei getrennte Wege verfolgt: Bei geschnitzten Pfeifen wird der Fehler bereits während des ohnehin tiefen Schnitts entfernt; bei glatten Pfeifen dagegen wird der Kopf neu bearbeitet. Dieser zweite Vorgang kann dazu führen, dass ein klassisch geformtes Stück in ein Gittermuster (Lattice) umgewandelt wird. So verschwindet der Fleck, und die Pfeife erhält eine neue Form. Die Werkstatt veranschaulicht dieses Verfahren anhand der Modelle Nr. 540, 550 und 900 und fügt hinzu, dass nicht jedes klassische Modell auf diese Weise neu bearbeitet wird — die Entscheidung hänge von der Struktur des Steins ab.

Modellreihen

Im Katalog finden sich neben klassischen Formen einige besondere Lösungen. In der Reihe „Reverse“ wird eine zweite Kammer in den Stiel eingelassen; dadurch wirkt der Kopf kurz und gedrungen, das Mundstück wird aus schwarzem Acryl gefertigt. Eine weitere Sonderreihe trägt einen 9-mm-Filter; hier befindet sich die Filteraufnahme entgegen der üblichen Praxis nicht im Stiel, sondern im Mundstück, und die beiden Teile werden über eine Steckverbindung (push and pull) miteinander verbunden. Auch Kalebassenmodelle mit Holzkopf, Stücke mit einem an der Verbindung von Kopf und Mundstück angebrachten Silberring sowie maßgefertigte Gravuren wie Porträts und Vereinswappen werden hergestellt.

Quellenlage

Die Wissensbasis über die Marke ist dünn. Der Artikel bei Pipedia besteht aus wenigen Sätzen und wurde seit 2015 nicht aktualisiert; ein Teil der Details stammt aus dem Markenverzeichnis einer deutschen Pfeifenwebsite. Das einzige unabhängig verifizierbare Datum ist, dass die Domain der Präsentationswebsite am 30. August 2000 registriert wurde; auch der Copyright-Hinweis auf der Seite zeigt den Zeitraum 2000-2019. Die Modellseiten sind weiterhin erreichbar, doch einige Bereiche der Website sind mit thematisch nicht zusammenhängenden Linksammlungen gefüllt; dies deutet darauf hin, dass die Domain seit Jahren nicht überarbeitet wurde. Zum Gründungsjahr der Werkstatt und dazu, ob die Produktion heute fortbesteht, konnte kein verlässlicher Beleg gefunden werden. Dennoch gilt die Marke als eines der Beispiele, die aus der Schicht der kleinen Werkstätten der Meerschaumschnitzkunst von Eskişehir nach außen gelangen konnten; dass ihr Name in ausländischen Quellen erstmals auftauchte, fällt in dieselbe Zeit wie diese Präsentationswebsite der frühen 2000er Jahre.

Künye

Ürün Etiketi:

Hand Made – Büyükcopur – In Turkey

Kuruluş:

Bilinmiyor; alan adı 30 Ağustos 2000'de tescillenmiş

Bugünkü Durumu:

Belirsiz; sitedeki telif satırı 2000-2019 aralığını gösterir

Ülke:

Türkiye (Eskişehir)

Malzeme:

Yalnızca blok lüle taşı; pres taş kullanılmadığı belirtilir

Kadro:

İki usta ve bir yardımcı; sayfalarda anılan tek ad Adnan Biçer

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Kaynaklar

  1. Pipedia — Artikel Ahmet Buyukcopur

  2. White Pipe (whitepipe.com) — eigene Präsentations- und Modellseiten des Herstellers

  3. Pfeifen-Doge (pipendoge.de) — Block-Meerschaumpfeifen: Markenverzeichnis White Pipe

  4. Domain-Registrierungseintrag (WHOIS) — whitepipe.com, Registrierungsdatum 30. August 2000

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