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Verzeichnis deutscher Pfeifenmarken (1/2)

Kurz kommentiertes Verzeichnis von Werkstätten, Fabriken und Markennamen, die in Deutschland Pfeifen hergestellt haben; dieser Teil umfasst 90 Einträge zwischen Aachen und Van Wandeir.

Etiketler:

marka dizini, almanya, pipo markaları

Güncelleme Tarihi:

26. Juli 2026

Das Verzeichnis deutscher Pfeifenmarken ist der erste Teil einer zweiteiligen Liste, die die von der deutschen Pfeifenkultur hinterlassenen Markennamen an einem Ort zusammenfassen soll. Deutschland verfügt bei der industrialisierten Herstellung der Briar-Pfeife über eine ebenso alte Geschichte wie Frankreich und England: Die Fabriken rund um den Thüringer Wald, die Tonpfeifentradition des Westerwalds und die verstaatlichten Werkstätten der Nachkriegszeit in Ostdeutschland haben sehr unterschiedliche Produktionskulturen hervorgebracht. Kommen dazu die seit den 1980er Jahren zunehmenden Ein-Mann-Freiform-Werkstätten, entsteht ein weites Markenuniversum, von dem meist nur wenige Zeilen an Information erhalten sind; dieses Verzeichnis hält dieses Universum fest.

Marken

  • Aachen — Ein von verschiedenen Herstellern verwendeter Markenname; lässt sich keiner einzelnen Werkstatt zuordnen.

  • Albico — Albert Iffert gründete 1929 zusammen mit seinen Schwiegersöhnen Christian und Karl Krauss im Dorf Schweina (heute Teil von Bad Liebenstein) die Firma Albert Iffert & Co.; das Unternehmen wurde kurz Albico genannt. Das mit rund zehn Mitarbeitern begonnene Unternehmen stieg auf zwanzig, als 1935/36 eine Fabrik gebaut wurde. Der 1882 geborene Iffert starb 1951, doch das Unternehmen führte die Herstellung von Holzdrechslerwaren fort.

  • Pfeifenherstellungszentren in Deutschland — Keine Marke, sondern eine Zusammenstellung, die die Regionen beschreibt, in denen sich die Produktion konzentrierte. Die Bündelung der Pfeifenherstellung in bestimmten Gegenden wird mit Rohstoffverfügbarkeit, ausgebildeter Arbeitskraft und einer von Generation zu Generation weitergegebenen handwerklichen Tradition erklärt. In den Aufzeichnungen treten das Kannenbäckerland und der Westerwald (Hilgert, Höhr, Vallendar), Rees am Niederrhein, Bünde in Westfalen und die Gegend um den Thüringer Wald hervor.

  • Andreas Bricks — Eine in Marl tätige Pfeifen-Designwerkstatt.

  • ARK — Die Marke der Pfeifen-Fabrik August R. Kühn K.-G. in Schweina; im Katalog von 1969 erscheint die Firma in Bad Liebenstein. Eine ostdeutsche Marke, die mindestens von den 1930ern bis in die 1970er Jahre produzierte und für klassische Formen und Ebonit-Mundstücke bekannt ist. Der Stempel lautet „ARK / DDR“, das Symbol ist der Buchstabe „K“.

  • Atlantic Bruyere — Es liegen keine dokumentierten Informationen vor; belegt ist lediglich der Markenname.

  • Brandypipes — Eine Linie, die aus der gemeinsamen Arbeit von Oliver Brandt und seinem Sohn Max hervorging. Neben dieser Marke führt das Duo auch seine eigenen Freiform-Pfeifen fort: Olivers sind unter Olivepipes, Max' unter MBpipes bekannt.

  • C.S. Reich — 1887 von Carl Sebastian Reich in Schweina gegründet. Im Jahr seines fünfzigjährigen Bestehens, 1937, galt es als die größte Pfeifenfabrik Deutschlands. 1952 wurden die Firmeninhaber inhaftiert und der Betrieb unter dem Namen Howal, einer Abkürzung des Ausdrucks „Holzwaren Liebenstein“, verstaatlicht. Howal übernahm zahlreiche kleinere Hersteller und wurde in den 1970er Jahren der einzige Pfeifenhersteller Ostdeutschlands; nach der Wiedervereinigung schloss der Betrieb 1990. Die Fabrik wurde 1993 von Design Berlin gekauft, das die Produktion wieder aufnahm.

  • Christoph Kürle — Nachdem er jahrelang im Lübecker Stadtteil Travemünde als Tabakhändler gearbeitet hatte, übernahm er um 1996 das im historischen Stadtkern gelegene Geschäft „Pfeifenstübchen“. Mit der Werkstatt, die der frühere Inhaber Wolfgang Schuldt im Keller eingerichtet hatte, fertigte er eine geringe Zahl schmuckloser und gut verarbeiteter handgeschnitzter Pfeifen. Frühe Exemplare sind meist ungestempelt; bei späteren steht beidseitig am Schaft „Christoph Kürle“ und „Lübeck“. Die meisten seiner Pfeifen sind für 9-mm-Filter ausgelegt; die Mundstücke bestehen typischerweise aus Cumberland-Ebonit mit Teflon-Zapfen.

  • Colton Pipe — Eine Marke, deren Identität nicht geklärt ist. Das einzige bekannte Merkmal sind die in Schreibschrift ausgeführten Buchstaben „CP“ und der Zusatz „Germany“; der Name leitet sich aus der Bezeichnung in einigen Verkaufsunterlagen ab.

  • Cornett — Eine weitere Marke unklarer Identität; vermutet wird eine deutsche Produktion aus der Mitte des 20. Jahrhunderts.

  • Design Greven — Der Name, unter dem der in Greven tätige Udo Wolbers seine Pfeifen anbietet.

  • Dietmar Böck — Geboren am 29. März 1959 im Allgäu in der Region Schwaben in Süddeutschland. Nach abgeschlossener Schreinerlehre begann er sich mit der Pfeife zu beschäftigen, die ihm seine Frau zum Geburtstag geschenkt hatte, und erprobte anschließend eigene Entwürfe. Er nahm einige Unterrichtsstunden bei Bertram Safferling und bietet seit 2007 seine Freiform-Pfeifen aus kalabrischem Briar zum Verkauf an; die Produktion betreibt er in seiner Freizeit. Seine Pfeifen tragen in verschiedenen Ausführungen den Stempel „D. Böck Pipes“.

  • Dirk Heinemann — Kam über das Pfeifenrauchen zur Pfeifenherstellung; nach einer soliden Schreinerlehre studierte er an der Universität Produktdesign. In seinen Arbeiten ist der Einfluss von Meistern wie Werner Mummert, Holmer Knudsen, Tom Eltang und Cornelius Mänz zu erkennen. Es wird berichtet, dass er dem Mundstück ebenso viel Sorgfalt widmet wie dem Kopf und ausschließlich deutschen Stangenebonit verwendet.

  • Edgar P. Baldauf — Der Meister, der die Pfeifen der Werkstatt Lennarts Pfeifenbau in Wankendorf fertigte; die Erzeugnisse wurden unter dem Namen Lennart vermarktet. Laut lokaler Zeitungsmeldung wurde er am 2. Mai 1929 geboren und starb am 11. April 2019. Die Werkstatt ist heute nicht mehr in Betrieb.

  • Ermuri — Am 22. Juni 1922 in Frankfurt am Main von den drei Personen Erhard, Mugler und Rinn gegründet; der Markenname entstand aus den ersten Silben dieser Nachnamen. Ziel war es, sich von den etablierten Zigarrenmarken unabhängig zu machen und ein wettbewerblich eigenständiges Profil zu schaffen. 1965 wurde die Firma in eine Einkaufsgenossenschaft umgewandelt, seit 2011 trägt sie den Namen ERMURI Genuss Company eG. Belegt ist, dass sie als Händlervereinigung arbeitet und unter ihren Produkten auch Pfeifen aus der Fabrik Oldenkott in Rees zu finden sind.

  • Frank Giercke — Trat 2008 auf der Pfeifenmesse Lohmar als neuer Name in Erscheinung. Er bietet seine Pfeifen unter der Marke FG Pipes an; er arbeitet in Mönchengladbach.

  • Franz Schreinert & Co. — Eine in Schweina gegründete Pfeifenfabrik; die Region lag später innerhalb der Grenzen Ostdeutschlands. Für den Zweiten Weltkrieg ist dokumentiert, dass ein Teil der Produktion mit der Zwangsarbeit von Kriegsgefangenen aufrechterhalten wurde. Es wird angenommen, dass die Fabrik von der 1990 geschlossenen VEB Pfeifen und Holzerzeugnisse Bad Liebenstein (Howal) übernommen wurde; der Betrieb gehört heute zu Planta Tabak-Manufaktur / Design Berlin.

  • Gerrit Heyl — Ein in Gauting tätiger Meister, der einzelne Pfeifen fertigt.

  • Hahn, Detlev — Ein Pfeifenmacher, der in Ennepetal seine Werkbank aufgestellt hat.

  • Hahn, Volker — Ein Pfeifenmacher, der im Bösdorfer Ortsteil Niederkleveez arbeitet.

  • Heibe — Die Marke der gleichnamigen Firma, die zu Erich Heikaus KG in Bergneustadt gehört. Die Markenanmeldung erfolgte am 9. März 1966, die Eintragung wurde am 14. Januar 1967 abgeschlossen. Der einzige eingetragene Linienname ist Heibe Goldpoint, der 1970 angemeldet, am 31. Mai 1972 genehmigt und am 1. April 2006 gelöscht wurde. Das Vorhandensein sowohl mit „Germany“ als auch mit „West Germany“ gestempelter Exemplare zeigt, dass die Produktion auch nach 1990 fortgesetzt wurde; sie ist heute nicht mehr in Betrieb.

  • Heinz Guina — Arbeitet in Essen; fertigt jährlich etwa sechzig Pfeifen und verwendet korsischen Briar.

  • Heinz-Günter Döteberg — Fertigt seit 2006 in Stolberg unter dem Namen Eifel Pipes Pfeifen. 2007 nahm er an einem Workshop von Rainer Barbi teil. Seine Pfeifen werden mit 6-mm-, 9-mm-Filter oder filterlos gefertigt; er verwendet in der Regel einen Briar-Kopf und ein Ebonit-Mundstück, auf Wunsch fertigt er auch aus Acryl.

  • Hermann Hennen — 1946 in Kirchhundem geboren, lebt im Sauerland. Als ausgebildeter Holzdrechsler arbeitete er zunächst als Produktentwicklungsdesigner in der Möbelbranche, dann in der Werbebranche. Der seit seiner Jugend pfeiferauchende Hennen fertigte seine ersten Pfeifen zusammen mit seinem Bruder in der familieneigenen Drechslerei, konzentrierte sich ab 2006 auf dieses Thema und ging 2007 in den Vorruhestand.

  • Holger Danske — Der Name einer Tabaklinie; es scheint, dass unter demselben Namen auch Pfeifen in Auftrag gegeben wurden. Es wird zwar erwähnt, dass mehrere Hersteller daran gearbeitet haben könnten, doch bei den jüngeren Exemplaren zeigt sich, dass sie von Design Berlin gefertigt wurden.

  • Holger Haettich — Inhaber der Marke HhPipes und Hersteller von Freiform-Pfeifen. Der von Beruf Maschinenbauingenieur Haettich begann 1985 mit dem Pfeifenmachen und ging vier Jahre später zum Verkauf über. Er arbeitet mit Briar aus Frankreich, Italien und Griechenland sowie mit Mundstücken aus Ebonit, Acryl und Cumberland, fertigt jährlich fünfzig Pfeifen und nimmt regelmäßig an Messen teil. Sein Stempel lautet „Unikate“; seine Klassifizierung reicht von R bis SX.

  • Horst Fuchs — Ein 1959 geborener Handwerker, der das Handwerk von Norbert Gerharz erlernt hat. Er fertigt jährlich 100 bis 150 Pfeifen, die meisten davon mit 9-mm-Filter in Freiform; er stellt auch Pfeifen aus Olivenholz her und verwendet Ebonit-Mundstücke. Er arbeitet in Jülich.

  • J. Schilz-Mühlenbach — Ein Eintrag, der von einem in Höhr gefertigten Exemplar einer Wiener Kaffeehauspfeife bekannt ist.

  • J. W. & C. — Auf der einen Seite eines Kopfes einer Wiener Kaffeehauspfeife stehen diese Buchstaben, auf der anderen der Name Höhr. Über die herstellende Firma konnten keine weiteren Informationen gefunden werden.

  • Joachim Bittl — 1965 geboren; seine ersten Pfeifen fertigte er um 2004 nur für den eigenen Gebrauch, 2007 begann er mit dem Verkauf. Er kennzeichnet seine Pfeifen unter dem Schaft mit dem Stempel „JB“. Er verwendet keinen Füllstoff und lässt kleine Fehler sichtbar, statt sie zu kaschieren. Anfangs waren alle seine Pfeifen für 9-mm-Filter ausgelegt, später kamen auch filterlose Exemplare hinzu; die meisten Mundstücke sind aus Acryl, wenige aus Ebonit.

  • Johst — Die von Werner Johst an seiner Werkbank in Kempen von Hand gefertigten Pfeifen tragen diesen Namen.

  • Juls — Die Marke des deutschen Handwerkers Julian Schäffer. Der 1982 mit dem Pfeifenschnitzen beginnende Schäffer arbeitete mit Former und Rainer Barbi zusammen. Seine vom dänischen Design beeinflussten Pfeifen wurden mit 9-mm-Filter und filterlos, mit Ebonit-Mundstücken gefertigt. Die Marke bestand von 1982 bis Anfang der 1990er Jahre; der Meister gab die Produktion auf und wandte sich anderen Tätigkeiten zu. Stempel: Juls.

  • Jürgen Bischoff — Die Werkstatt eines in Hainburg unter dem Spitznamen „Bibi“ bekannten Pfeifenmachers.

  • Jürgen Börner — Ein Meister, der in Tauscha Freiform-Pfeifen herstellt.

  • JÜSCH-Pipes — Der Name der Werkstatt von Jürgen Schmitt in Aschaffenburg.

  • Kallenberg — Heinrich Kallenberg gründete 1919, nach dem Ersten Weltkrieg, in der kleinen thüringischen Stadt Tabarz die „Pfeifenfabrik Heinrich Kallenberg“. 1965 übernahm sein Enkel Hans Kallenberg das Geschäft. Nachdem seine Tochter, die das Handwerk erlernt hatte, in einen anderen Beruf wechselte, führte Hans Kallenberg die Produktion bis in sein siebtes Lebensjahrzehnt hinein gelegentlich fort und ging schließlich in den Ruhestand; damit endete ein weiteres Glied der thüringischen Pfeifentradition.

  • Ken Pipes — Die Marke des in Japan geborenen, in Deutschland lebenden Ken'ichiro Dederichs-Uchida. Der in Stuttgart tätige Meister ist dafür bekannt, das japanische Pfeifenverständnis auf die deutsche Szene zu übertragen.

  • Kirsch Pipes — Roland Kirsch wurde 1952 in der thüringischen Stadt Hildburghausen geboren und ließ sich später in der Nähe von Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern nieder. Im Jahr 2000 begann er mit dem Pfeifenrauchen, 2013 richtete er eine kleine Werkstatt zu Hause ein, und im August 2014 nahm er in Tabarz an einem Workshop teil und fertigte seine erste eigene Pfeife. Für die Köpfe verwendet er Moorooseiche, Teak, Rosenholz und Briar, für die Mundstücke verschiedenfarbiges Acryl und Ebonit.

  • Klaus Hedwig — Ein Meister, der in Eisenberg Pfeifen herstellt.

  • Klaus-Dieter Billerbeck — Die Marke des unter dem Spitznamen „Bille“ bekannten Meisters, der nach zweiundvierzig Jahren als Kriminalkommissar in den Ruhestand ging; er fertigt seit 1989 Pfeifen. Der autodidaktisch ausgebildete Billerbeck stellt fast ausschließlich Freiform-Pfeifen her, arbeitet allein und nimmt Aufträge nach Kundenentwurf an. Er verwendet griechischen und französischen Briar sowie Ebonit; er fertigt jährlich 120 bis 140 Pfeifen und liefert zu jeder Pfeife einen passenden Stopfer. Seine Hauptmärkte sind Deutschland und Österreich; er hat verschiedene Veröffentlichungen zu Tabakmuseen in Europa verfasst.

  • Klein — Reiner Klein gründete die Marke 1983. Vier Jahre später kam der 1938 geborene Handwerker Rüdiger Lutz Will hinzu, der heute Inhaber der Marke ist. Will, dessen Vater Inhaber einer Tabakfabrik war, begann 1960 bei seinem Vater zu arbeiten, machte sich acht Jahre später in seiner Freizeit an das Pfeifenmachen und arbeitete 1972 mit dem für die VW-Designlinie bekannten Industriedesigner Nicolai Borg zusammen. 1987 gründete er das R. Will Pipe Studio und kaufte die Ausrüstung und die Marke von Reiner Klein; die Marke blieb bis 1997 an diese Firma gebunden. Will fertigt klassische Formen, richtet die Form aber nach der Maserung des Holzes aus.

  • Kombi — Eine alte ostdeutsche Marke. Ein aus Ton und Kunststoff gefertigtes Rauchgerät mit auswechselbarem Kopf, das in seiner Konstruktion an den Falcon erinnert, dessen Verarbeitungsniveau nach den vorliegenden Angaben aber nicht erreicht.

  • Kraus — Friedmann Kraus ist sowohl ein Markenname als auch der Name des Inhabers eines Tabakgeschäfts. Die Marke umfasst 9-mm-Filter- und filterlose Pfeifen, die für den Tabakhändler Pipe Art 2000 von Dritten in Auftrag gefertigt wurden.

  • Krämer — Martin Krämer fertigte jahrelang aus Holz und ausgefallenen Materialien Modellschiffe sowie Feuerzeughüllen aus verschiedenen Edelhölzern. Als leidenschaftlicher Pfeifenraucher wollte er sich am Pfeifenmachen versuchen, machte sich auf die Suche nach gutem Briar und besuchte einen dänischen Meister, um die Produktionsschritte zu beobachten. Seine erste, aus einem geschenkten Kopf geschnitzte Pfeife wird heute noch in seinem Regal aufbewahrt. Lange Zeit fertigte er nur für sich selbst; mit wachsender Begeisterung und wachsendem Können investierte er in professionellere Maschinen und Werkzeuge und begann, seinen Briar von Bjarne in Lyngby zu beziehen.

  • Kyselka Pfeifen — Der Name der von Stefan Kyselka in Altenholz gefertigten Pfeifen.

  • Langner — Olaf Langner fertigt Pfeifen in Sachsenhagen; er bietet seine Arbeiten unter seinem Nachnamen an.

  • Lehmann — Die Marke der von Friedrich Karl-Peter Lehmann im Zschadrasser Ortsteil Hausdorf betriebenen Lehmannschen Werkstätten.

  • Lindström — Eine Ende der 1950er Jahre gegründete deutsche Firma, bekannt für ein auf einem Messingring beruhendes Patent zur Luftregulierung. Am Ring befindliche Bohrungen — entweder eine oder vier mit unterschiedlichem Durchmesser — werden so gedreht, dass sie mit dem Luftkanal des Mundstücks übereinstimmen; ein Pfeilzeichen am Mundstück markiert die Ausrichtung. Auf diese Weise wird die dem Rauch beigemischte Luftmenge reguliert, um einen trockeneren und kühleren Zug zu erzielen.

  • Lothar Schirwitz — Ein bei Design Berlin tätig gewesener Pfeifenmacher und Designer.

  • Mauel — Günther Mauel ist von Beruf Theaterlehrer und betreibt das Pfeifenmachen als Nebenbeschäftigung. Er ist von dänischen Formen beeinflusst; er fertigt vor allem ungewöhnliche und Freiform-Formen und verwendet Ebonit-Mundstücke.

  • Melich — Obwohl berichtet wird, dass Ivan Melich schon seit Jahren Pfeifen fertigte, war er unbekannt, bis er am 29. März 2008 auf der dritten Pfeifenmesse Lohmar auf der Bühne stand. Da er in der Nähe von Darmstadt in Weiterstadt lebt, wird er, mit einem Verweis auf den berühmten deutschen Meister, „der Ingo Garbe von Weiterstadt“ genannt.

  • Mirko Brinkmann — Ein Meister, der in Garbsen Pfeifen herstellt.

  • MM Pfeifen-Design — Die Marke des in Nürnberg tätigen Ingenieurs Markus Meyer. Der aus Interesse zum Pfeifenmachen gekommene Meyer fertigt heute jährlich nur 10 bis 15 Einzelstücke; seine Arbeiten sind außergewöhnliche Freiformen.

  • Mühlensiepen — Die Pfeifen wurden für die Ernst Mühlensiepen GmbH & Co. gefertigt, die zugleich Inhaberin der Marke Ermüzi ist. Die Firma vertrieb ihre Produkte über eigene Tabakhandelsstellen in Baunatal, Bingen, Bergisch und Gummersbach.

  • Nijstad Pfeifen — Die Marke von Gerd Nijstad, der im Kevelaer'schen Ortsteil Twisteden ein Pfeifen- und Tabakgeschäft namens „Piepkes en Tabak“ betreibt; der Meister widmet dem Pfeifenmachen seine Freizeit.

  • Nikolas-Pfeifen — Der Name der Arbeiten von Nikolas Wagner in Lichtenstein; den Aufzeichnungen zufolge hat der Meister erst kürzlich mit dem Pfeifenmachen begonnen.

  • Nils Bräutigam — Stammt aus der thüringischen Region Eichsfeld; arbeitete lange Jahre als freischaffender Künstler in Malerei und Bildhauerei, vor allem als Tätowierer. Seine ersten Versuche mit der Pfeife reichen bis 2017 zurück, und seine Arbeit wurde binnen kurzer Zeit auch im Ausland bekannt. Er hat zwei Linien: die filterlose Barbarossa, deren Tabakkammer vollständig von Hand und ohne Drechselbank geöffnet wird, und die stets mit Filter gefertigte, unter Zuhilfenahme der Drechselbank hergestellte Rotbart. Die Namensgebung stützt sich sowohl auf die Nähe zum Kyffhäuser als auch auf den rötlichen Bart des Meisters.

  • Nolte — Heinz Nolte ist ein deutscher Handwerker, der für seine Freiform-Pfeifen bekannt ist. Er war Maschinenbauingenieur und wechselte gegen Ende des 20. Jahrhunderts den Beruf. Er arbeitet überwiegend mit sardischem und korsischem Briar und fertigt jährlich zweihundert Pfeifen.

  • Norbert Gerharz — Der letzte Werkmeister der Pfeifenfabrik Müllenbach & Thewald in Höhr. Als die Fabrik 1972 schloss, führte er die Produktion in Vallendar in Eigenregie fort.

  • Noske — Hans Günter Noske fertigt Pfeifen in Mülheim an der Ruhr; seine Erzeugnisse tragen diesen Namen.

  • Olaf Höppe — Ein in Emerkingen unter dem Namen „Olis Pfeifen“ tätiger Pfeifenmacher.

  • Oliver Camphausen — Wurde 1968 geboren, begann mit sechzehn Jahren zu rauchen und beschloss im Jahr 2000, eigene Pfeifen zu fertigen. Als er 2006 Roger Wallenstein und Pit Rohrbach kennenlernte, ging er zur eigenständigen Arbeit über und schloss sich der Gruppe Blue Lobster an. Seine liebsten Formen sind Volcano und Bulldog; Poul Ilsted und Anne Julie haben ihn ermutigt. Zusammen mit Axel Glasner und Wallenstein bildet er die Gruppe BROS; in dieser Arbeitsteilung übernimmt Wallenstein die Formgebung, Camphausen und Glasner die Fertigstellung.

  • Palm — Über diese wenig dokumentierte Marke wird berichtet, dass sie für eine gleichnamige deutsche Tabakfirma gefertigt wurde. Dass das Mundstück für einen 9-mm-Filter gebohrt ist, stimmt mit dieser Angabe überein. Auf den Stempeln liest man links „Palm“, rechts „214, Select Quality“.

  • Peter Rohrbach — Der unter dem Spitznamen „Pit“ bekannte Meister ist ein 1953 in Düsseldorf geborener Goldschmied und Pfeifenmacher. Seine Briar-Blöcke wählt er selbst in der Toskana aus; aus dieser Auswahl entstehen im Monat höchstens ein bis zwei Pfeifen. Er verbindet das Edelholz mit seinem Goldschmiedehandwerk, fertigt Applikationen aus Gold und Silber und klassifiziert seine Pfeifen nach diesen Edelmetallen.

  • Pfeifenmacher Stroh — Die Marke von Norbert Stroh; sein Fachgebiet sind Pfeifen aus Buchenholz. Sie ist seit einiger Zeit nicht mehr in Produktion; in den Aufzeichnungen wird vermutet, dass dies mit dem Umzug von Bornheim nach Waghäusel zusammenhängen könnte.

  • Pfeifenwerkstatt T.H.A.L. — Eine von Thomas Wilbert in Neustadt/Holstein betriebene Pfeifenwerkstatt.

  • Philipp Lang — Lebt im nahe Frankfurt gelegenen Königstein und fertigt seit Anfang der 1990er Jahre Pfeifen. Angeregt von seinem im Garten pfeiferauchenden Großvater, schnitzte er seine erste Pfeife mit sechzehn Jahren in der Werkstatt seines Vaters; seine ersten Materialien bezog er von Rainer Barbi und Bjarne Nielsen. Heute wählt er seinen Briar überwiegend selbst in Sägewerken in Italien und Spanien aus; in seinem Lager befinden sich rund zweihundert Blöcke korsischen Briars aus dem Jahr 1984. Seine Mundstücke sind von Hand geschnittenes Ebonit, Cumberland oder Kunstbernstein; er fertigt jährlich etwa dreißig Pfeifen.

  • Pierre Müller — Ein 1927 geborener Genfer Goldschmied; die Kunst des Pfeifenrauchens erlernte er mütterlicherseits von seinem Großvater. Der alles rund um die Pfeife sammelnde Müller entwickelte auch Interesse am Design, fertigte seine erste Pfeife 1977, stellte Prototypen aus Gold her und schuf Modelle für verschiedene Clubs und die Académie Internationale de la Pipe. Das auffälligste Merkmal seiner Pfeifen sind ihre eleganten Linien. 1998 entwarf er ein Modell für die Sonderserie Grandi Designers della Pipa von Brebbia.

  • Pipoo — Eine von Vauen hergestellte Linie. Das mit modernen, bunten Linien an ein junges Publikum gerichtete Produkt wird mit vorgestopftem Tabak angeboten und ähnelt in seiner Konstruktion der Tatoo.

  • Priewe — Der Name der Pfeifen, die aus der Berliner Werkstatt von Gerhart Priewe stammen.

  • Püttmann — Andreas Püttmann erlernte die Grundlagen des Handwerks bei Peter Klein; er arbeitet in Olpe. Es ist dokumentiert, dass er gelegentlich in einem Tabakgeschäft in Mettmann sein Handwerk vorführt.

  • Rainer Hartung — Es liegen keine dokumentierten Informationen vor; belegt sind lediglich der Markenname und eine Internetadresse.

  • Rother Pfeifen — Michael Rother ist ein deutscher Handwerker, der filterlose Freiform-Pfeifen herstellt. Sein Stempel lautet „Freehand styled by Michael Rother“, sein Logo eine über ein Tabakblatt gelegte Pfeifenzeichnung.

  • Rudi Arnold — Begann mit dem Pfeifenmachen im Rahmen eines Kurses, den Bertram Safferling an der Landesjagdschule Dornsberg gab. Er arbeitet in Pfullingen; neben dem Pfeifenmachen betreibt er auch die Jagdausbildung von Hunden.

  • Rudolf Apelt — Begann seine berufliche Laufbahn bei Design Berlin und wurde als Nachfolger von Lothar Schirwitz bestimmt. Dort trug er sowohl die Verantwortung für die Produktion als auch für das Design und fertigte auch einzelne Freiform-Pfeifen; als er den Zeitpunkt für gekommen hielt, ging er seinen eigenen Weg. Er fertigt seine Pfeifen unter dem vom Mädchennamen seiner Mutter abgeleiteten Namen Baiano. Neben dem Pfeifenmachen beschäftigt er sich auch mit Bildhauerei, Holzverzierung und Spiegelrahmen. Sein 2007 unter der Schirmherrschaft von Rolf Osterndorff erfolgter erster Auftritt auf der Chicagoer Pfeifenmesse verlief erfolgreich.

  • Ruigrok — Die Marke des Bildhauers und Pfeifenhandwerkers Klaus Ruigrok van de Werve. Einige seiner Pfeifen haben ungewöhnliche Formen und sind für ihre kreativen Entwürfe bekannt. Auch sein Sohn Dirk Ruigrok van de Werve fertigt Pfeifen.

  • Runtemund — Udo Runtemund fertigt jährlich hundert Pfeifen; er stellt große Köpfe aus Briar und Kirschholz her, verwendet Ebonit-Mundstücke und arbeitet überwiegend im Direktauftrag.

  • Sasha Gavrison — Ein Meister, der seine Pfeifen aus sorgfältig ausgewähltem mediterranem Plateau-Briar fertigt und Zuschnitt sowie Formgebung vollständig von Hand ausführt. Er wird in Texten über osteuropäische Pfeifenmacher erwähnt.

  • Schowa — Die Marke des von der Familie Schum in Bad König (Odenwald, Hessen) gegründeten Betriebs; der Name entstand aus der Verbindung des Nachnamens Schum mit dem Namen Odenwald. Laut Briefkopf geht die Gründung auf das Jahr 1877 zurück; die Firma produzierte etwa ab 1919 unter dem Namen A. Schum Söhne. Über den Zeitpunkt der Schließung widersprechen sich die Quellen: Ein Bericht besagt, die letzte große Pfeifenfabrik in Bad König habe 1988 geschlossen, ein anderer, der Betrieb habe bis 2003 fortbestanden. In der Fabrik wurden neben Briar-Pfeifen auch Porzellanpfeifen bayerischen Typs gefertigt.

  • Schulz — Ralf Schulz aus dem niedersächsischen Landkreis Sassenburg trat 2004 in Erscheinung und nahm im April 2005 an der dritten, vom Tabakskollegium Berlin veranstalteten Berliner Pfeifenmesse teil. Im Laufe des Jahres fanden seine Pfeifen sowohl bei Online-Auktionen als auch bei großen Händlern in Norddeutschland Absatz. Von Schulz, der feine, kleinformatige Pfeifen fertigt, wurden die ersten Arbeiten als vielversprechend beurteilt, doch nach 2006 war nichts mehr von ihm zu hören.

  • Sillem's — Gilt als einer der ältesten mit Tabak verbundenen Markennamen; die Wurzeln des Namens reichen zu den Hanse-Kaufleuten zurück, die sich im 16. Jahrhundert in Hamburg niederließen. 1816 wurde der Name der Sillem's Bazaar gegeben, die als der erste geschlossene Basar der Welt gilt. Die Marke gehört heute über die Seiffert & Sohn GmbH in Kassel und Sillem's Design Torsten Seiffert; der Name wurde 1995 eingetragen. Neben Pfeife und Tabak werden auch verschiedene Rauchutensilien und Silberwaren hergestellt.

  • Snahti — Hans Wormit begann 1999 damit, unter dem Namen „derpfeifendoktor“ bei Online-Auktionen aufgearbeitete gebrauchte Pfeifen anzubieten, und wandte sich in kurzer Zeit der Fertigung eigener Pfeifen zu. Wie viele Meister begann er mit vorgebohrten Köpfen und fertigen Formmundstücken; seine ersten eigenen Teile stellte er um 2003/2004 vor. Mit wachsendem Können wurde er für seine gut verarbeiteten und erschwinglichen Freiformen bekannt. Das Logo der ersten Snahti-Pfeifen war ein einzelner Messingpunkt; 2006 führte er eine mit Kupfer-, Messing- und Silberpunkten aufsteigende Klassifizierung ein. Bei seinen hochwertigsten Stücken bilden fünf Silberpunkte den Buchstaben „W“.

  • Sticklun — Bernd Sticklun fertigt Pfeifen in Königslutter am Elm.

  • Stöhr — Eckhard Stöhr war ein Handwerker, der vom Polizeidienst zum Pfeifenmacher wechselte; er fertigte seine Pfeifen in Hamberge unter dem Namen ES-Pfeifen und starb 2018.

  • Sümerler — Die Marke von Utku Sümerler; sie bot Systempfeifen mit auswechselbarem Kopf, Schaft und Mundstück an. Zu ihren Erzeugnissen zählen klassische und Freiform-Briar-Pfeifen sowie Meerschaumpfeifen; ein Teil der Briar-Pfeifen wurde von Armellini gefertigt.

  • Thorsten Feitt — Der im Saarland geborene Meister lebt und arbeitet seit 2011 in der bayerischen Region Ostallgäu. Als Schreinerlehrling und Fan von „Der Herr der Ringe“ versuchte er sich Anfang der 2000er Jahre daran, die Pfeifen von Gandalf und Bilbo nachzubauen; nachdem er dieses über Jahre beiseitegelegte Interesse wieder aufgenommen hatte, gründete er 2017 seine eigene Pfeifenwerkstatt.

  • Tortuga Babes — Die Pfeifen tragen den Stempel TB und ein reliefartiges Schildkrötenlogo; das Logo befindet sich mal am Mundstück, mal am Kopf. Hersteller ist Achim Menzel, ein ehemaliger Bankdirektor aus Recklinghausen. Die Formen sind überwiegend Freiformen, die Mundstücke sind aus Acryl und häufig bernsteinfarben.

  • Unikat-Pfeifen — Der Name der Werkbank von Walter Krix in Voerde.

  • Van Wandeir — Der Meister hinter den mit den Stempeln R.V.W. und „Hand Made in Denmark“ versehenen Pfeifen ist Reiner van Wandeir. Man vermutet, dass er zuvor für W.Ø. Larsen geschnitzt hat. Diese Pfeifen sollten nicht mit der zweiten Qualitätslinie verwechselt werden, die Randy Wiley in der Frühzeit unter dem Stempel RVW herausbrachte.

Künye

Kaynak:

Pipedia marka kayıtlarından derlenen olgular

Ülke:

Almanya

Marka Sayısı:

90

Kapsam:

Almanya — Aachen'dan Van Wandeir'e (1. bölüm)

Not:

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Bu Markaya Ait Karışımları Listele

Damga ve İşaretler

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İncele

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Kaynaklar

  1. Pipedia — Markenverzeichnis Deutschland

  2. José Manuel Lopes, Pipes: Artisans and Trademarks (Quimera Editores, 2005)

  3. Deutsches Patent- und Markenamt (DPMA), Markenregister

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