Ashton
Die von William Ashton-Taylor, der in der Dunhill-Werkstatt ausgebildet wurde, 1983 gegründete britische Marke. Bekannt für ölgehärtetes Bruyère, tiefe Sandstrahlung und Größenstempel von X bis Magnum.
Etiketler:
pipo markası, büyük britanya, kumlama, el yapımı
Güncelleme Tarihi:
27. Juli 2026
Ashton ist eine 1983 in London gegründete Marke, die sich innerhalb kurzer Zeit einen Platz unter den hochwertigen britischen Bruyère-Pfeifen erarbeitete. Ihr Gründer William Ashton-Taylor erlernte das Handwerk in der Fabrik von Alfred Dunhill und eröffnete Anfang der 1980er Jahre seine eigene Werkstatt. Die Gründungsjahre der Marke und die Geschichte ihres Gründers werden in einem eigenen Artikel behandelt; die vorliegende Darstellung widmet sich der Produktidentität, den Oberflächenbezeichnungen und dem Stempelsystem.
Holzauswahl und Ölhärtung
Eine der charakteristischen Entscheidungen der Werkstatt ist die Verwendung unterschiedlicher Bruyère-Herkünfte je nach Oberflächenfinish. Bei glatten (smooth) Oberflächen kommt das für seine Härte und Leichtigkeit bekannte kalabrische Bruyère zum Einsatz; bei zu sandstrahlenden Köpfen wird nach Entfernen der weichen Maserung toskanisches Bruyère bevorzugt, dem eine besonders dunkle Patina nachgesagt wird. Die Auswahl der Blöcke war die persönliche Aufgabe des Gründers; ihm wird nachgesagt, dass er dafür zweimal jährlich zu den Bruyère-Sägewerken Italiens reiste.
Was Ashton jedoch am stärksten von vergleichbaren Marken unterscheidet, ist die Ölhärtung (oil curing). Die von der Drehbank kommenden Rohlinge werden zunächst acht Stunden erhitzt, dann acht Stunden in einer Mischung aus drei verschiedenen Ölen eingelegt und anschließend vierzehn Tage lang auf erhitzte Messingstifte gesteckt. Ziel ist, dass die Hitze der Stifte das aus dem Holz zurückweichende Öl dazu bringt, den im Holz verbliebenen Eigensaft und Rückstände mit herauszuziehen; nach Angabe des Herstellers sind die so entstehenden Pfeifen im Ergebnis rund zwölf bis vierzehn Prozent leichter als vergleichbare Modelle. Aufzeichnungen zufolge geht die Methode auf ein 1915 beschriebenes Verfahren zurück; Ashton-Taylor entwickelte es über Jahre der Erprobung weiter und erhielt der Überlieferung nach für seine eigene Form ein britisches Patent.
Oberflächen, Größen und Stempel
Die Oberflächenbehandlungen der Marke werden in benannten Serien angeboten:
Pebble Grain: Dunkle, tiefe Sandstrahlung; gilt als das bekannteste Erscheinungsbild der Marke.
Old Church: Naturbelassene Ausführung derselben Sandstrahlung.
Brindle: Serie, bei der der sandgestrahlte Kopf mit einem Cumberland-Mundstück kombiniert wird.
Sovereign: Glattes, naturfarbenes Finish; bei makelloser Maserung zusätzlich mit dem Zusatz „SG" ausgezeichnet.
Claret (Gilt Edge): Glattes Finish, das von Bordeauxrot zu Goldgelb übergeht.
Oak: Glattes Finish in dunklem Farbton.
Achievement: Pfeifen mit ungewöhnlicher Verarbeitung wie Bohrung oder Bambus-Übergang.
Die tiefe Sandstrahlung war in den 1980er Jahren in der britischen Fertigung bereits weitgehend in den Hintergrund getreten. Dass Ashton diese Technik fortführte, gilt als der wesentliche Faktor für die rasche Bekanntheit der Marke. Die verbreitete Auffassung in der Community stellt die groben, knorrigen Oberflächen der Werkstatt in eine Linie mit frühen Dunhill-Shell-Exemplaren. Die Größenstempel sind von klein nach groß mit X, XX, XXX, LX und ELX geordnet; darüber, jedoch nur aus besonders großen Bruyère-Blöcken herstellbar, steht die Serie Magnum.
Zur Datierung dient die Zahl hinter dem Vermerk „Made in England". Die Zahl steht für 1983 auf 3 und erhöht sich jedes Jahr um eins; anders gesagt ergibt die Addition der auf dem Stempel stehenden Ziffer zu 1980 das Produktionsjahr. Die Pfeifen des ersten Jahres wurden mit einfachen Blockbuchstaben und dem Vermerk „Made in London England" gestempelt und trugen keinen Oberflächennamen. Aufzeichnungen zufolge wurden 1983 nur einunddreißig Pfeifen gefertigt. Ebenfalls den Aufzeichnungen zufolge wurde ein Mitte der 1990er Jahre in die USA verschickter Posten Pfeifen ohne Jahreszahl gestempelt, mit der Begründung, ein zu alt datierter Stempel erschwere den Verkauf.
Mundstück und heutiger Stand
Mundstücke werden von Hand aus Stangenmaterial geschnitten. Lange wurde Vulkanit verwendet; Aufzeichnungen zufolge kam Anfang der 1990er Jahre ein als Ashtonite bezeichnetes Material hinzu, das zwischen Vulkanit und Acryl angesiedelt und als eine etwas härtere Mischung als gewöhnliches Vulkanit beschrieben wird. Da die Verwendung beider Materialien parallel fortgesetzt wurde, finden sich in Pfeifen derselben Periode beide Arten. Die vom Standard abweichenden Köpfe der Werkstatt wurden hingegen unter dem eigenen Namen Romford als gesonderte Serie gestempelt.
William Ashton-Taylor starb am 16. September 2009; die Produktion ging auf Jimmy Craig über, der in seinen letzten Jahren bei ihm gearbeitet hatte. Craig soll sowohl die Mundstücke als auch die Verbindungsstifte (Tenon) nach wie vor aus massivem Vulkanit von Hand schneiden. Die Marke wird heute noch mit demselben Härtungs- und Sandstrahlverfahren als kleine Werkstatt fortgeführt.
Künye
Kuruluş:
1983, Londra
Bugünkü Durumu:
2009'dan bu yana Jimmy Craig eliyle üretiliyor
Ülke:
Büyük Britanya
Kurucu:
William (Bill) Ashton-Taylor
Yüzey Adları:
Pebble Grain, Old Church, Sovereign, Claret, Oak, Brindle
İmza Yenilikleri:
Yağla kürleme, derin kumlama, Ashtonite ağızlık
İlgili Maddeler
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Damga ve İşaretler
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Kaynaklar
Pipedia – Artikel Ashton
Smokingpipes.com – Vorstellungsseite der Marke Ashton
rebornpipes.com – Notizen zu Ashton-Stempeln und Datierung
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