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Aztekische Keramikpfeifen (Aztec Ceramic)

Aztekische Pfeifen aus gebranntem Ton, hergestellt im vorspanischen Zentralmexiko. Bekannt durch Funde aus den Ausgrabungen von Tlatelolco, erkennbar an ihrem tierförmigen Kopf und dem einteiligen Schaft.

Etiketler:

seramik pipo, meksika, arkeoloji, tütün tarihi

Güncelleme Tarihi:

27. Juli 2026

Aztekische Keramikpfeifen sind nicht der Name einer einzelnen Werkstatt oder Marke, sondern die gemeinsame Bezeichnung einer im vorspanischen Zentralmexiko aus gebranntem Ton hergestellten Pfeifentradition; in englischsprachigen Quellen werden sie meist unter dem Titel Aztec Ceramic zusammengefasst. Die bekannten Exemplare werden grob auf das 14. bis 16. Jahrhundert datiert und zeigen, wie fest der Tabak im Alltag der aztekischen (Mexica) Welt verankert war. Diese Pfeifen gelten als greifbarer Beweis einer Rauchkultur, die lange vor der europäischen Begegnung mit der Region ausgereift war.

Tabak in der aztekischen Welt

Die von den Azteken für Tabak verwendeten Nahuatl-Wörter sind yetl und picietl; die betreffende Pflanze wird heute als Nicotiana rustica klassifiziert, eine Art mit hohem Nikotingehalt. Die Blätter wurden mal zu Röllchen gedreht und geraucht, mal zerstoßen und zerkleinert in die Pfeife gefüllt. Neben der Pfeife wurden auch als acayetl bezeichnete Rohrröhren verwendet; das Wort entsteht aus der Verbindung von acatl, „Rohr“, und yetl, dem Wort für Tabak.

Tabak galt als untrennbarer Bestandteil aztekischer Zeremonien. Quellen wie dem Florentiner Codex und dem Codex Mendoza zufolge gehörten bündelweise gebundene Rauchröhren zu den vor dem Altar verbrannten Opfergaben; auch dass Priester Tabaksäckchen auf dem Rücken trugen, geht aus denselben Aufzeichnungen hervor. Bei Ernte-, Jagd-, Fischerei- und Händlerzeremonien fand Tabak Verwendung und wurde mit Gottheiten wie Xiuhtecuhtli und Yacatecuhtli in Verbindung gebracht. Dass der Pflanze in der damaligen Heilkunde eine Reihe von Wirkungen zugeschrieben wurde, die von Kopfschmerzen bis Erschöpfung reichten, ist ebenfalls aus diesen Quellen bekannt; dies ist der Glaube der damaligen Zeit, nicht die Auffassung der heutigen Medizin.

Form, Material und Funde

Aztekische Pfeifen sind meist Keramiken, bei denen Kopf und Schaft in einem Stück geformt wurden; damit speisen sie sich weniger aus den in Europa später verbreiteten Tonpfeifen als aus der eigenen Terrakotta- und Steinpfeifentradition der Neuen Welt. Die Köpfe zeigen ein breites Formenrepertoire: Neben geraden Röhren finden sich häufig tierförmige Körper wie Ente, Papagei und Reptil. Für die im Nationalen Anthropologiemuseum in Mexiko-Stadt ausgestellten entenförmigen Exemplare werden in den Aufzeichnungen Maße von etwa 9 × 19 Zentimetern angegeben. Es wurde vermutet, dass die tierförmige Pfeife von Priestern verwendet wurde, die dem jeweiligen Tier als Schutzgeist (Nahual) zugeordneten Gott dienten; dies ist keine gesicherte Deutung.

Die reichste Fundgruppe stammt aus den Ausgrabungen von Tlatelolco nördlich von Mexiko-Stadt; laut Aufzeichnungen gilt die hohe Zahl der dort geborgenen Pfeifen als Hinweis darauf, dass das Rauchen nicht auf einen engen elitären Kreis beschränkt blieb. Exemplare dieses Typs finden sich heute sowohl in mexikanischen Museen als auch in europäischen und nordamerikanischen Sammlungen.

Maya-Vorläufer und materieller Beweis

Es ist bekannt, dass die Tabaktradition der Region viel weiter zurückreicht als bis zu den Azteken. Auf den Reliefs der 692 geweihten Kreuztempel-Gruppe in Palenque ist eine der führenden Gottheiten der Unterwelt, die von Forschern als „Gott L“ bezeichnete Figur, zu sehen, wie sie Rauch aus einer dicken Tabakrolle in der Hand bläst; ob es sich dabei um eine Zigarre oder eine einfache Pfeife handelt, wird in Fachpublikationen diskutiert. Auf der materiellen Beweisseite war eine 2012 veröffentlichte chemische Analyse entscheidend: In den Rückständen eines kleinen, auf etwa das Jahr 700 datierten Maya-Gefäßes, das im Mirador-Becken an der Grenze zwischen Guatemala und Mexiko gefunden worden sein soll, wurde Nikotin nachgewiesen. Die Hieroglyphe auf dem Gefäß wurde als „Haus seines Tabaks“ gelesen; damit bestätigten sich zum ersten Mal die Inschrift eines Gefäßes und sein Inhalt gegenseitig.

Aztekische Keramikpfeifen sind eines der sichtbaren Glieder dieser langen Kette. Zusammen mit der nördlichen Calumet-Tradition stehen sie für eine frühe Phase in der Weltgeschichte der Pfeife, an der Europa keinen Anteil hatte.

Künye

Biçim:

Hazne ve sapı tek parça dökülmüş, çoğu kez hayvan gövdeli

Coğrafya:

Orta Meksika, özellikle Tlatelolco ve Tenochtitlan çevresi

Tütün:

Nicotiana rustica; Nahuatl dilinde yetl / picietl

Malzeme:

Pişmiş toprak (seramik); kimi örneklerde astar bezeme

Dönem:

Geç Postklasik, 14.-16. yüzyıl

Başlıca Buluntu Yeri:

Tlatelolco kazıları, Mexico City

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Kaynaklar

  1. Pipedia — Artikel Aztec Ceramic

  2. Mexicolore — Dossiers zu aztekischem Tabakgebrauch und entenförmigen Pfeifen

  3. Bernardino de Sahagún — Florentiner Codex, Abschnitte zu Zeremonien und Händlern

  4. Rapid Communications in Mass Spectrometry — Nikotinnachweis in einem spätmayazeitlichen Gefäß (Zagorevski und Loughmiller-Newman, 2012)

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