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Barling

Englisches Pfeifenhaus, das 1812 in London entstand, als ein Silberschmied Fassungen an Meerschaumköpfe anbrachte. Wegen seines gealterten algerischen Briars und der Stempel der Familienperiode gilt es als eine der am gründlichsten erforschten Marken der Sammlerszene.

Etiketler:

pipo markası, ingiltere, köklü marka, koleksiyon

Güncelleme Tarihi:

26. Juli 2026

Barling ist ein englisches Pfeifenhaus, das 1812 in London gegründet wurde und als einer der ältesten noch bestehenden Markennamen der Pfeifenwelt gilt. Am Anfang stand nicht die Pfeifenschnitzerei, sondern die Silberschmiedekunst: Der in Marylebone tätige Silberschmied Benjamin Barling gründete das Unternehmen, indem er Fassungen, Armreife und Deckel für Meerschaumköpfe anfertigte. Als seine Söhne William und Edward ins Geschäft einstiegen, nahm das Unternehmen den Namen B. Barling & Sons an. Es ist überliefert, dass das Unternehmen 1851 mit silbergefassten Meerschaumgarnituren an der Großen Ausstellung in London teilnahm und die dort gewonnene Medaille später auf dem Umschlag seiner Kataloge abbildete.

Von der Silberwerkstatt zur Briar-Drehbank

Als die Bruyèrewurzel (Briar) in den 1850er-Jahren den englischen Rauchern vorgestellt wurde, wandte sich auch Barling diesem Material zu. Anfangs folgte man dem üblichen Weg der englischen Pfeifenhäuser jener Zeit: Die Köpfe wurden grob in französischen Herstellungszentren wie Saint-Claude gedrechselt, in der Londoner Werkstatt fertiggestellt und mit Silberarbeiten vervollständigt. Wann das Unternehmen genau dazu überging, seine Köpfe selbst zu drechseln, ist umstritten; die Quellen nennen Jahre zwischen 1906 und 1909. Auch dieser Übergang war nicht endgültig: Laut einer Zeugenaussage bei einer Gesetzesanhörung 1928 musste das Unternehmen weiterhin halbfertige Köpfe (Stummel) aus Saint-Claude beziehen, um die Nachfrage decken zu können.

Algerisches Holz und Qualitätsstufen

Der Ruf der Marke gründet sich zu einem großen Teil auf das verwendete Holz. Barling bevorzugte über lange Jahre langsam gewachsenes, luftgetrocknetes algerisches Briar; dieses unter Liebhabern als „altes Holz" bekannte Material gilt als die wichtigste Erklärung für den Ruf der Pfeifen als kühl und mild im Zug. Der auf den Schaft eingeprägte Schriftzug „YE OLDE WOOD" sowie das von Sammlern als Abkürzung von „The Very Finest" gelesene Zeichen T.V.F. sind Teil desselben Anspruchs. Der Katalog von 1962 staffelt die Produktreihe von einfachen Modellen über die als „Fossil" bezeichneten sandgestrahlten Oberflächen, das Guinea Grain, das Ye Olde Wood Special bis hin zu zwei getrennten Straight-Grain-Klassen. Als sich diese Bezugsquelle 1954 mit dem Beginn des Krieges in Algerien verknappte, verlagerte das Unternehmen nach eigenen Angaben seine Beschaffung nach Frankreich, Italien, Sardinien, Spanien und Griechenland.

Trennung der Familie und Stempelwechsel

Am 3. Oktober 1960 verkaufte die Familie das Unternehmen an ihren größten Kunden Finlay, führte den Betrieb aber bis Mitte 1962 selbst weiter. 49 Prozent der Finlay-Anteile gehörten Imperial Tobacco, und Imperial übernahm Anfang 1963 auch den restlichen Anteil und stellte Barling damit unter direkte Kontrolle. Diesen Übergang am Produkt selbst abzulesen ist nicht einfach, denn in den etwa zwanzig Monaten nach dem Verkauf verließen die Pfeifen die Werkstatt weiterhin aus den Händen derselben Meister mit unveränderten Stempeln. Die eigentliche Zäsur zeigte sich 1962: Mit dem Katalog zum 150-jährigen Jubiläum gab die erste Ziffer der Modellnummer nun die Länge an, und im Ende des Jahres erschienenen Einzelhandelskatalog löste der handschriftliche „Barling"-Schriftzug den bogenförmigen Stempel „BARLING'S MAKE" ab. Die von Sammlern getroffene Unterscheidung in „Pre-Transition", „Transition" und „Post-Transition" stützt sich auf diese Schwellen; wo die Grenzen genau zu ziehen sind, wird bis heute diskutiert.

Nach London

Imperial Tobacco schloss 1970 die Barling-Fabriken in London und vergab die Produktion nach außen; markenmäßig gestempelte Pfeifen entstanden zunächst in englischen Werkstätten wie Charatan, später in Dänemark bei Erik Nørding. Laut Aufzeichnungen gingen die Namensrechte 1980 an Bucktrout über, und die Produktion wurde eine Zeit lang auf der Isle of Man fortgeführt; in späteren Jahren tauchten auch Barling-Pfeifen auf, die erkennbar von Peterson gefertigt wurden. 2020 vereinte der deutsche Pfeifenmacher Oliver Kopp die europäischen und amerikanischen Namensrechte der Marke in einer Hand und nahm die Produktion wieder auf.

Die Barling-Pfeifen aus der Familienperiode zählen weiterhin zu den am gründlichsten erforschten Bereichen der englischen Pfeifensammlerszene. Zu welcher Periode ein bestimmtes Exemplar gehört, wird meist durch den Vergleich von Stempelform, Anordnung der Modellnummer-Ziffern und zusätzlichen Merkmalen wie dem T.V.F.-Zeichen bestimmt.

Künye

İmza Ürünleri/yenilikleri:

Gümüş montürlü lüleler, Ye Olde Wood, T.V.F. damgası

Kuruluş:

1812, Londra (Marylebone)

Bugünkü Durumu:

2020'den beri Kopp yönetiminde yeniden üretimde

Ülke:

Büyük Britanya

Kurucu:

Benjamin Barling

Dönüm Noktası:

1960'ta ailenin şirketi Finlay'e satması

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Kaynaklar

  1. Pipedia — Artikel Barling

  2. Kopp Pipes — Markengeschichte von Barling (offizielle Seite des heutigen Rechteinhabers)

  3. Grace's Guide to British Industrial History — Eintrag B. Barling and Sons

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