Go West: Die amerikanische Handwerkspfeifenszene
Dieser von Erwin Van Hove signierte Zeitschriftenartikel fasst die Entstehung der handwerklichen Pfeifenmacherei in den USA für den europäischen Leser zusammen; seine Kernthese ist, dass es in der amerikanischen Pfeifenkunst keinen einheitlichen nationalen Stil gibt.
Etiketler:
abd, artisan, pipo tarihi, dergi yazısı
Güncelleme Tarihi:
26. Juli 2026
Go West ist der Titel eines Zeitschriftenartikels, der die handwerkliche (Artisan-)Pfeifenherstellung in den Vereinigten Staaten dem europäischen Leser vorstellt; es handelt sich nicht um eine Marke oder Werkstatt. Dass er in der Pfeifenliteratur wie ein eigenständiger Titel behandelt wird, rührt daher, dass der Text in Archiven unter seinem eigenen Namen aufbewahrt wird. Der Artikel trägt die Signatur Erwin Van Hove. Laut Impressum erschien er zunächst in der Juni-Ausgabe der zunächst auf Französisch erscheinenden Zeitschrift Pipe Mag, danach in der Frühjahrsausgabe 2004 der Zeitschrift Pipes and Tobaccos; diese Publikationsangabe konnte durch keine andere Quelle als das Impressum des Textes selbst bestätigt werden.
Die These vom nationalen Stil
Das Rückgrat des Artikels stützt sich auf eine einzige Frage: Lässt sich, wie man es für Dänemark, Italien oder England tut, von einem "amerikanischen Stil" sprechen? Van Hoves Antwort fällt verneinend aus; seine Begründung sucht er in Geografie und Institution. In Europa hat sich die Produktion in engen Räumen wie Saint-Claude, Pesaro oder Svendborg konzentriert, und das Wissen wurde innerhalb einer Werkstattordnung sowie, wie im Beispiel der Dänischen Schule, über Generationen hinweg durch die Meister-Schüler-Kette weitergegeben. In den USA existiert weder diese Konzentration noch eine geregelte Lehrlingsausbildung; die Schnitzer sind über das ganze Land verstreut, und der Großteil hat sich selbst ausgebildet. Van Hove nennt das Ergebnis Eklektizismus. Er behauptet nicht, dass die Weitergabe völlig fehlt: Er weist darauf hin, dass Telefon, E-Mail und jährliche Pfeifenmessen diese Lücke füllen. Die größte davon ist die 1996 gegründete Chicago International Pipe Show des Chicagoland Pipe Collectors Club.
Die Trennung von Fabrik und Werkstatt
Der Artikel interessiert sich nicht für die gesamte Pfeifenproduktion der USA. Im Land gibt es eine lange Geschichte der Fabrikfertigung: Das bekannteste Beispiel dafür ist die 1869 vom aus den Niederlanden stammenden Tischler Henry Tibbe im Städtchen Washington im Bundesstaat Missouri begonnene Produktion der Missouri-Meerschaum-Maiskolbenpfeife; auch Marken wie Kaywoodie, Medico, Dr. Grabow und Yello-Bole haben den Inlandsmarkt jahrzehntelang mit Fabrikpfeifen versorgt. Van Hoves Thema sind hingegen Pfeifen aus der Hand einzelner Meister, also die Werkstattproduktion; dass sich dieser Bereich in den USA herausbildete, geht auf das Ende der 1960er-Jahre zurück.
Erwähnte Namen
Der Text stellt zwei Namen an die Grundlage der hochwertigen amerikanischen Pfeife. Von diesen ist Ed Burak eher Designer als Schnitzer: Er entwarf Pfeifen für die Marke Wally Frank in New York, übernahm 1968 die Leitung des Connoisseur Pipe Shop in derselben Stadt und ließ seine Entwürfe von anderen Händen ausführen. Dem Artikel zufolge hatte er sich zuvor in der Werkstatt des in Österreich geborenen Meerschaummeisters Paul Fischer ausgebildet. Der zweite Name ist Mike Butera, hauptberuflich Versicherungsvertreter; berichtet wird, er sei Ende der 1970er-Jahre nach Europa gereist, um den italienischen Meister Baldo Baldi zu besuchen, habe dabei Carlo Scotti, den Inhaber der Marke Castello, kennengelernt und nach seiner Rückkehr begonnen, eigene Pfeifen zu schnitzen.
Aus der zur Entstehungszeit des Artikels aktiven Generation werden ferner genannt: der für seine sandgestrahlten Oberflächen bekannte J.T. Cooke; Mark Tinsky, der 1978 zusammen mit Curt Rollar die American Smoking Pipe Company gründete und das Geschäft nach dem Ende der Partnerschaft 1990 allein weiterführte; Lee von Erck, dem in seiner Werkstatt in Michigan die Entwicklung einer Ölhärtungsmethode nachgesagt wird; Todd Johnson, der unter dem Stempel STOA Briars firmiert und seine Oberflächen mit dem antiken Griechenland entlehnten Namen benennt; der in Rumänien geborene Rolando Negoita, dem eine Ausbildung in den bildenden Künsten zugeschrieben wird, sowie Larry Roush. Auch Trever Talbert gehört zu dieser Generation: Nach eigener offizieller Darstellung begann er Mitte der 1990er-Jahre zu schnitzen, gründete 1998 kurz nach dem Gewinn des ersten landesweiten Schnitzwettbewerbs der Zeitschrift Pipes and Tobaccos seine eigene Marke und zog 2002 mit seiner Frau an die Westküste Frankreichs, wo er sieben Jahre arbeitete. Talbert ist neben seinen Morta-Pfeifen (Mooreiche) auch für die Linien Ligne Bretagne und Talbert Briar bekannt.
Anmerkung zur Überprüfung
Die Faktenlast des Artikels ist nicht gleichmäßig verteilt. Die Gründung von Missouri Meerschaum im Jahr 1869, Buraks Übernahme des Connoisseur Pipe Shop 1968, die von Tinsky 1978 gegründete Partnerschaft und Talberts eigene Zeitangaben decken sich mit unabhängigen Aufzeichnungen. Buteras Europareise, die Fischer-Lehrzeit, von Ercks Härtungsmethode und Negoitas Ausbildung stützen sich dagegen bislang ausschließlich auf diesen Text; in PipoWiki werden sie alle mit dem Vermerk der Quellenübernahme wiedergegeben.
Künye
Tür:
Dergi yazısı / dönem değerlendirmesi
Yayım:
Pipe Mag (Fransa, haziran sayısı); Pipes and Tobaccos (2004 ilkbahar)
Konu:
ABD'de el yapımı (artisan) pipo yapımcılığı
Çeviri Katkısı:
Georgia Lee Patterson, Art Ruppelt
Kapsadığı Dönem:
1960'ların sonundan 2000'li yılların başına
Yazar:
Erwin Van Hove
İlgili Maddeler
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Damga ve İşaretler
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Kaynaklar
Pipedia — Artikel Go West
Wikipedia — Artikel Missouri Meerschaum (Gründungsjahr, Gründer und Ort)
Talbert Pipes — offizielle Website, Werkstattvorstellung und Produktlinien
American Smoking Pipe Co. — offizielle Website, Markengeschichte (Gründungsjahr und Partnerschaft)
Chicago International Pipe Show — offizielle Website (Chicagoland Pipe Collectors Club)
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