Die Stempel einer ODB 831
Wie die widersprüchliche Beschriftung am Schaft einer kleinen Dunhill der 800er-Serie unter der Annahme von drei separaten Jahrescodes und zweier Preissenkungen gelesen wird.
Etiketler:
dunhill, damga, tarihlendirme, koleksiyon
Güncelleme Tarihi:
27. Juli 2026
Die Stempel der ODB 831 sind eine Ansammlung von Zeichen am Schaft einer kleinen, unauffälligen Pfeife aus der 1950 von Dunhill eingeführten 800er-OD-Serie, die zusammengelesen nicht übereinstimmen. Am Schaft stehen nebeneinander drei separate Jahrescodes, zwei Gruppe-4-Zeichen, zwei Buchstaben "A" und ein "H" unbekannter Bedeutung. John C. Loring, der die Reihe zusammengestellt und gedeutet hat, kommt zu dem Schluss, dass diese Beschriftung nicht einen einzigen Herstellungszeitpunkt, sondern mehrere über etwa sechs Jahre verteilte einzelne Vorgänge festhält. Diese Pfeife gilt als Beispiel dafür, warum Dunhill-Stempel nicht als Ganzes, sondern schichtweise gelesen werden müssen.
Zweimal gesenkter Preis
Der Schlüssel zur Reihe ist eine von Loring zitierte Fabriknotiz vom Dezember 1952. Ihr zufolge wurde eine 1948 verfügbar gewordene Partie italienischen Bruyères bei den Formen 806 bis 832 verwendet, diese Pfeifen wurden als ODB eingepreist, ab 1953 sollten dieselben Formen als ODA gelten. Mit dieser Information kann die Gruppe "(4) A" auf dem Markenaufdruck nicht mehr als einzelner Qualitäts- oder Fertigstellungsstempel gelten. Lorings Schlussfolgerung zufolge zeigt der Buchstabe "A" die 1953 erfolgte Herabstufung der unverkauften Pfeife von ODB auf ODA an; die "(4)" zeigt, dass dieselbe Pfeife 1956 ein weiteres Mal, diesmal auf den Preis der Gruppe 4, herabgesetzt wurde. Die Deutung stützt sich auf drei Beobachtungen: Der Buchstabe ist für einen Bruyère-Fertigstellungsstempel zu groß, entspricht aber genau der Größe eines OD-Qualitätsstempels; die "6" und die "(4)" auf der anderen Schaftseite wirken eng beieinander und offenbar gleichzeitig eingeschlagen; spätere 831er wiederum kamen von Anfang an mit dem Gruppe-4-Stempel auf den Markt. Für die Lesart gibt es keine urkundliche Bestätigung; sie wird als die einzige bislang vorgeschlagene, in sich stimmige Erklärung für die Stempelreihe angeführt. Zu den Preisstufen der Serie siehe den Artikel Frühe Dunhill-OD-Pfeifen.
1950 oder 1953
Das umstrittenste Element der Reihe ist der älteste Jahrescode; das am Schaft gelesene Zeichen wurde zunächst als "3" gedeutet, was die Pfeife auf 1953 datiert hätte. Dass die 800er-Serie 1950 begann, schließt ein solches Datum nicht aus, doch drei weitere Zeichen sprechen dagegen. Es gilt als gesichert, dass die Marke bis 1954 die Patentnummer auf den Schaft schlug und diese Praxis ab 1955 aufgab; bei der fraglichen Pfeife fehlt die Patentnummer jedoch. Die Zeile LONDON unter dem Schriftzug DUNHILL wurde etwa 1951/52 aus dem Gebrauch genommen, steht hier aber unverändert an ihrem Platz. Zudem befindet sich die im Aufbau von 1953 unmittelbar unter dem OD-Stempel erwartete Formnummer nicht auf derselben Seite wie der Markenschriftzug, sondern auf der anderen Schaftseite. Liest man den Code nicht als "3", sondern als "50", entfallen diese drei Widersprüche zugleich, und die Pfeife lässt sich dem ersten Jahr der Serie zuordnen. Die Möglichkeit einer Fälschung wurde bei der Untersuchung des Stücks ausgeschlossen: Das Mundstück eingeschlossen entsprechen die Fertigungsmerkmale der Marke, die Stempel sind einzeln korrekt geschlagen, und die Schrift ist, anders als bei den scharfkantig gebliebenen Stempeln gefälschter Exemplare, deutlich abgenutzt.
Offene Fragen
Warum die Patentnummer fehlt, ist bis heute nicht erklärt. Es gilt als gesichert, dass die Marke in den 1910er und 1920er Jahren bei Pfeifen ohne Innenrohr keinen Patentstempel anbrachte und ab Ende der 1920er Jahre unabhängig vom Innenrohr stempelte. Bei der besprochenen Pfeife ist keine Spur eines Innenrohrs zu erkennen, doch das Baujahr fügt sich nicht in diese Ausnahme. In einer später hinzugefügten Anmerkung schreibt Loring, dass auch bei einer auf 1949 datierten LC die Patentnummer fehle und bei LCs kein Innenrohr eingebaut werde. Die Bedeutung des "H"-Stempels bleibt unbekannt. Zur allgemeinen Methode der Jahresbestimmung anhand der Stempel siehe den Artikel Dunhill-Patentstempel und Datierung.
Künye
Marka ve Şekil:
Dunhill, 831 (800'lü OD serisi)
Derleyen:
John C. Loring
Çözülemeyen Ayrıntılar:
Patent numarasının bulunmayışı ve 'H' damgası
Konu:
Tek bir Dunhill piposunun damga çözümlemesi
Sap Yazısındaki Öğeler:
DUNHILL / LONDON, ODB, üç yıl kodu, iki grup 4 damgası, iki 'A', bir 'H'
Önerilen Yapım Yılı:
1950
İlgili Maddeler
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Damga ve İşaretler
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Kaynaklar
Pipedia — Artikel Deciphering an ODB 831 (mit Genehmigung veröffentlichter Text von John C. Loring)
Pipedia — Artikel The Early Dunhill OD
Pipedia — Artikel Pipedia Dunhill Dating Guide
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