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Bo Nordh

Der zeitlebens an den Rollstuhl gebundene schwedische Meister Bo Nordh (1941-2006), der jährlich nur ein paar Dutzend Pfeifen lieferte und zu den akribischsten Namen der skandinavischen handgefertigten Pfeifenmacherei zählt.

Etiketler:

isveç, el yapımı pipo, usta pipocular, iskandinav okulu

Güncelleme Tarihi:

2. August 2026

Nordh ist die Marke der handgefertigten Pfeifen, die der schwedische Meister Bo Nordh (1941-2006) mit seinem eigenen Namen stempelte. Nordh, in dessen Heimatland es keine Fabriktradition gab, fertigte an seiner Einzelwerkbank jährlich nur wenige Dutzend Pfeifen; die von ihm entwickelten Formen wurden dennoch zum gemeinsamen Formenschatz der skandinavischen handgefertigten Pfeifenmacherei. Sein Name gilt heute als der erstgenannte, wenn von Pfeifenherstellung in Schweden die Rede ist.

Vom Unfall an die Werkbank

Nordhs Weg zur Pfeifenmacherei war keine geplante Berufswahl, sondern das Ergebnis einer Notwendigkeit. Ein Motorradunfall in seiner Jugend fesselte ihn für den Rest seines Lebens an den Rollstuhl und zwang ihn, den bis dahin ausgeübten Beruf aufzugeben; Aufzeichnungen zufolge geschah der Unfall 1959 im Alter von achtzehn Jahren. Danach absolvierte er eine Ausbildung im Maschinenbau, fand aber aufgrund seiner Situation keine Anstellung. Anfang der 1970er Jahre erhielt er auf Anregung seiner Frau Birgit beim Tabakhändler Pip-Larsson in Malmö vorgebohrte Briar-Blöcke, wie sie an Amateure verkauft wurden.

Die ersten Blöcke waren allesamt Ausschuss; der Versuch, jeden Fehler wegzuschleifen, ließ am Ende kein Holz mehr übrig, aus dem sich eine Pfeife formen ließ. Die Schlussfolgerung, die Nordh aus diesen Versuchen zog, bestimmte die Methode der folgenden dreißig Jahre: Einen fehlerfreien Block gibt es nicht, also muss die Form um den Fehler herum konzipiert werden. Als der Ladenbesitzer Olle Jonsson die Arbeiten sah, schlug er ihm vor, sich einen eigenen Stempel anfertigen zu lassen, und stellte die Pfeifen ins Schaufenster; die erste Charge fand rasch Käufer.

Die Ivarsson-Linie

Auf Jonssons Vermittlung lernte Nordh in Kopenhagen Sixten Ivarsson kennen. Diese Begegnung gilt als Wendepunkt für die Marke: Ivarsson vermittelte Nordh die Maß- und Innengeometriedetails, die eine schön aussehende Pfeife von einer guten Raucherpfeife unterscheiden, und zeigte ihm auch, wo gutes Rohmaterial zu finden war. Da Ivarssons Werkbank direkt neben der belebten Einkaufsstraße Kopenhagens lag, sahen die dort vorbeikommenden ausländischen Sammler auch Nordhs Arbeiten; Berichten zufolge war es ein erstes Zeichen dafür, dass sich daraus ein Broterwerb machen ließ, als ein japanischer Käufer sämtliche vorrätigen Pfeifen kaufte und anschließend weitere anforderte. Nordh richtete seine eigene Werkstatt in Landskrona ein und passte die Maschinen mit seinem technischen Wissen an seine eigene Arbeitsweise an; in späteren Jahren zog er auf einen Bauernhof außerhalb der Stadt.

Material und Methode

Die Jahresproduktion überstieg nie fünfzig Pfeifen und sank in seinen späteren Jahren auf bis zu dreißig. Diese geringe Zahl lag nicht an mangelnder Nachfrage, sondern am eigenen Anspruch des Meisters; ein Stück, das ihm nicht gefiel, gab er nicht aus der Hand. Die Blöcke mahlte er zunächst grob an, ließ sie an einem kühlen Ort langsam ihre Feuchtigkeit abgeben, mahlte sie dann feiner nach und sortierte sie. Bevor ein Block an die Werkbank kam, ruhte er mindestens fünf Jahre; manche warteten fünfzehn, zwanzig Jahre. Die Begründung war technisch: nicht ausreichend getrocknetes Holz zieht sich nach Fertigstellung der Pfeife noch zusammen, wodurch sich Passungen lockern.

Eine ungewöhnliche Angewohnheit von ihm war, die Pfeife erst vollständig zu formen und zu polieren und sie erst danach zu bohren; so konnte er den Entwurf bis zuletzt verändern. Beim Korpus war Briar der Standard, beim Mundstück Ebonit. Horn, Buchsbaum und Bambusstiel waren die begrenzten Ausnahmen zu diesem Paar; Acryl und ähnliche moderne Mundstückmaterialien verwendete er nie. Sandgestrahlte Exemplare sind selten und stets schwarz ausgeführt.

Formenschatz

Was Nordh über einen bloß guten Handwerker hinaushob, war, dass er nach ihm benannte eigene Formen entwickelte. Am bekanntesten ist Ramses mit seinem an ein Ei erinnernden Kopf; den Namen gab ihr Berichten zufolge ein deutscher Kunde, der die Pfeife mit den Ramses-II.-Statuen von Abu Simbel verglich. Elephant's Foot mit seinen die Vogelaugenmaserung betonenden Flächen, Nautilus, das an eine gewundene Muschelschale erinnert, Ballerina, die an einen auf Zehenspitzen stehenden Ballettfuß denken lässt, Sphinx mit gewölbter Vorderwand, Oliphant als Neuinterpretation von Ivarssons Horn-Form sowie Bo's Pot, ein an der Taille eingezogener Pot, sind die übrigen Teile dieses Formenschatzes. Bo Nordh verstarb am 12. Juli 2006 im Alter von fünfundsechzig Jahren; er war eines der Gründungsmitglieder des Schwedischen Pfeifenklubs.

Künye

İmza Ürünleri:

Ramses, Nautilus, Elephant's Foot, Bo's Pot gibi özgün biçimler

Kuruluş:

1970'lerin başı (ilk pipolar)

Bugünkü Durumu:

Ustanın 2006'daki ölümüyle üretim sona erdi

Ülke:

İsveç

Kurucu:

Bo Nordh (1941-2006)

Merkez:

Landskrona ve çevresi, Skåne

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  1. Pipedia — Artikel Nordh

  2. Smokingpipes — Bo Nordh: Swedish Pipe Making Master

  3. Svenska Pipklubben (Schwedischer Pfeifenklub) — Seite zu Bo Nordh

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