Dänische Schule
Eine in Kopenhagen während des Zweiten Weltkriegs entstandene Strömung, die das funktionalistische Gestaltungsdenken auf die handgefertigte Pfeife übertrug und die Pfeifenherstellung weltweit tiefgreifend beeinflusste.
Etiketler:
danimarka, pipo yapımı, tasarım, tarih
Güncelleme Tarihi:
13. Juli 2026
Die Dänische Schule ist eine Design- und Handwerksbewegung, die Mitte des 20. Jahrhunderts in Kopenhagen entstand und den Werdegang der handgefertigten Pfeife weltweit veränderte. Die Schule übertrug das in der dänischen Architektur und Möbelgestaltung der 1930er und 40er Jahre vorherrschende funktionalistische (funktionalisme) Denken auf die Pfeife; sie ist bekannt für ihre von Schmuck befreiten Linien, ihre Sorgfalt, die die Mechanik des Rauchens über die Ästhetik stellt, und ihre über Generationen weitergegebene Meister-Schüler-Tradition. Ein bedeutender Teil der unabhängigen Pfeifenmeister weltweit gilt heute, direkt oder mittelbar, als Erbe dieser Schule.
Entstehung: Die Kopenhagener Werkstätten
Als Gründerfigur der Bewegung gilt Sixten Ivarsson, der während der Jahre des Zweiten Weltkriegs in der Kopenhagener Pfeifenreparaturwerkstatt Suhr's (Suhr's Pibereparation) zu arbeiten begann. Aus der zunächst nur reparierenden Tätigkeit entwickelte sich mit der Zeit ein gestalterischer Zugang; in Ivarssons Händen wurde die Pfeife nach dem in der dänischen Gestaltung jener Zeit vorherrschenden Grundsatz „die Form folgt der Funktion" neu gedacht.
Nach Ivarsson übernahm Poul Rasmussen die Werkstattleitung; Rasmussen gründete später seine eigene Werkstatt und starb 1967. Aus dieser für ihre fein gezeichneten klassischen Formen und die als „Labormalerei" bekannte Färbetechnik bekannten Werkstatt gingen Namen wie Emil Chonowitsch, Björn Bengtsson und Tom Eltang hervor; nach Rasmussens Tod führte seine Frau Anne Julie die Werkstatt fort. Auch das traditionsreiche Kopenhagener Pfeifen- und Tabakgeschäft W.Ø. Larsen eröffnete Anfang der 1960er Jahre seine eigene Werkstatt; dort arbeiteten Else Larsen, die als erste dänische Pfeifenmacherin gilt, sowie Poul Ilsted und Hans „Former" Nielsen. Diese Werkstatt schloss Mitte der 1970er Jahre.
Gestaltungsverständnis
Das technische Erbe der Schule lässt sich in wenigen Grundsätzen zusammenfassen:
Der Rauchweg kommt zuerst: Der Luftkanal, der vom Kopf zum Mundstück führt, steht im Zentrum der Gestaltung; die Bohrarbeit wird vor ästhetische Erwägungen gestellt.
Handgeschnittenes Mundstück (Stem): Statt eines vorgefertigten Mundstücks steht ein für jede Pfeife einzeln geformtes Mundstück im Mittelpunkt.
Der Maserung folgen: Nicht klassische Formen, sondern das Maserbild des Bruyèreholzes (briar) bestimmt die Form; die eigene Struktur des Holzes ist der Ausgangspunkt der Gestaltung.
Das Ergebnis dieses über symmetrische Formen hinausgehenden Ansatzes war die freihändig geschnitzte Freehand-Pfeife. Der auffälligere zweite Zweig dieses Stils, der „fancy freehand", wurde in den 1960er und 70er Jahren durch Preben Holm und Karl Erik besonders in den Vereinigten Staaten von Amerika populär.
Verbreitung und Erbe
Sixten Ivarsson entwarf ab Anfang der 1950er Jahre Modelle für die Fabrik Stanwell; die handwerkliche Ästhetik verbreitete sich so auf dem Weg der Serienproduktion in aller Welt, und der Begriff „Danish Design" wurde in der Pfeifenwelt zu einem Gütesiegel. In den 1960er Jahren erlebte der dänische Pfeifenexport, besonders auf dem amerikanischen Markt, einen großen Aufschwung. Ab Mitte der 1970er Jahre schlossen die großen Werkstätten nach und nach, und das Feld blieb allein arbeitenden, unabhängigen Meistern überlassen; der Rahmen der heutigen Unterscheidung zwischen handgefertigter (Artisan-) Pfeife und Fabrikpfeife nahm größtenteils in dieser Zeit Gestalt an.
Eines der Merkmale, die die Schule weltweit einzigartig machen, ist die über drei Generationen reichende Meister-Schüler-Kette. Zu Sixten Ivarssons Schülern zählen sein Sohn Lars Ivarsson, der schwedische Meister Bo Nordh, Jess Chonowitsch, Jørn Micke und der japanische Meister Hiroyuki Tokutomi; die Kette reicht über Nanna Ivarsson bis in die dritte Generation und die heutige globale Artisan-Generation. Die Offenheitskultur, die in Ivarssons Satz „ein schlechter Lehrer ist einer, der seinem Schüler nicht erlaubt, ihn zu übertreffen" zusammengefasst wird, gilt als der Hauptgrund für diese weite Verbreitung. Den klassisch-eleganten Zweig der Tradition trugen die 1968 in Kopenhagen gegründete Marke S. Bang und die Werkstatt von Tom Eltang bis in die 2000er Jahre.
Künye
Tür:
Pipo yapım ekolü
Merkez:
Kopenhag, Danimarka
Önemli Atölyeler:
Suhr's, Poul Rasmussen, W.Ø. Larsen, S. Bang
Dönem:
1940'lar – günümüz
Kurucu Figür:
Sixten Ivarsson
Karakteristik:
İşlevselcilik, damar takibi, el kesimi ağızlık
İlgili Maddeler
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Damga ve İşaretler
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Kaynaklar
Scandpipes — A Pipe History (Abschnitt zur dänischen Pfeifengeschichte)
Smokingpipes.com Blog — The History of Pipe Design: Denmark
Pipedia — Artikel Danish Design
Smokingpipes.com Blog — Breaking Tradition with Whimsical Designs: Danish Fancy Freehand Pipes
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