Design by FRANZ
Die Marke der Werkstatt, die der Schweizer Architekt Franz von Matt 1998 im Kanton Aargau gründete und die für ihre designorientierten Pfeifen bekannt ist. Die Produktion endete im Sommer 2007.
Etiketler:
pipo markası, isviçre, el yapımı, artisan
Güncelleme Tarihi:
26. Juli 2026
Design by FRANZ ist die Marke der Pfeifenwerkstatt, die der Schweizer Architekt Franz von Matt 1998 gründete. Während der etwa zehn Jahre andauernden Produktion war die Marke dafür bekannt, die Form der Pfeife als Designfrage zu behandeln, statt eingefahrene Muster zu wiederholen; von Matts Name wird mit jener kurzen Phase in Verbindung gebracht, in der das Pfeifenhandwerk in der Schweiz vorübergehend Sichtbarkeit erlangte.
Der zweite Beruf eines Architekten
Der in Zürich aufgewachsene von Matt arbeitete als HTL-diplomierter Architekt freiberuflich. Dieser auf Maß und Toleranz gegründete Beruf legte später auch den Grund für seine Arbeit an der Werkbank; das Instandsetzen historischer Uhren mit Metall- und Holzzahnrädern in seiner Freizeit hatte seine Hand zudem an feine Arbeit gewöhnt. Der langjährige Pfeifenraucher von Matt machte 1998 aus seinem Hobby seinen Hauptberuf. Er richtete seine Werkstatt im Dorf Teufenthal im Kanton Aargau ein, in einem alten Haus am Fuß der mittelalterlichen Burg Trostburg; die Werkstatt firmiert in den Aufzeichnungen unter dem Namen Pipe-Factory 22, die Erzeugnisse wurden mit dem Etikett Design by FRANZ signiert. Ebenfalls den Aufzeichnungen zufolge gab es zu jener Zeit in der Schweiz nur vier Pfeifenmacher, und von Matt war der Einzige, der dies hauptberuflich betrieb.
Bruyère-Auswahl und Klassifizierung
Die Werkstatt gab an, ausschließlich einzeln ausgewähltes Plateau-Bruyère aus der Toskana und Korsika zu verwenden. Der Tabakkopf wurde ohne jede Farbe oder Füllung belassen und nur mit feinem Schleifpapier nachbearbeitet. Nach eigener Darstellung der Werkstatt blieben nach dem Aussortieren von Rissen, Fremdkörpern und Maserfehlern nur etwa 60 % der bearbeiteten Klötze verwendbar. Das verbleibende Material wurde nach einer fünfstufigen Skala sortiert: An der Spitze stand AAA, das aus geraden, gut gemaserten und fleckenfreien Klötzen gewonnen wurde und nach Angaben höchstens ein Prozent der Gesamtmenge ausmachte; AA2 und AA1 ließen zunehmend deutlichere Fehler zu, AAL wurde nach mehrschichtiger Färbung glänzend poliert, AAS erhielt eine matte, sandgestrahlte Oberfläche.
Vögel und Formexperimente
Das erste Produkt, das den Namen der Marke bekannt machte, war der Timeless mit kugelförmigem Kopf und ungewöhnlicher Farbgebung; er gilt als zeitgenössische Interpretation der traditionellen Appenzeller Pfeife (Lindauerli) mit Metalldeckel. Die meisten späteren Entwürfe vereinten sich im Vogelthema. Der 2000 erschienene Coq de Bruyère war eine Anspielung auf eine in der Schweiz seltener werdende Auerhuhnart (Tetrao urogallus); ein langes, den Eindruck eines Schwanzes vermittelndes Mundstück ergänzte den geschwungenen Kopf. Der im selben Jahr vorgestellte Bluebird und der 2002 datierte Pelican setzten diese Linie fort. Am meisten Aufsehen erregte die Serie Schräge Vögel / Odd Birds, deren deutscher Name im Doppelsinn sowohl „seltsame Vögel“ als auch „seltsame Typen“ meint; diese kurzköpfigen, skulpturalen Pfeifen sollen den Aufzeichnungen zufolge 2001 den Preis des Form Forum Schweiz gewonnen haben. Bei Formen ohne Vogelnamen wie Willy (2002) sowie Gina und George (2003) wurden dagegen klassische Modelle in gemäßigtem Maß weiterentwickelt. In den zeitgenössischen Raucherdebatten wird berichtet, dass von Matt mit etwa sieben Grundformen arbeitete, die er variierte, und sich damit methodisch nicht von anderen Freihand-Meistern unterschied, sich jedoch durch seine von Orange bis Anthrazit reichenden Kontrastfärbungen abhob.
Die Schließung der Werkbank
von Matt nahm regelmäßig an Pfeifenmessen und Kunsthandwerksveranstaltungen teil und öffnete an bestimmten Tagen seine Werkstatt für Besucher; er war dafür bekannt, seine Kollegen nicht als Konkurrenten, sondern als eine sich gegenseitig bereichernde Gemeinschaft zu betrachten. Den Aufzeichnungen zufolge gab er ab 2000 auch Pfeifenbaukurse im Zentrum Ballenberg im Kanton Bern. Anfang 2005 schloss er die Werkstatt in Teufenthal und zog nach Zofingen, wo er eine neue Werkstatt einrichtete und zugleich teilzeitlich zur Architektur zurückkehrte. Als er im Frühjahr 2006 die Leitung der Abteilung für Planung und Bauaufsicht der Gemeinde Gränichen übernahm, rückte die Werkbank in den Hintergrund; er veräußerte den Großteil seiner Maschinen, fertigte noch einige Pfeifen und gab die Pfeifenherstellung im Sommer 2007 vollständig auf. Design by FRANZ blieb damit eine kurze, aber deutliche Spur in der Geschichte der Artisan-Pfeife.
Künye
Kuruluş:
1998, Teufenthal (Aargau)
Bugünkü Durumu:
Kapalı (üretim 2007'de bitti)
Ülke:
İsviçre
Kurucu:
Franz von Matt (mimar)
Atölye:
Teufenthal; 2005'ten sonra Zofingen
İmza Serileri:
Timeless, Coq de Bruyère, Odd Birds
İlgili Maddeler
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Damga ve İşaretler
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Kaynaklar
Pipedia — Artikel Design by FRANZ
Wynentaler Blatt, Juli 2020 — Porträt über den in der Gemeinde Gränichen tätigen Architekten Franz von Matt
Newsgroup de.alt.fan.tabak, Diskussion über Franz von Matt aus dem Jahr 2002
Domainregistrierung franz-pipes.ch — Inhaber „Pfeifen-Werkstatt Franz von Matt“
NZZ Folio, August 2000 — Porträtartikel «Franz»
SRF — Bericht über die Appenzeller Pfeife (Lindauerli) und ihre letzten Hersteller
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