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Dunhill Curiosities: Wenig bekannte Aufzeichnungen der Marke

Aufzeichnungen außerhalb der Haupterzählung der Dunhill-Geschichte: Patente für Tabakpatronen und die Vernon-Verbindung, werkseitig montierte Silberringe, eine an Deutschland vergebene Tabaklizenz und die Auflösung der Sammlung des Gründers.

Etiketler:

pipo markası, dunhill, patent, arşiv

Güncelleme Tarihi:

26. Juli 2026

Dunhill Curiosities ist der Titel, unter dem mehrere Aufzeichnungen gesammelt sind, die nicht in die bekannte Geschichte der Marke Alfred Dunhill passen. Er bringt voneinander unabhängige Details zusammen: Patentakten, Werkstattpraxis, eine im Ausland erteilte Produktionslizenz und das Schicksal der privaten Sammlung des Gründers. Die Haupterzählung der Marke findet sich im Artikel Dunhill (White Spot); die hier versammelten Punkte lassen sich als Randnotizen dieser Geschichte verstehen.

Patronenfüllung und Vernon-Verbindung

Eine der auf Alfred Dunhill eingetragenen Erfindungen ist eine vorgefertigte Tabakpatrone, die das Stopfen der Pfeife beschleunigen sollte. Die Anmeldung in den Vereinigten Staaten erfolgte am 19. September 1921; die Urkunde Nr. 1.490.808 mit dem Titel „Means for Charging Smoking Pipes" wurde am 15. April 1924 ausgestellt. Die Idee war einfach: zylindrisch gepresster Tabak wurde in eine leicht aufreißbare Papierhülle oder ähnliche Verpackung gefasst; zog man an einem daran befestigten Band, öffnete sich die Verpackung, und die Tabakmasse setzte sich direkt in die Pfeifenkammer. Die Patronen wurden im Tabakabschnitt des firmeneigenen Katalogs „About Smoke" beworben.

Die zweite Akte ist auf Vernon Dunhill eingetragen und betrifft die federnde Steckverbindung (Spigot), die das Mundstück mit dem Schaft verbindet. Eine längs geschlitzte Metallzunge stützt sich gegen den gegenüberliegenden Ring und hält das Mundstück in Position; beim Ziehen löst sie sich, beim Andrücken greift sie erneut. Bekannt sind zwei Ausführungen der Mechanik, von denen die eine am Schaft, die andere am Mundstück montiert wird; überliefert ist, dass beide von Anfang der 1930er Jahre bis Mitte 1936 verwendet wurden. In der Pfeifenliteratur wird angegeben, dass im April 1931 in England ein vorläufiger Schutz erlangt wurde und das Patent Ende desselben Jahres unter der Nummer 363582 endgültig erteilt wurde; dies konnte anhand des offiziellen Registereintrags nicht bestätigt werden. Das amerikanische Gegenstück wurde 1932 unter der Nummer 1.861.910 erteilt. Zur Rolle der Stempel dieser Zeit bei der Datierung siehe den Artikel Dunhill Patentstempel und Datierung.

Silberringe und Werksreparaturen

Die Ringmontage wurde in der Fabrik in einer eigenen Abteilung mit einem kleinen, wenige Personen umfassenden Team durchgeführt. Verwendet wurde Silber mit 925er Feingehalt, Gold in 9, 14 und 18 Karat; auf den originalen Ringen findet sich mindestens der in einen rautenförmigen Rahmen gefasste Stempel „AD" zusammen mit der Feingehaltsmarke. Da Silberteile unterhalb eines bestimmten Gewichts nach britischem Recht von der Pflicht zur vollständigen Feingehaltsstempelung ausgenommen waren, ist es bei manchen Ringen zu erwarten, dass der Stempelsatz unvollständig ist. Einer der langjährigen Namen der Abteilung, Leslie „Les" John Wood, trat 1963 in die Firma ein und stieg im Lauf der Zeit zum Meister der Silberarbeit auf; sein Austrittsdatum wird in den Quellen zwischen Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre angegeben. Wood gründete später mit seiner Frau Dolly eine eigene Marke und führte die Ringherstellung, als sie ausgelagert wurde, eine Zeit lang in seiner eigenen Werkstatt fort. Unter den ehemaligen Dunhill-Mitarbeitern, die sich selbstständig machten, werden auch die Gründer der Marken Sasieni und Ashton genannt.

Bei Reparaturen verwendete die Firma einen Stempel, der belegte, dass der Vorgang in der Fabrik durchgeführt worden war. Bei strukturellen Eingriffen wie dem Austausch eines gebrochenen Mundstücks oder der Reparatur eines rissigen Schaftes wurden die originalen Stempel der Pfeife neu bearbeitet, ohne dass ein zusätzlicher, den Vorgang eigens dokumentierender Servicestempel aufgebracht wurde.

Die an Deutschland vergebene Tabaklizenz

Überliefert ist, dass die 1926 begonnenen Verhandlungen 1938 in einem Lizenzvertrag mündeten und einige Dunhill-Mischungen fortan bei der Hamburger Firma Joh. Wilh. von Eicken hergestellt wurden; auf dem Boden dieser Dosen findet sich der Vermerk „Hergestellt in Deutschland". Die Vor-Ort-Produktion soll dem Zweck gedient haben, die Einfuhrzollbelastung zu umgehen. Der eigenen Firmengeschichte zufolge zerstörte 1943 der alliierte Bombenangriff zunächst die Fabrik in Mülheim und vier Wochen später das Verwaltungsgebäude in Hamburg; von Eicken erhielt die Erlaubnis zur Tabakproduktion erst 1948 zurück. Wann die Herstellung von Dunhill-Mischungen in Deutschland vollständig endete, ist unklar: Eine Darstellung besagt, die Produktion sei mit dem Bombenangriff von 1943 beendet worden, eine andere, sie habe bis vor 1976 fortbestanden. Einzelheiten finden sich im Artikel In Deutschland hergestellte Vintage-Dunhill-Tabake.

Die Sammlung des Gründers

Die antiken Pfeifen, Tabakdosen und Tabakbücher, die Alfred Dunhill über die Jahre gesammelt hatte, kamen am 12. Mai 2004 bei Christie's South Kensington zur Versteigerung. Unter den hundertzwanzig Losen befanden sich eine Meerschaumpfeife von 1880, ein Paar Delfter Tabakdosen vom Ende des 18. Jahrhunderts sowie ein Tabakbücherkatalog aus dem Jahr 1874; das Firmenarchiv behielt einige Stücke vom Verkauf zurück. Zum Interesse des Gründers an Tabak- und Pfeifenliteratur siehe den Artikel Alfred Dunhills The Pipe Book (1924).

Künye

Konu:

Dunhill tarihinden derlenen az bilinen kayıtlar

Ülke:

Büyük Britanya (Londra)

Kapsam:

Patentler, gümüş işçiliği, lisanslı tütün üretimi, müzayede

İlgili Marka:

Alfred Dunhill / The White Spot

Öne Çıkan Tarihler:

1924 kartuş patenti, 1931 Vernon bağlantısı, 2004 müzayedesi

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Kaynaklar

  1. Pipedia — Artikel Dunhill Curiosities

  2. Google Patents — US 1.490.808, Alfred Dunhill, 'Means for Charging Smoking Pipes'

  3. Google Patents — US 1.861.910, Vernon Dunhill, Pfeifenmundstückverbindung

  4. Joh. von Eicken GmbH — offizielle Firmengeschichte

  5. Dutch Pipe Smoker — in Deutschland hergestellter Vintage-Dunhill-Tabak

  6. MBSD Pipes — Interview mit Les Wood (von Dunhill zu Ferndown)

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