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Eyland

Ein kleines Familienunternehmen, das Ernst und Elisabeth Lanius 1963 in der niederrheinischen Stadt Rees gründeten; sieben Jahre lang stellte es sorgfältig gefertigte Bruyèremodelle her und endete Anfang 1970 durch einen Brand.

Etiketler:

pipo markası, almanya, rees, aile işletmesi

Güncelleme Tarihi:

26. Juli 2026

Eyland ist eine kleine Familienmarke, die in den 1960er Jahren in der Stadt Rees in der niederrheinischen Region Deutschlands Pfeifen herstellte. Da sie nur rund sieben Jahre bestehen konnte, ist sie außerhalb des Landes kaum bekannt; dennoch wird sie in der lokalen Pfeifengeschichte erinnert, weil sie zeigt, wie sich eine kleine Werkstatt direkt neben einer großen Fabrik ihren Platz schaffen und wie leicht sie ihn wieder verlieren konnte.

Das Ehepaar hinter der Werkstatt

Hinter dem Unternehmen standen Ernst und Elisabeth Lanius; beide kamen von außerhalb zur Pfeifenherstellung. Ernst Lanius wurde in Oberwesel geboren und arbeitete als Handelsvertreter bei der Firma Dobbelmann; seine Frau Elisabeth war in der Buchhaltung desselben Unternehmens tätig und war die Tochter von Heinrich Nienhaus, dem ersten Bürgermeister von Rees nach dem Krieg. Die überlieferten Geburtsjahre sind 1932 für Ernst und 1924 für Elisabeth; diese Angabe stützt sich auf eine einzige Quelle. Das Paar gründete sein eigenes Unternehmen unter dem Namen "E. Lanius Rees/Rhein", und in den amtlichen Registern wurde als Tätigkeitsbereich der Großhandel mit Tabakwaren eingetragen. Es wird angegeben, dass die Markenanmeldung am 12. Juni 1963 erfolgte; dieses Datum konnte jedoch nicht durch eine unabhängige Registrierungsurkunde bestätigt werden.

Die Namenswahl verfolgte zugleich zwei Ziele. "Eyland" verband das Unternehmen über den Namen "Reeser Eyland", der der Insel im Rhein gegeben wurde, mit der Stadt; die Aufschrift "Made by Eyland" auf der Verpackung erweckte beim Lesen zugleich den Eindruck von "Made in England". Letzteres war eine wirkungsvolle Assoziation, denn in jenen Jahren genoss britisch gefertigtes Pfeifenwerk auf dem deutschen Markt hohes Ansehen. Auch die den Sternzeichen der Gründer entnommenen Figuren Stier und Steinbock wurden als Firmenemblem verwendet.

Fertigung in kleinem Maßstab

Der Ruf von Rees in der Pfeifenherstellung geht im Wesentlichen auf die in derselben Stadt in Serie produzierende Fabrik Oldenkott zurück. Lanius entschied sich nicht dafür, diesem Maßstab entgegenzutreten, sondern die von ihm freigelassene Nische zu besetzen: wenige, aber sorgfältig gearbeitete Modelle. In der Werkstatt kamen selbst entwickelte Maschinen zum Einsatz, und die Formen wurden nicht von außen bezogen, sondern im eigenen Haus entworfen. Diese Arbeitsweise entspricht dem Zwischenbereich zwischen Fabrikpfeife und Werkstattpfeife; als Material diente, wie bei den deutschen Herstellern jener Zeit üblich, Bruyèreholz (briar).

Den Vertrieb übernahm Elisabeth Lanius, und die Auslieferung beschränkte sich nicht nur auf das Inland. Berichten zufolge nahmen auch große Kaufhausketten wie Kaufhof Eyland-Pfeifen in ihr Sortiment auf; sollte dies zutreffen, bedeutete das eine Sichtbarkeit, die vielen Werkstätten ähnlicher Größenordnung nicht erreichbar war. Dass die Werkstatt am Reeser Ortsteil Scholtenmühle arbeitete, ist aus der Publikation des örtlichen Geschichtsvereins bekannt.

Der Brand vom 8. Januar 1970

Das Ende kam in einer einzigen Nacht. In der Nacht zum 8. Januar 1970 brach in der Werkstatt ein Feuer aus, das sich rasch ausbreitete; vereiste Straßen, eingefrorene Hydranten und ein starker Südostwind erschwerten die Löscharbeiten. Den Aufzeichnungen zufolge belief sich der Schaden auf rund 120.000 Mark — eine Last, die ein wenige Personen umfassendes Familienunternehmen nicht schultern konnte. Die Produktion nahm nie wieder ihren Betrieb auf, und die Marke geriet in Vergessenheit.

Eyland-Pfeifen sind heute nur noch in alten Sammlungen und lokalen Geschichtsveröffentlichungen zu sehen. Auch wenn die Marke in der deutschen Pfeifengeschichte keine große Spur hinterlassen hat, gilt sie als konkretes Beispiel dafür, unter welchen Umständen kleine Werkstätten in der Nachkriegszeit entstehen und durch welchen Zufall sie wieder untergehen konnten.

Künye

Kurucular:

Ernst Lanius ve Elisabeth Lanius

Kuruluş:

1963, Rees (Aşağı Ren)

Bugünkü Durumu:

1970'teki yangının ardından üretim durdu; marka yaşamıyor

Ülke:

Almanya

Öne Çıkanı:

Kendi geliştirdiği tezgâhlarla küçük sayıda, seçkin briyar modeller

Amblem:

Boğa ve oğlak burcu figürleri

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Kaynaklar

  1. Pipedia — Artikel Eyland

  2. Reeser Geschichtsverein RESSA 1987 e. V. — Jahresschrift, Artikel von Michael Scholten zur Eyland-Pfeifenwerkstatt an der Scholtenmühle

  3. Wikipedia (Deutsch) — Artikel Oldenkott (Unternehmen) (zur Rolle von Rees in der Pfeifenherstellung)

  4. RP Online — Artikel 'Die Geschichte einer kleinen Pfeifenfabrik'

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