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Fassi (Angelo Fassi)

Die Einzelwerkstatt des aus der Zahnmedizin kommenden italienischen Pfeifenmachers Angelo Fassi in Appiano Gentile. Bekannt für hybride Interpretationen klassischer Formen und die Vorliebe für tiefe Sandstrahlung.

Etiketler:

pipo markası, italya, el yapımı, artisan

Güncelleme Tarihi:

27. Juli 2026

Fassi ist der Markenname der Pfeifen, die der italienische Pfeifenmacher Angelo Fassi (geb. 1958) in seiner Einzelwerkstatt in der zur Provinz Como gehörenden Ortschaft Appiano Gentile herstellt. Fassis eigentlicher Beruf ist der eines Arztes; nach dem Medizinstudium spezialisierte er sich auf Zahnmedizin und verbrachte den Großteil seines Berufslebens im Bereich der Endodontie (Wurzelkanalbehandlung). Er trat kurz vor seinem fünfzigsten Geburtstag an die Werkbank: Seit 2010 stellt er Pfeifen her und produziert angeblich etwa fünfzig Stück im Jahr.

Von der Medizin an die Werkbank

Seine Beziehung zur Pfeife reicht viel weiter zurück. Im Alter von vierzehn Jahren, so wird erzählt, blieb ihm die Savinelli-Pfeife, die sein Vater in der Hoffnung gekauft hatte, das Rauchen aufzugeben — was jedoch nicht die erwartete Wirkung zeigte. In den Jahren, in denen er in Monza lebte, nährten regelmäßige Besuche bei einem der heute geschlossenen Tabakläden der Stadt sein Interesse. Mit sechzehn hatte er zudem Gelegenheit, die Werkstatt von Caminetto in Cucciago zu besichtigen, als die Produktion unter der Leitung von Giuseppe „Peppino“ Ascorti und Luigi Radice stand.

Bis sich dieses Interesse in ein Handwerk verwandelte, mussten Jahrzehnte vergehen. Den Wendepunkt bildete die Teilnahme an einem 2008 vom deutschen Pfeifenmacher Bertram Safferling veranstalteten Pfeifenbaukurs. Nach dem Kurs hielt er den Kontakt zu Safferling aufrecht; er baute seine eigene Werkstatt auf, indem er die Maschinen eines örtlichen Pfeifenmachers übernahm, der gerade seine Werkbank aufgegeben hatte.

Formauffassung und Fertigung

Fassi denkt seine Produktion in zwei Richtungen. Im ersten Zweig stehen die etablierten Formen der englischen und französischen Formtabellen; diese werden jedoch nicht eins zu eins wiederholt, sondern Elemente unterschiedlicher Formen in einem Kopf vereint. Ein bekanntes Beispiel dieses Ansatzes ist die Kombination des für den Liverpool typischen langen Schafts mit einem kurzen konischen Mundstück und einer Apple-Kammer. Im zweiten Zweig finden sich freie (Freehand) Stücke, die sich beim Bearbeiten des Blocks nach dem Maserverlauf entwickeln; Ringe, Bänder und ungewöhnliche Mundstückquerschnitte sind hier häufiger anzutreffen. In beiden Zweigen wiederholt sich ein Gestaltungsanliegen: Das Mundstück soll die Oberfläche nicht berühren, wenn die Pfeife abgelegt wird. Deshalb findet sich an den meisten Mundstücken ein Ring oder eine Verbreiterung, die den Schaft etwas anhebt.

Für die Köpfe wird Briar vor allem von italienischen und griechischen Lieferanten bezogen, allen voran Mimmo und Manno. Für die Mundstücke wird überwiegend Ebonit verwendet; je nach Entwurf kommen auch Horn und exotische Hölzer zum Einsatz (Mundstückmaterialien). Fassi fertigt auch glattflächige Pfeifen, doch das eigentliche Markenzeichen ist die Sandstrahlung (Oberflächenbehandlungen): Angestrebt wird eine tiefe und scharf hervortretende Struktur, bei manchen Stücken wird nur ein Teil der Oberfläche gestrahlt. Die Produktion ist nach wie vor eine Teilzeitbeschäftigung; Fassi hat mehrfach erklärt, nach seiner Pensionierung als Arzt vollzeitlich in die Werkstatt wechseln zu wollen.

Der italienische Meisterkreis

Fassis Handwerk reifte über die Verbindungen, die er zum Meisterkreis in Italien knüpfte; zu den ersten Wegbereitern zählen Gabriele Dal Fiume und Massimiliano „Il Duca“ Rimensi. Mit dem Ukrainer Konstantin Shekita arbeitete er von Zeit zu Zeit zusammen; auch mit den brasilianischen Pfeifenmachern Gustavo Cunha und Emanuel Queiroz steht er im Gedankenaustausch. Unter den Namen, von denen er sich nur durch das Verfolgen im Internet beeinflussen ließ, nennt er Maurizio Tombari von Le Nuvole und Paolo Becker. Er gehört zu den Mitgliedern der am 24. November 2020 gegründeten Accademia della Pipa, die sich in der italienischen Tradition der hochwertigen Pfeifenherstellung widmet; ihre Gründung wird der Initiative von Domenico „Mimmo“ Romeo und Dal Fiume zugeschrieben, unter den Gründungsmeistern werden auch Gioacchino Sauro und Davide Iafisco genannt. Die erhaltene Unterstützung gab er auch selbst weiter: Sein früherer Patient Roberto Franzini begann auf seine Anregung hin mit dem Pfeifenbau und produziert bis heute unter dem Namen Franz Pipes.

Künye

İmza Özellikleri:

Derin kumlama, masaya değmeyen ağızlık, klasik şekillerin melezlenmesi

Kuruluş:

2010, Appiano Gentile (Como)

Bugünkü Durumu:

Üretim sürüyor; yarı zamanlı, yılda yaklaşık 50 pipo

Eğitim:

Bertram Safferling'in 2008 tarihli pipo yapım kursu

Ülke:

İtalya

Kurucu:

Angelo Fassi (d. 1958)

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Kaynaklar

  1. Pipedia — Artikel Fassi

  2. Fumo di Pipa — Vorstellungsartikel zu Angelo Fassi und seinen Pfeifen (Beginn der Produktion, Vorliebe für Sandstrahlung)

  3. Cigarworld — Vorstellung des Pfeifenmachers Fassi (Bestätigung des Geburtsjahrs)

  4. Sauropipe.com-Blog — Artikel zur Accademia della Pipa (2020)

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