Fikri Baki
Ein Meerschaumpfeifenmeister aus Eskişehir. 1969 mit einer Lehre begonnen, wechselte er im Laufe seines Handwerks von figürlichem Schnitzen zu klassischen und zeitgenössischen Pfeifenformen; bekannt dafür, dass er Materialien aus der Briarpfeifenherstellung wie Silber, Bambus und handgeschnittenes Ebonit auf den Meerschaum übertrug.
Etiketler:
pipo ustası, lüle taşı, eskişehir, artisan
Güncelleme Tarihi:
26. Juli 2026
Fikri Baki ist ein in Eskişehir tätig gewesener Meerschaumpfeifenmeister. In ausländischen Quellen ist sein vollständiger Name als Fikri Baki Cetekinkaya verzeichnet; die Pfeifen selbst werden in der Szene wegen der kurzen Signatur auf dem Mundstück meist als „F. Baki" bezeichnet. Baki begann 1969 als Lehrling im Handwerk, entfernte sich mit der Zeit vom figürlichen Schnitzen der Anfangsjahre und wandte sich klassischen Pfeifenformen sowie der zeitgenössischen skandinavischen Linie zu. Sein eigentlicher Ruf beruht darauf, dass er Techniken und Materialien, die eigentlich der Wurzelholz-(Briar-)Pfeifenherstellung eigen sind, auf den Meerschaum übertrug.
Vom Dorf Sepetçi an die Werkbank
Quellen zufolge stammt Baki aus dem Dorf Sepetçi, das für seine Meerschaumvorkommen bei Eskişehir bekannt ist. Ausgehend von der dem Gestein zugeschriebenen Bezeichnung „weißes Gold" wurde der Name des Dorfes später in Beyazaltın geändert. In diesen Siedlungen, in denen der Rohstoff unmittelbar unter der Erde gefördert wird, gilt es als üblicher Weg, dass Kinder früh an die Werkbank treten. Den Aufzeichnungen zufolge begann Baki 1969 seine Lehre und lernte im Laufe der 1970er Jahre bei den damaligen Meisterschnitzern. Das Repertoire der Eskişehirer Schnitzkunst jener Jahre stützte sich schwerpunktmäßig auf Figuren: Der Kopf wurde zu einem Gesicht, einer Szene oder einem Tierkopf, und das Maß des Könnens wurde an der Tiefe des Reliefs gemessen.
Von der Figur zur zeitgenössischen Linie
Baki begann sein Handwerk innerhalb dieser Tradition, ließ die Figur jedoch in den Werken seiner Reifezeit vollständig hinter sich. Quellen führen diesen Wandel auf den Kontakt zurück, den er zu europäischen Pfeifenmeistern knüpfte; berichtet wird, dass er eine Zeit lang beim deutschen Meister Rainer Barbi arbeitete und dabei die Pfeifenherstellung vor Ort beobachtete. Da diese Angabe nur von wenigen Quellen gemacht wird, bleiben die Einzelheiten unklar.
Seine späteren Entwürfe bewegen sich zwischen etablierten Pfeifenformen und freihändigen (freehand) Suchbewegungen. In Proportion und Oberflächenfluss gilt er als der zeitgenössischen dänischen Ästhetik nahestehend. Unter den überlieferten Formen finden sich Stücke, die unter Namen wie Bent Billiard, Apple, Panel, Horn, Volcano, Rhodesian, Bent Egg und Whale bekannt sind, sowie eine umgekehrte Kalabasch-Konstruktion, bei der der Rauch durch einen zusätzlichen Hohlraum unter dem Kopf geführt wird.
Übertragung von Briar-Techniken auf den Meerschaum
Das in der Szene am meisten erwähnte Merkmal Bakis ist die Übertragung in der Briarpfeifenherstellung etablierter Verfahren auf den Meerschaum. Silberring- und Verbindungsarbeit, Bambus-Zwischenstücke zwischen Korpus und Mundstück sowie handgeschnittene und geformte Mundstücke aus Ebonit oder Cumberland (geädertes Ebonit) stehen dabei an erster Stelle. Quellen zufolge war er der erste Meister in Eskişehir, der Bambus an der Pfeife verwendete. Die Mundstücke werden nicht fertig zugekauft, sondern für jede Pfeife einzeln bearbeitet; dies gilt als deutliche Abweichung von der in der Region verbreiteten Gewohnheit der Serienmontage.
Signatur, Vertrieb und heutiger Status
Bakis Kennzeichnung ist kein geprägter Stempel, sondern eine handschriftliche Signatur an der Seitenfläche des Mundstücks. Bei älteren Stücken erscheint die Signatur verkürzt als „F. Baki", bei neueren Arbeiten steht der ausgeschriebene Name. Die Produktion gelangte lange Jahre über einen einzigen Vertriebspartner, Deniz Ural, in den Handel; um 2019 ging der Vertrieb den Aufzeichnungen zufolge an einen anderen, im Ausland ansässigen Händler über. Den Aufzeichnungen zufolge hat der Meister die Werkbank in den letzten Jahren aufgegeben. Pfeifen mit seiner Signatur genießen weiterhin das Interesse von Sammlern als Zeugnis des Übergangs von der figürlichen Tradition der Eskişehirer Schnitzkunst zum zeitgenössischen Pfeifendesign.
Künye
İmza:
Ağızlığın yan yüzünde F. Baki; yeni işlerde Fikri Baki
Zanaata Başlangıç:
1969, çıraklıkla
Meslek:
Lüle taşı pipo ustası
Bugünkü Durumu:
Kayıtlara göre üretimden çekilmiştir
Ülke:
Türkiye (Eskişehir)
Üslup:
Klasik formlar ve çağdaş İskandinav çizgisi
İlgili Maddeler
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Damga ve İşaretler
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Kaynaklar
Pipedia – Artikel Fikri Baki
José Manuel Lopes – Pipes, Artisans and Trademarks (über Pipedia wiedergegebener Abschnitt)
MeerschaumMarket – Master Carvers: Meisterprofil F. Baki
MBSD Pipes – Turkish Estates: Produktprofile Fikri Baki
Rebornpipes – Restaurierungsartikel zu F.-Baki-Meerschaumpfeifen
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