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GBD

Eine 1850 in Paris gegründete Pfeifenmarke, deren Name sich aus den Anfangsbuchstaben der Nachnamen ihrer drei Gesellschafter zusammensetzt; 1902 ging sie in britisches Kapital über, die Produktion verteilte sich auf Paris, London und Saint-Claude.

Etiketler:

pipo markası, fransa, briyar, cadogan

Güncelleme Tarihi:

26. Juli 2026

GBD ist eine 1850 in Paris gegründete Pfeifenmarke, deren Name sich aus den Anfangsbuchstaben der Nachnamen ihrer drei Gesellschafter zusammensetzt. Die Partnerschaft von Ganneval, Bondier und Donninger fertigte zunächst Pfeifen aus Meerschaum; die Firma, die bald zu Briar (Wurzelholz der Baumheide) wechselte, galt über ein Jahrhundert lang als einer der prägenden Namen der europäischen Pfeifenindustrie.

Drei Gesellschafter, eine Abkürzung

Über die Gründer liegen nur wenige gesicherte Angaben vor. Der Überlieferung zufolge hatte Ganneval das Handwerk der Holzpfeife in der Region Saint-Claude gelernt, Bondier hatte in Ton- und Porzellanpfeifenwerkstätten gedreht, und Donninger war in Wien, dem damaligen Zentrum der Meerschaumschnitzerei, ausgebildet worden. Nach dem Ausscheiden der Gesellschafter wechselte die Inhaberschaft mehrfach; den Aufzeichnungen zufolge trug die Firma nacheinander die Bezeichnungen Bondier, Ulrich & Cie., Bine, Maréchal & Cie. und A. Maréchal, Ruchon & Cie. Bei jedem Namenswechsel blieben die Buchstaben GBD an Ort und Stelle, da die Marke unter diesen drei Buchstaben am Markt bekannt war. Die Leitung durch Auguste Maréchal und Ferdinand Ruchon reichte über die Jahrhundertwende hinaus lange Jahre.

Den Schwerpunkt der frühen Produktion bildeten figürliche Schnitzereien, wie es der Mode der Zeit entsprach. Die Firma wandte sich jedoch früher als die meisten Zeitgenossen katalogisierten Standardformen zu. Als vorbearbeitete Blöcke von Herstellern aus Saint-Claude bezogen werden konnten, überholte Briar den Meerschaum in kurzer Zeit; den allgemeinen Rahmen dieses Übergangs behandelt der Artikel Briar-Revolution.

Von der französischen Werkstatt zum englischen Unternehmen

Die England-Verbindung der Marke wurde lange vor dem Eigentümerwechsel geknüpft. Das Londoner Import-Export-Haus A. Oppenheimer & Co. wurde den Aufzeichnungen zufolge 1860 gegründet und 1897 zum alleinigen Vertriebspartner von GBD für Großbritannien, die USA und Kanada bestellt. Maréchal und Ruchon übergaben die Marke 1902 an diese langjährigen Kunden; die beiden französischen Gesellschafter blieben zwar an der Spitze der Pariser Fabrik, doch das Entscheidungszentrum verlagerte sich nach London.

Nach der Übertragung verteilte sich die Produktion auf drei Standorte. Die Pariser Werkstatt arbeitete weiter, zwei in Saint-Claude erworbene Fabriken wurden zusammengelegt und zu einem Betrieb umgewandelt, der überwiegend Köpfe (Stummel) lieferte, und in London wurde eine eigene Pfeifenfabrik errichtet. Diese beiden Investitionen werden den frühen 1900er Jahren zugeschrieben. Als der Erste Weltkrieg den französischen Werkstätten Arbeiter entzog, verlagerte sich der Schwerpunkt von selbst nach London; nach dem Krieg lief die Produktion in beiden Ländern weiter, wobei London vor allem für die englischsprachigen Märkte, Paris hingegen für das kontinentale Europa arbeitete.

Oppenheimer nahm in den 1920er Jahren weitere Pfeifenmarken wie BBB und Loewe & Co. unter sein Dach. Die zu deren einheitlicher Leitung gegründete Cadogan Investments Limited erscheint im britischen Handelsregister mit Eintragungsdatum 5. Juli 1928. Da die Struktur als Holding angelegt war, blieben Namen, Belegschaften und Produktionslinien der Marken größtenteils getrennt.

Qualitäten und Erkennungsmerkmale

In der Zwischenkriegszeit vermehrten sich die Qualitätsstufen. Über der Standardproduktion, die nur den GBD-Stempel trug, standen London Made und Standard, darüber wiederum New Era und Pedigree; mit ihrer schwarz bemalten, tief sandgestrahlten Oberfläche nahm Prehistoric eine eigene Stellung ein. In derselben Zeit kamen für unterschiedliche Käuferkreise Nebenmarken wie City de Luxe, Marcee und Dr. Plumb's hinzu.

Zwei Erkennungsmerkmale, die die Marke schon aus der Ferne kenntlich machten, sollen aus Paris stammen: das in das Mundstück eingelassene Metallmedaillon mit den Buchstaben GBD und die unter dem Namen Extra Dry vertriebene Metallfiltervorrichtung. Auch die Stempel auf dem Shank gelten für Sammler als Hinweis; bekannt ist, dass der einzeilige Stempel "London England" auch bei in Frankreich gefertigten Exemplaren verwendet wurde, der Stempel allein also nicht den Herstellungsort angibt.

Unter einem Dach mit Comoy's

Die Pariser Fabrik soll 1952 nach Saint-Claude verlegt worden sein. In der Zeit vom Ende der 1960er bis zum Ende der 1970er Jahre brachte die Marke die den freien Formen (Freehand) gewidmeten Linien Collector und Unique heraus. 1981 wurden GBD und Comoy's of London in einer einzigen Fabrik zusammengelegt; das Metallmedaillon wurde eine Zeit lang nicht mehr verwendet, in der späteren Produktion trat an seine Stelle ein Messingmedaillon. Sammler betrachten dieses Datum als Wendepunkt und unterscheiden GBD-Pfeifen entsprechend in solche von vor und nach der Fusion. Die Marke wird bis heute unter dem Dach derselben Gruppe hergestellt.

Künye

İmza Ürünleri/yenilikleri:

Ağızlığa kakılan madenî GBD madalyonu; Pedigree, New Era, Prehistoric, Unique serileri

Kuruluş:

1850, Paris

Bugünkü Durumu:

Cadogan grubu bünyesinde üretimde

Ülke:

Fransa (1902'den sonra İngiliz sermayesi)

Kurucu:

Ganneval, Bondier ve Donninger

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Kaynaklar

  1. Pipedia — Artikel GBD

  2. Companies House (Vereinigtes Königreich) — Cadogan Investments Limited, Firmennr. 00231744

  3. Rebornpipes — Markengeschichte und Stempelschriften von GBD

  4. Pipephil — Logo- und Stempelarchiv GBD

  5. Grace's Guide — Eintrag A. Oppenheimer & Co. (London)

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