Ib Olsen
Ein bei S. Bang ausgebildeter dänischer Pfeifenmacher, dessen Arbeiten als zu freigeistig galten und deshalb unter eigenem Namen gestempelt wurden; heute sind nur noch wenige Exemplare erhalten.
Etiketler:
danimarka, el yapımı pipo, usta pipoları, danimarka okulu
Güncelleme Tarihi:
2. August 2026
Ib Olsen ist ein dänischer Pfeifenmacher, der während der Leitungszeit von Svend Bang in der Werkstatt S. Bang arbeitete. Der sichtbarste Beleg für sein Können ist, dass die aus seiner Hand stammenden Pfeifen nicht mit dem Markenzeichen der Werkstatt, sondern mit seinem eigenen Namen gestempelt wurden. In der Literatur zur dänischen Schule wird sein Name selten erwähnt; das meiste, was über ihn bekannt ist, wurde über die Meister überliefert, mit denen er dieselbe Werkbank teilte. Da ein Teil der Aufzeichnungen widersprüchlich ist, ist bei den Details Vorsicht geboten.
An der Werkbank von S. Bang
Die Werkstatt in Kopenhagen war, da ihr Gründer kein Schnitzer war, von Anfang an auf von außen geholte Meister angewiesen. Den Aufzeichnungen zufolge war Olsen in dieser Belegschaft in denselben Jahren tätig wie Per Hansen, Ulf Noltensmeier und der später unter eigenem Namen bekannte Ph. Vigen. Die Arbeitsweise der Werkstatt beruhte darauf, dass jeder Meister eine Pfeife vom ersten Schnitt bis zur letzten Politur allein bis zum Ende führte. Diese Ordnung machte die Handschrift der Meister selbst unter einem einzigen Markenstempel unterscheidbar; Olsens Fall lässt sich als das extremste Beispiel dieser Unterscheidung betrachten. Auch die Entscheidung der Werkstatt, jährlich nur wenige Pfeifen herzustellen, ließ jedem Meister Zeit, seine eigene Linie zu entwickeln; dass im Verständnis der dänischen Spitzenklasse (High Grade) nicht der Name, sondern die Hand eines Machers hervortritt, ist eine Folge dieser Arbeitsweise.
Unter eigenem Namen gestempelte Pfeifen
Der Erzählung nach waren die von Olsen aus Bruyèreholz (Briar) gearbeiteten Formen im Vergleich zum damaligen S.-Bang-Repertoire weniger traditionell und freier. Der Markeninhaber zeigte sich zögerlich, diese Arbeiten unter seinem eigenen Stempel in Umlauf zu bringen; die gefundene Lösung bestand darin, die Pfeifen mit dem Namen des Meisters zu signieren. Diese Trennung bedeutete keine Qualitätsabstufung. Den Aufzeichnungen zufolge wurden auch in Ib-Olsen-Pfeifen das damals von der Werkstatt verwendete Mundstückmaterial Cumberland sowie Silberringe eingesetzt; auch die Stempelordnung blieb gleich, die Klassen wurden mit römischen Zahlen von I bis V angegeben. Kurz gesagt: Der Name unterschied sich, der Maßstab nicht. Diese Lösung ist in den dänischen Werkstätten jener Zeit nicht ungewöhnlich: Arbeiten, die nicht in die Identität einer Marke passten, wurden vielfach in einer eigenen, unter der Signatur des Machers geführten Linie zusammengefasst.
Danach
Als Svend Bang sich 1984 zur Ruhe setzte, übergab er die Werkstatt an Hansen und Noltensmeier; auch Vigen wandte sich in diesen Jahren seiner eigenen Signatur zu. Von Olsen wird berichtet, dass er die Werkbank aufgab und sich in ein der Öffentlichkeit verschlossenes Leben zurückzog. Pfeifen, die seinen Namen tragen, sind heute selten anzutreffen und eher im Sammlerkreis bekannt. Über die Stellung des Meisters in der Belegschaft von S. Bang, sein Produktionsvolumen und seinen Einfluss besteht in den Quellen keine völlige Übereinstimmung; in manchen Darstellungen wird er als produktiver und innovativer Macher beschrieben, während die geringe Zahl erhaltener Exemplare es schwierig macht, dieses Bild zu bestätigen.
Künye
Bugünkü Durumu:
Üretim yok; pipoları çok seyrek görülür
Ülke:
Danimarka
Damga:
Ib Olsen adı ve I-V arası Roma rakamı
Tezgâhı:
S. Bang atölyesi, Kopenhag
Çalışma Arkadaşları:
Per Hansen, Ulf Noltensmeier, Jes Phillip Vigen
İlgili Maddeler
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Damga ve İşaretler
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Kaynaklar
Pipedia — Eintrag Ib Olsen
Pipedia — Eintrag S. Bang
Smokingpipes.com blog — S. Bang Pipes: The End of an Era (Chuck Stanion, 2019)
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