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Zwei Schulen der italienischen Pfeifenherstellung: Pesaro und Como

Die italienische Briarpfeifenherstellung reifte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in zwei getrennten Regionen heran: dem an der Adria gelegenen Pesaro und der Como–Varese-Linie nördlich von Mailand. Dieser Artikel fasst die Gründungsgeschichten beider Schulen und ihre Unterschiede zusammen.

Etiketler:

italya, pipo tarihi, pesaro, el yapımı

Güncelleme Tarihi:

27. Juli 2026

Die italienische Pfeifenherstellung reifte in der Nachkriegszeit nicht an einem einzigen Ort, sondern in zwei voneinander Hunderte Kilometer entfernten Kernregionen heran. Die eine ist das an der Adriaküste gelegene Pesaro, die andere die lombardische Linie nördlich von Mailand, die Como, Cantù, Cucciago und Varese umfasst. Die Verwandtschaften zwischen den Markennamen zu entschlüsseln, bedeutet meist herauszufinden, welcher dieser beiden Kerne welche Marke hervorgebracht hat.

Pesaro: Von Meister zu Meister

In Pesaro entstanden in den 1960er und 1970er Jahren mehrere einander bekannte kleine Werkstätten; die Marken der Region gingen größtenteils aus Abspaltungen dieser Werkstätten hervor. Der Name im Mittelpunkt dieses Netzwerks ist Giancarlo Guidi. Guidi fertigte eine Zeit lang als Amateur Pfeifen, ehe er 1972 die Werkstatt Mastro de Paja gründete; als sich seine Wege mit denen seines Partners Giannino Spadoni 1981 trennten, verließ er die Werkstatt und gründete im Jahr darauf Ser Jacopo. Auch Bruto Sordini, der bei Guidi ausgebildet worden war, trennte sich 1981 gemeinsam mit ihm; in den folgenden Jahren sollte er unter dem Namen Don Carlos bekannt werden. Giorgio Imperatori, der Gründer von Il Ceppo, kannte Guidi bereits aus den frühesten Jahren Pesaros; die Produktion der Marke beginnt Ende der 1970er Jahre. Auch später entstandene Namen wie Rinaldo und L'Anatra sind Ausläufer desselben Verwandtschaftsnetzes.

Der Stil der Region gilt als neoklassisch. Nicht die Form wird neu erfunden, sondern die Proportion: etablierte englische Formen wie Billiard oder Bulldog bleiben erkennbar, doch die Übergänge zwischen Hals und Kopf, die Haltung und die Volumenbalance werden überarbeitet. Auch die Beachtung der Maserungsrichtung (Grain) des Briars beim Schneiden wird der Region zugeschrieben.

Die Como-Linie: Von der Fabrik zur Werkstatt

Die Geschichte im Norden beginnt 1947 mit der von Carlo Scotti in Cantù eröffneten Werkstatt Castello, von der aus sich die gehobene Pfeifentradition der Region verbreitete. Peppino Ascorti trat 1959, Luigi Radice 1961 in die Werkstätten von Castello ein. Ascorti verließ Ende 1968 das Unternehmen, um sich selbständig zu machen, und nahm seinen Nachbarn Radice aus Cucciago mit; als der Mailänder Tabakhändler Gianni Davoli den Vertrieb der Pfeifen der beiden übernahm, wurde die Marke unter dem Namen Caminetto bekannt. Das Trio löste sich Ende 1979 auf: zuerst verließ Radice, dann Ascorti die Werkstatt. Radice gründete 1980 die nach ihm benannte Marke; der Name Caminetto ging mit der Zeit an die Familie Ascorti über.

Der zweite Zweig derselben Region ist die Fabriktradition. Achille Savinelli und Enea Buzzi gingen 1947 eine Zusammenarbeit ein; Savinelli übernahm den Vertrieb, Buzzi die Produktion, und die Pfeifen kamen unter dem Namen Savinelli auf den Markt. Die von Buzzi in der Nähe von Varese, in der Ortschaft Brebbia, betriebene Fertigung wurde ab 1953 unter dem Namen Brebbia gestempelt; die Verbindung zwischen den beiden Namen löste sich 1956 vollständig. Die 1911 gegründete Familienwerkstatt Rovera in Varese wiederum wurde 1974 zur Marke Ardor, benannt nach Angelo und Dorelio Rovera, und wechselte vollständig von der Serienfertigung zur ganz von Hand vollendeten Pfeife.

Eine Frage des Maßstabs

Was die beiden Traditionen unterscheidet, ist ebenso sehr eine Frage des Maßstabs wie der Geografie. Die Jahresproduktion der Familie Radice bleibt unter zweitausend Stück; die Produktion von Caminetto stieg im Lauf der 1970er Jahre von dreitausend auf siebentausend im Jahr. Brebbia und Savinelli hingegen waren von Anfang an als Fabriken gegründet, um in regelmäßigem Umfang zu produzieren. Der Maßstab bestimmt den Stil jedoch nicht allein: Hersteller mit Fabrikursprung entwickelten mit der Zeit von Hand vollendete Oberklassenserien, und wie im Fall von Ardor gab es auch solche, die ihre Produktion vollständig auf Handarbeit umstellten.

Künye

Pesaro'nun Öncüleri:

Giancarlo Guidi, Giorgio Imperatori, Bruto Sordini

Konu:

İtalyan briyar pipoculuğunun bölgesel okulları

Ortak Çizgi:

Klasik şekillerin damar gözetilerek yeniden yorumlanması

Coğrafya:

Pesaro (Marche) ile Como–Varese hattı (Lombardiya)

Dönem:

1947'den bugüne; belirleyici yıllar 1959–1982

Kuzeyin Öncüleri:

Carlo Scotti, Peppino Ascorti, Luigi Radice, Rovera ailesi

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Kaynaklar

  1. Pipedia — Artikel Thoughts on Italian Pipes

  2. Pipedia — Artikel Castello, Caminetto, Radice, Brebbia, Ardor, Mastro de Paja, Ser Jacopo und Il Ceppo

  3. Bollito Pipe — Markengeschichten Brebbia, Caminetto und Il Ceppo

  4. Monjure International — Markengeschichten Brebbia und Ardor

  5. Smokingpipes — Nachruf auf Giancarlo Guidi und Markenseite Radice

  6. LePipe.it — Biografieseiten Brebbia und Radice

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