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Jan Pietenpauw

Eine handgefertigte Pfeifenmarke, unter der der Südafrikaner Jean du Toit im Namen eines nie existierenden Meisters signiert; in der Vater-Sohn-Werkstatt in Pretoria entstehen Briar-Pfeifen mit fließenden Linien.

Etiketler:

güney afrika, el yapımı, briyar, atölye

Güncelleme Tarihi:

26. Juli 2026

Jan Pietenpauw ist der Name, unter dem Jean Christophe du Toit, der in der südafrikanischen Stadt Pretoria tätig ist, seine Pfeifen signiert. Hinter dem Namen steht kein realer Handwerker; Pietenpauw ist ein niemals existierender niederländischer Schnitzer, den du Toit für seine Marke erfunden hat. Die Marke wurde 2009 gegründet und besteht bis heute als kleine, von Vater und Sohn geführte Werkstatt fort.

Das Spiel hinter dem Namen

Du Toit erzählt die Geschichte seines fiktiven Meisters bewusst übertrieben: Es heißt, Pietenpauw habe zunächst die Pfeife von Van Hunks und danach den berühmten Kalebassenkopf (Calabash) von Sherlock Holmes geschnitzt; anschließend wird daran erinnert, dass beide — und auch Pietenpauw selbst — nie gelebt haben. Der Werbetext widerlegt damit seine eigene Behauptung. Die Anspielung auf Van Hunks stützt sich auf die bekannteste südafrikanische Pfeifengeschichte: Ein pensionierter Seemann, der der Überlieferung nach am Hang des Tafelbergs bei Kapstadt einen Tabakwettstreit mit dem Teufel austrug, gilt in der Volksvorstellung als Ursprung der Wolke, die den Gipfel des Berges bedeckt. Der Kalebassenkopf von Sherlock Holmes wiederum tauchte nicht in den Romanen, sondern erst in Bühnenadaptionen als spätere Ergänzung auf. Beide Anspielungen sind keine historische Herkunftsbehauptung, sondern ein offen erklärter Scherz.

Werkstatt und Fertigung

Nach eigener Darstellung wurde du Toit 1953 geboren und probierte seit seiner Jugend mit jedem verfügbaren Material — Gips, Kirschzweig, Schilfrohr — Pfeifenformen aus; dieses Datum ist nicht unabhängig belegt. Mit der eigentlichen Bearbeitung von Briar begann er erst 2009, in vergleichsweise fortgeschrittenem Alter. Nachdem sein Sohn Pieter in die Werkstatt eingestiegen war, wurden die Pfeifen mit dem Stempel „JP and Son“ signiert; die Fertigung erfolgt nicht in Serie, sondern als einzeln fertiggestellte Stücke.

Bei der Oberflächenbearbeitung kommen sowohl Glattpolitur als auch Sandstrahlung zum Einsatz, bei manchen Stücken auch beides zusammen. Mundstücke werden von Hand geschnitten und aus Ebonit- oder Acrylstäben geformt. Das meistgenannte Detail der Marke ist die Hinwendung zu afrikanischen Materialien bei den Ringen zwischen Schaft und Kopf: südafrikanisches Schwarzholz, mosambikanisches Ebenholz und Bambus zählen zu den in diesem Zusammenhang genannten Materialien. Das Formenrepertoire entfernt sich dagegen nicht von etablierten Formen wie dem Billiard.

Bekanntheit

Du Toit ist unter Sammlern für seine fließende Schnitzlinie und die Verwendung von Materialien seines Kontinents bekannt. Seine eigentliche Sichtbarkeit in der Community erlangte er jedoch über Onlineforen.

Das konkreteste Beispiel dafür ist, dass das PipeChat-Forum 2010 seine Sonderpfeifenbestellung an du Toit vergab. Das entstandene Stück war nach eigener Deutung des Meisters eine Rhodesian-Form: Ein flach belassener oberer Deckel wurde mit einem sandgestrahlten Kopf und Schaft kombiniert, am Schaftende ein Verlängerungsstück mit Ringwirkung angebracht, beim Mundstück Cumberland (geädertes Ebonit) gewählt. Auf die flache Fläche unter dem Schaft wurden der Forumsname, der Markenname und das Jahr gemeinsam gestempelt. Da er in einem Land arbeitet, das den traditionellen Zentren des Briar-Pfeifenhandwerks fernliegt, gilt Jan Pietenpauw als eine der wenigen unabhängigen Werkstätten Südafrikas.

Künye

İmza İşleri:

Akışkan biçimler, Afrika kökenli aksan malzemeleri, elde kesilmiş ağızlıklar

Kuruluş:

2009

Bugünkü Durumu:

Baba-oğul yürütülen tezgâh; pipolar 'JP and Son' damgalı

Ülke:

Güney Afrika (Pretoria)

Kurucu:

Jean Christophe du Toit (kendi anlatımına göre 1953 doğumlu)

Marka Adı:

Kurgusal usta 'Jan Pietenpauw'dan alınma

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