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Jost's

Ein amerikanisches Pfeifengeschäft, das aus einem Schirmstand in St. Louis hervorging, von der Gründung bis zur Schließung in derselben Familie blieb und den Großteil seiner Pfeifen bei Comoy's fertigen ließ.

Etiketler:

tütüncü dükkânı, abd, comoy's, st. louis

Güncelleme Tarihi:

26. Juli 2026

Jost's ist der Name eines langjährigen Pfeifen- und Tabakgeschäfts in der Stadt St. Louis im US-Bundesstaat Missouri und zugleich der Pfeifen, die unter diesem Ladennamen verkauft wurden. Das Geschäft begann als Schirmstand eines aus Deutschland eingewanderten Holzdrehers, blieb von der Gründung bis zur Schließung in derselben Familie und wurde in den 1980er Jahren geschlossen. Der Großteil der mit Jost's gestempelten Pfeifen wurde von Comoy's in London hergestellt, ein Teil wurde jedoch in der eigenen Werkstatt des Ladens geschnitzt.

Vom Schirm zur Pfeife

Der Gründer Henry Jacob Jost wurde am 7. Februar 1870 in der deutschen Region Hessen geboren, erlernte dort sein Handwerk und wanderte Anfang der 1890er Jahre nach Amerika aus, wo er 1895 die Staatsbürgerschaft erhielt. Jost, der unter dem Spitznamen „Duke" bekannt war, erscheint ab 1899 in den Adressbüchern von St. Louis als Drechsler. Das Gründungsjahr des Ladens ist nicht sicher: Ein Zeitungsartikel von 1939 nennt 1892, während eine Todesanzeige aus der Familie 1905 angibt; beide Daten wurden lange nach den Ereignissen niedergeschrieben.

Die Adressbucheinträge zeigen zuverlässiger, wie sich das Geschäft entwickelte. 1909 wird Jost noch ausschließlich als Schirmmacher gelistet; 1914 kommen Pfeifen in die Liste hinzu, und im Stadtzentrum erscheint eine zweite Adresse. Bis 1921 verschwinden die Schirme vollständig, übrig bleibt nur die Pfeife. Während sich das Produktsortiment änderte, blieb die Werkbank dieselbe; Schirmgriff, Spazierstock und Pfeife beruhten auf derselben Drechslerarbeit, und der Laden führte Spazierstöcke bis in die 1970er Jahre im Sortiment. Das Unternehmen nahm um 1936 den Namen „H. J. Jost & Son" an; der „Sohn" darin ist der 1901 geborene Louis William Jost.

Adah Jost und Harvey Raspberry

Als Louis 1940 jung verstarb, wurde seine Witwe Adah gemeinsam mit ihrem Schwiegervater Mitinhaberin des Geschäfts; nach Henrys Tod 1954 hielt sie den Laden als alleinige Inhaberin bis zu dessen Schließung. In der damaligen Presse von St. Louis wurde unter dem Namen „Mrs. Henry A. Jost" eine pfeiferauchende Geschäftsinhaberin erwähnt, die für Aufsehen sorgte; es wird angenommen, dass es sich dabei um Adah handelte – ein Schluss, der nicht auf einem direkten Dokument, sondern auf dem Abgleich der Familiengeschichte mit Presseberichten beruht. Auch soll Adah Kunden im Laden Unterricht im Pfeifenrauchen gegeben haben.

Ab etwa 1960 wurde das Tagesgeschäft Harvey Newell Raspberry (1914-2007) anvertraut. Der in Arkansas geborene Raspberry ist in der Volkszählung von 1940 als Verkäufer in einem Pfeifengeschäft eingetragen; sollte es sich dabei um Jost's handeln, hätte er über vierzig Jahre in demselben Unternehmen gearbeitet. Laut Todesanzeige ging er 1984 in den Ruhestand. Vor ihm hatte ein örtlicher Pfeifenmacher namens Bill Collins die Reparatur- und Herstellungsarbeiten des Ladens übernommen. Auch im Handelsregistereintrag des 1983 gegründeten Unternehmens H. J. Jost & Son, Inc. erscheint Raspberrys Name als eingetragener Vertreter; obwohl seine Rolle in Quellen mal als Geschäftsführer, mal als Inhaber bezeichnet wird, gibt es kein Dokument, das die Behauptung der Inhaberschaft bestätigt.

Nachdem das erste Gebäude abgerissen worden war, zog der Laden in den 1960er Jahren an einen neuen Standort unter der Parkhausrampe des Kaufhauses Famous-Barr im Stadtzentrum um. Für das Schließungsdatum schwanken die Quellen zwischen 1984 und 1988.

Stempel und Pfeifen

Der Großteil der unter dem Namen Jost's verkauften Pfeifen stammt aus der Fertigung von Comoy's und lässt sich anhand des Stempels vergleichsweise leicht erkennen: Auf der einen Seite des Stems steht „Jost's" mit dem geschwungenen Schriftzug „Olde England" darunter, auf der gegenüberliegenden Seite „Made in England" sowie die Formnummer. Der Buchstabe „J" am Anfang der Nummer ist das verlässlichste Zeichen für die Herkunft von Comoy's; auch auf den Mundstücken findet sich ein in einen Kreis gefasster J-Stempel. Der Katalog gliederte sich in mehrere Stufen: an der Spitze Old English De Luxe und Supreme, in der Mitte Virgin Briar Supreme, im Einstiegsbereich Thames Briars sowie sandgestrahlte Modelle; Dukes Briars, benannt nach dem Spitznamen des Gründers, bildete die unterste Stufe.

Das Kriterium, um die in der eigenen Werkstatt des Ladens fertiggestellten Pfeifen zu erkennen, ist das Fehlen des Stempels: Exemplare ohne den Hinweis „England" werden Raspberry zugeschrieben. Bei diesen bleibt die Kesseloberkante meist mit der unbearbeiteten Plateau-Oberfläche des Bruyère-Wurzelholzes belassen, und der Stem behält statt eines glatten Zylinders seine knotige Form; das Ergebnis wirkt einem an Fabrikformen gewöhnten Auge sofort fremd. Langstielige Canadian-Exemplare zählen zu den bekannten Formen dieser Gruppe. Der Laden ließ zudem eigene Tabakmischungen unter seinem Namen herstellen; in Kundenberichten fallen die Namen Virginia, Deluxe und Old English, doch ein Katalogeintrag, der dies bestätigt, existiert nicht.

Künye

Dükkân Ustası:

Bill Collins, ardından Harvey Raspberry

Kuruluş:

Kayıtlara göre 1892 ile 1905 arasında

Bugünkü Durumu:

Kapalı; kayıtlar 1984-1988 aralığını verir

Ülke:

ABD — St. Louis, Missouri

Kurucu:

Henry Jacob "Duke" Jost (1870-1954)

Sonraki Sahibi:

Gelini Adah Jost (1903-1991)

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Kaynaklar

  1. Pipedia — Artikel Jost's

  2. Classic Pipe Shops — Dossier Jost's Pipe Shop; Familienstammbaum auf Grundlage von Adressbüchern, Volkszählungs- und Todesanzeigen-Aufzeichnungen aus St. Louis

  3. rebornpipes — Restaurationsbeiträge unter den Stichworten Jost's Pipe Shop und Harvey Raspberry, Abbildungen des Ladenkatalogs

  4. pipephil.eu — Logos & Markings, Abschnitt Jol-Jz

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