Jørn Larsen
Der aus dem Schlosserhandwerk stammende dänische Meister Jørn Larsen (geb. 1949) ist dafür bekannt, dass er neben seinen Pfeifen auch die Maschinen, mit denen er sie herstellt, selbst entwarf und baute.
Etiketler:
pipo ustası, artisan, danimarka, tezgâh
Güncelleme Tarihi:
27. Juli 2026
Jørn Larsen (geb. 25. März 1949) ist ein dänischer Pfeifenmacher. Er wurde in einem kleinen Dorf etwa fünfzig Kilometer südlich von Kopenhagen geboren und begann seinen Berufsweg nicht an der Werkbank des Pfeifenmachers, sondern an der des Schlossers. Diese Vergangenheit verleiht ihm unter den dänischen Werkstätten eine ungewöhnliche Stellung: Er fertigte nicht nur Pfeifen, sondern entwarf und baute auch die Maschinen, mit denen er sie herstellte, selbst.
Vom Schlosserhandwerk zur Pfeife
Sein Bezug zur Pfeife begann im Alter von sechzehn Jahren in einem Pfeifenclub, dem er zusammen mit einem Freund beitrat; die beiden schnitzten sich aus in Kopenhagen erstandenen Bruyèreholz (briar)-Blöcken eigene Pfeifen. Nach dem Schulabschluss mit siebzehn wandte er sich der Mechanik zu und begann eine Schlosserlehre, die er 1970, mit einundzwanzig Jahren, abschloss. Nach dem Wehrdienst arbeitete er lange Jahre in diesem Beruf, wobei die Pfeifenherstellung fast völlig ruhte. Ein Bruyèreholz-Block, der ihm mit etwa dreißig Jahren in die Hände fiel, brachte ihn zum Schnitzen zurück; diesmal jedoch mit einer gereiften Metallhandwerkserfahrung im Rücken.
Der Chonowitsch-Kreis und Stanwell
Ein vom Pfeifenclub organisierter Ausflug hatte Larsen zur Werkstatt von Emil Chonowitsch geführt. Um 1985 ging er ein zweites Mal dorthin, diesmal um seine eigenen Pfeifen zu zeigen, und lernte dort dessen Sohn Jess kennen. Die Zusammenarbeit, die begann, als er die von Jess benötigten Spezialwerkzeuge herstellte, hielt über Jahre an; dieses Kennenlernen war auch das Glied, das Larsen an den Kreis der Dänischen Schule band. In denselben Jahren fertigte er Halbzeuge für Stanwell und übernahm die Montage von Silberringen sowie von Bambus- und Hornfassungen.
Selbstgebaute Werkbänke
Schon während seiner Lehrzeit hatte Larsen begonnen, dem Pfeifenbau eigene Werkzeuge zu fertigen, und dafür eine Drehbank entworfen und gebaut. Die danach folgenden Maschinen sollten die Schwerarbeit erleichtern; die Endfertigung blieb bei jeder Pfeife Handarbeit. Wenn er dieselbe Form mehrmals herstellen wollte, benutzte er die von ihm selbst gebaute Kopiervorrichtung, arbeitete er dagegen ein Einzelstück, formte er die Pfeife an der Drechselbank oder freihändig. Aufzeichnungen zufolge kam eine ähnliche Werkbank später auch in anderen dänischen Werkstätten zum Einsatz; welche Werkstätten sie nutzten, ist durch unabhängige Quellen nicht bestätigt.
Material, Produktion und Stempel
Sein Bruyèreholz bezog er aus Griechenland und Korsika. Bei den Mundstücken verwendete er überwiegend schwarzes Ebonit, teils auch Cumberland und Kulturbernstein; bei den Ringen griff er auf Silber, Buchsbaum, Horn und Bernstein zurück. Er fertigte jährlich etwa vierhundert Pfeifen; die meisten davon glatt poliert, ein bedeutender Teil braun oder schwarz sandgestrahlt. Der Großteil der Produktion ging nach Japan, in die Schweiz und in die Vereinigten Staaten; ein Versuch, sich dem deutschen Markt zu öffnen, brachte Modelle mit 9-mm-Filter mit sich. Seine Werkstatt war in einem Zimmer des Hauses auf der Insel Lolland eingerichtet, wohin er mit seiner Familie gezogen war. Seine Pfeifen tragen meist einen dreizeiligen Stempel „JORN / LARSEN / DENMARK“; dieser Signatur begegnet man heute überwiegend bei Stücken im Second-Hand-Handel.
Künye
Meslek Kökeni:
Çilingirlik
Ülke:
Danimarka
Damga:
JORN / LARSEN / DENMARK
Atölye:
Lolland adası
Doğum:
25 Mart 1949, Kopenhag'ın güneyi
Yıllık Üretim:
Yaklaşık 400 pipo
İlgili Maddeler
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Damga ve İşaretler
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Kaynaklar
Pipedia — Artikel Larsen, Jørn
Smokingpipes.com — mit Jørn Larsen signierte Estate-Pfeifeneinträge
DanishPipeMakers.com — Vorstellungsseite Jørn Larsen
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