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Kai Nielsen

In der Bari-Fabrik aufgewachsen und gemeinsam mit seinem Vater Viggo Nielsen an den Faaborg-Pfeifen beteiligt, zählt Kai Nielsen mit den in seiner Werkstatt auf der Insel Fyn unter eigenem Namen gefertigten Pfeifen zu den Fortsetzern der dänischen Tradition.

Etiketler:

danimarka, pipo ustası, el yapımı pipo

Güncelleme Tarihi:

26. Juli 2026

Kai Nielsen ist ein dänischer Pfeifenmacher, geboren 1951 in Vordingborg. Wie die meisten dänischen Meister erlernte er das Handwerk an der Werkbank und setzte seine Produktion zunächst in der Werkstatt der Familie, später in seiner eigenen Arbeitsstätte auf der Insel Fyn fort. Seine Pfeifen gehören zum maßvollen, klassisch orientierten Flügel der als Dänische Schule bezeichneten Strömung.

Die Fabrik der Familie und die Faaborg-Jahre

Die Verbindung der Familie Nielsen zur Pfeife geht auf die 1948 von seinem Vater Viggo Nielsen in der jütländischen Stadt Kolding gegründete Bari-Fabrik zurück. Kais erste Arbeiten in dieser Fabrik waren halbtägige Tätigkeiten in seiner Jugend, um sich etwas Taschengeld zu verdienen; 1972, im Alter von einundzwanzig Jahren, wechselte er in die Vollzeitproduktion. Der Verkauf der Fabrik erfolgte in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre; die Quellen nennen dafür gemeinsam die Jahre 1975 und 1978.

Nach dem Verkauf der Fabrik begann Vater Viggo gemeinsam mit seinen beiden Söhnen Kai und Jørgen, Pfeifen unter dem Namen Faaborg zu fertigen. Dieses dreiköpfige Arrangement bestand lange fort; in Zeiten sinkender Verkaufszahlen mussten die Brüder auch außerhalb der Werkstatt einer Arbeit nachgehen. In den folgenden Jahren arbeiteten Vater und ältester Sohn in einer gemeinsamen Werkstatt auf der Insel Fyn; nach Viggos Tod blieb Kai dort allein zurück. Sein Bruder Jørgen Nielsen führt seine Produktion in einer eigenen Werkstatt fort.

Märkte und Größen

Pfeifen mit der Signatur Nielsen wurden zunächst in Deutschland bekannt, danach erreichten sie Japan und die Vereinigten Staaten. Die Vorliebe der deutschen Käufer führte dazu, dass ein bedeutender Teil der Produktion für den 9-mm-Filter gefertigt wurde; mit der Ausweitung des Marktes wuchs der Anteil filterloser Exemplare. Auch die Größenpräferenz variiert je nach Land: Kleinere Pfeifenköpfe fanden in Japan, größere in Deutschland und den USA mehr Anklang. Für die Jahresproduktion werden in den Quellen Zahlen im niedrigen Hundertbereich genannt; am häufigsten wird eine Spanne von 300 bis 400 Pfeifen erwähnt, in manchen Listen finden sich auch etwas höhere Schätzungen.

Stempel und Klassifizierung

Das Kennzeichnungssystem der Werkstatt zeigt nicht nur die Oberflächenqualität an, sondern auch, ob die Pfeife über eine Filterkammer verfügt: Filterlose Pfeifen erhalten in aufsteigender Reihenfolge ein bis vier „V“, filterversehene erhalten Buchstaben. Die Exemplare aus den erlesensten Blöcken werden unter dem Namen „Jewels of Denmark“ gesondert geführt und von A bis D klassifiziert, wobei A die höchste Stufe ist. Die genaue Buchstabenreihenfolge weist je nach Quelle kleine Unterschiede auf, doch das Grundprinzip bleibt gleich: Wer den Stempel betrachtet, kann sich einen Eindruck von der Pfeife verschaffen, ohne das Mundstück abzunehmen.

Material und Verarbeitung

Der wichtigste Rohstoff der Werkstatt ist korsischer Briar, dessen Blöcke vor der Verarbeitung jahrelang an der Luft getrocknet werden. Unter den Mundstückmaterialien stehen Ebonit und Cumberland im Vordergrund, gelegentlich kommt auch Acryl zum Einsatz; die Mundstücke werden von Hand geschnitten und jeweils individuell an die Pfeife angepasst. Diese Werkbank war auch ein Ort des Lernens: Kurt Balleby, der heute unter eigenem Namen bekannt ist, absolvierte Anfang der 1980er Jahre seine Lehre bei Kai Nielsen und begann seine Arbeit mit der Mundstückfertigung.

Künye

İmza Özellikleri:

Korsika briyarı, elde kesilen ağızlıklar, V ve Jewels of Denmark derecelendirmesi

Kuruluş:

1970'lerin ikinci yarısı (Faaborg aile atölyesi), sonrasında kendi adıyla üretim

Bugünkü Durumu:

Küçük ölçekli atölye üretimi

Ülke:

Danimarka

Kurucu:

Kai Nielsen (d. 1951, Vordingborg)

Atölye:

Fyn adası, Faaborg çevresi

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Kaynaklar

  1. Pipedia — Artikel Nielsen, Kai

  2. Monjure International — Seite zur Nielsen-Pfeifengeschichte

  3. Smokingpipes — Vorstellungsseite des Meisters Nielsen

  4. Jan Andersson, Scandinavian Pipemakers (Stammdaten)

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