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Kharitonov: Eine zeitgenössische Artisan-Signatur aus Moskau

Der Übergang des Moskauer Andrey Kharitonov vom Restaurator zum Pfeifenmacher, seine ohne Drehbank aufgebauten freien Formen und sein auf geschnitzter Textur mit Kontrastfärbung beruhender Stil.

Etiketler:

artisan, rusya, pipo ustası, freehand

Güncelleme Tarihi:

27. Juli 2026

Kharitonov ist der Name, den der Moskauer Macher Andrey Kharitonov für seine handgemachten Pfeifen trägt. Kharitonov, der 2019 mit der Arbeit an Bruyère begann, machte diese Beschäftigung noch vor zwei Jahren zu seinem Vollzeitberuf; heute gilt er als einer der meistbeachteten Namen der zeitgenössischen handgemachten Produktion in Russland. Was seine Pfeifen erkennbar macht, ist die Kombination von in den Korpus geschnitzten Texturen mit einer dunkeltonigen Kontrastfärbung.

Eine lange Vorbereitung auf die Pfeife

Aufzeichnungen zufolge wurde er 1961 in Moskau geboren und verbrachte sein Leben stets in dieser Stadt. Seine Bekanntschaft mit der Pfeife reicht bis zu seinem zwanzigsten Geburtstag, also 1981, zurück: An jenem Tag erhielt er von seinem älteren Bruder eine aus Kirschholz geschnitzte Pfeife geschenkt und blieb in den folgenden Jahrzehnten nie ohne Pfeife. Während seiner langen Raucherzeit begann er auch mit Reparaturarbeiten; er fertigte Ersatz für zerbrochene Mundstücke, verstärkte gerissene Stiele und arbeitete abgenutzte Köpfe (Stummel) auf. Dem von seinem Bruder eingeschlagenen Weg folgend, versuchte er auch, eigene Pfeifen aus Kirschholz zu schnitzen. Der eigentliche Wendepunkt kam jedoch 2019, als er in Moskau auf einen Laden aufmerksam wurde, der italienisches Bruyère verkaufte; mit den in jenem Jahr erworbenen Blöcken fertigte er seine ersten Pfeifen aus Bruyèreholz (Briar).

Formgebung ohne Drehbank

Die in der Restaurierung verbrachten Jahre hatten ihm die Handwerkzeuge vertraut gemacht, ihm aber nicht die Ausstattung für die Pfeifenherstellung verschafft; anfangs besaß er auch keine eigene Werkstatt. Da die klassischen europäischen Formen zur Bearbeitung auf der Drehbank entwickelt wurden, war ihm der Zugang zu diesem Repertoire ohne Drehbank nicht möglich. So schlugen seine frühen Arbeiten von Anfang an einen freihändigen (freehand) Weg ein; es waren experimentelle Formen, die aus dem hervorgingen, was der Block zuließ. Die ersten Pfeifen, die er in russischen Pfeifenforen teilte, fanden nicht die erwartete Resonanz: Der gemeinsame Kritikpunkt war, dass die Formen nicht bequem in der Hand lagen und eher Sammler als Raucher ansprachen. Kharitonov wandte sich daraufhin Entwürfen zu, die Gebrauch und Griffigkeit in den Vordergrund stellten. Diese Hinwendung bedeutete keine Rückkehr zu den Formkatalogen des zwanzigsten Jahrhunderts; sein Maßstab entnahm er der aus der dänischen Schule hervorgegangenen zeitgenössischen Artisan-Linie.

Textur, Farbe und Akzentmaterialien

Das auffälligste Merkmal seiner heutigen Arbeiten ist das Oberflächenverständnis. Statt der gewohnten Oberflächenbehandlungen wie Rustizierung und Sandstrahlung stellt er in Bruyère geschnitzte, ausgeprägte Muster neben glatt polierte Flächen. Auch die auf Walnuss-, Kupfer- und Pflaumentönen beruhende Kontrastfärbung gilt als Teil seiner Signatur. Er arbeitet seine Köpfe aus italienischem Bruyère, seine Mundstücke aus Ebonit. Als Akzentmaterial verwendet er Silber, Kupfernickel und exotische Hölzer; am häufigsten greift er zu fossilem Mammutzahn als Zierde. Bambus gilt seine besondere Aufmerksamkeit: Kurven, die mit Bruyère und Ebonit nur schwer herzustellen sind, erzielt er oft mit diesem Material.

Vollzeit-Machertum

Aufzeichnungen zufolge waren beim Jahresabschluss 2020 fünfzig Pfeifen fertiggestellt; mit deren Erlös richtete er seine Werkstattausstattung ein. 2021 erreichte die Jahresproduktion hundertzehn Stück, und die Zahl der eingehenden Bestellungen reichte aus, dass er seinen Beruf aufgab und Vollzeit-Macher wurde. Seit jenem Zeitpunkt zeigt sich, dass er im Entwurf freier agiert und sich den ungewöhnlichen Formen der frühen Periode erneut annähert. Er selbst sagt, er suche noch immer nach einem eigenen Stil; in Aufzeichnungen werden unter den Namen, denen er sich verbunden fühlt, russische Macher wie Viktor Jastilow, Mischa Rewjagin und Alexej Charmalow genannt. Für eine Signatur aus der älteren Generation Russlands siehe den Artikel Grechukhin.

Künye

Başlangıç:

2019 (briyar pipo yapımı)

Bugünkü Durumu:

Üretim sürüyor

Ülke:

Rusya

Şehir:

Moskova

Öne Çıkan Yönü:

Oyma doku, bambu ve fosil mamut dişi aksanlar

Yapımcı:

Andrey Kharitonov

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  1. Pipedia — Artikel Kharitonov

  2. Blue Room Briars — Macherseite Andrey Kharitonov

  3. MBSD Pipes — Produktdatensätze Andrey Kharitonov

  4. Smokingpipes — Estate-Pfeifendatensatz und Macher­vorstellung Kharitonov

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