Pirkenhammer
1803 im böhmischen Dorf Pirkenhammer (heute Březová) gegründete Porzellanmanufaktur, die in ihren frühen Jahren neben Tafelgeschirr auch Porzellanpfeifen herstellte und für ihren Stempel mit gekreuzten Hämmern bekannt ist.
Etiketler:
porselen, bohemya, tarih, pipo hazneleri
Güncelleme Tarihi:
30. Juli 2026
Pirkenhammer ist eine 1803 im böhmischen Dorf Pirkenhammer bei Karlsbad (Karlovy Vary) gegründete Porzellanmanufaktur, die ihre Tätigkeit bis heute in dem inzwischen Březová genannten Ort fortsetzt. Sie gilt als eines der ältesten Porzellanunternehmen auf tschechischem Boden. Aus Sicht der Pfeifengeschichte rührt ihr Name daher, dass sie in den Gründungsjahren neben Tafelgeschirr auch Tabakpfeifen herstellte; in den folgenden zwei Jahrhunderten konzentrierte sich die Produktpalette jedoch weitgehend auf Tafel- und Zierporzellan.
Gründung und Eigentümerkette
Der Gründer der Manufaktur, Friedrich Höcke, war ein aus Thüringen stammender Töpfer; Berichten zufolge errichtete er zwei Öfen und fertigte mit den von ihm hinzugezogenen thüringischen Arbeitern sowohl Tafelgeschirr als auch Pfeifen. Das Unternehmen wurde in seinen ersten Jahren nach seinem Gründer benannt. Es wird berichtet, dass Höcke die Fabrik 1806 verpachtete und sie einige Jahre später ganz übergab. Das Unternehmen übernahmen der aus Erfurt stammende Johann Martin Fischer und ein Partner namens Reichenbach; die Fabrik wurde in dieser Zeit unter dem Namen Fischer & Reichenbach bekannt. Das Datum des Eigentümerwechsels schwankt in den Quellen zwischen 1811 und 1822; als Jahr, in dem das Porzellan-Herstellungsprivileg erworben wurde, wird dagegen 1822 angegeben.
Fischer starb 1824; das Geschäft führte eine Zeit lang seine verwitwete Frau Sophie Friederike, danach ging die Leitung an den Sohn Christian Fischer über. Nachdem sich der Partner 1846 zurückgezogen hatte, lag die Fabrik allein in den Händen von Christian Fischer. 1853 wurde das Unternehmen dem Schwiegersohn Christian Fischers, Ludwig von Mieg, übergeben und war in den folgenden Jahren unter dem Namen Fischer & Mieg bekannt. Das unverwechselbare Kennzeichen der Manufaktur, der Stempel mit zwei gekreuzten Hämmern, soll der Überlieferung nach seinen Namen von der Schmiedevergangenheit des Dorfes herleiten und wird bis heute verwendet.
Produkte und Ansehen
Ab den 1820er-Jahren galt Pirkenhammer als der hochwertigste Porzellanhersteller Böhmens. Im Katalog fanden sich mit Landschafts- und Blumenmotiven verzierte Tafelservice, Vasen, Kerzenleuchter und später Figuren sowie feine, gegen das Licht gehaltene Bilder zeigende Porzellantafeln (Lithophanien). Das Unternehmen war 1829 die erste tschechische Fabrik, die die Genehmigung zur Kupferdruck-Dekoration erhielt. Auf internationalen Ausstellungen gewonnene Medaillen festigten das Ansehen des Unternehmens; die meistgenannte davon ist die Goldmedaille der Wiener Ausstellung von 1839.
Die frühe Porzellanpfeife ist ein von der Natur des Materials geprägtes Produkt. Da Porzellan, anders als die Tonpfeife, nicht porös ist, benötigt es eine Wasserkammer zum Sammeln des kondensierenden Feuchtigkeit sowie einen langen Schaft. Deshalb trat der in Mitteleuropa verbreitete Typ der Porzellanpfeife weniger durch Raucheigenschaften als durch seine bemalte Oberfläche hervor. Zum deutschen Zweig derselben Tradition gehören die frühen Köpfe der Manufaktur Meissen Porcelain.
Zwanzigstes Jahrhundert und danach
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Unternehmen Teil der Aktiengesellschaft EPIAG, die die Porzellanfabriken der Region unter einem Dach vereinte; das Beitrittsjahr schwankt in den Quellen zwischen 1918 und 1920. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Pirkenhammer 1945 im Zuge der Verstaatlichung der tschechoslowakischen Porzellanfabriken ebenfalls verstaatlicht; es war nacheinander Teil der Strukturen Starorolský Porcelán und Karlovarský Porcelán und diente als Forschungs- und Entwicklungszentrum. Nach 1989 wurde es privatisiert, wobei die Produktion für eine Weile unterbrochen war. 2006 wurde mit der Berufung des Designers Alexey Narovlyansky in die Leitung eine neue Produktlinie geschaffen. Die Manufaktur ist heute in Březová unter dem Namen Manufaktura Pirkenhammer tätig.
Künye
Pipoyla İlişkisi:
Kuruluş yıllarında sofra takımıyla birlikte porselen pipo üretimi
Kuruluş:
1803
Bugünkü Durumu:
Březová'da Manufaktura Pirkenhammer adıyla faaliyet gösteriyor
Ülke:
Çek Cumhuriyeti (Bohemya, Březová / Pirkenhammer)
Damga:
Çapraz iki çekiç
Kurucu:
Friedrich Höcke (bazı kaynaklarda Hücke); ortağı olarak Johann Gottlob List anılır
İlgili Maddeler
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Damga ve İşaretler
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Kaynaklar
Pipedia — Artikel Pirkenhammer
Czech Antiques — Geschichte der Manufaktur Pirkenhammer (Březová)
Tourismusportal der Region Karlovy Vary — Seite zur Porzellanfabrik Březová
Porzellan-Selb — Geschichte der Porzellanfabrik Pirkenhammer
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