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Refbjerg

Die 1969 von Søren Refbjerg Rasmussen gegründete dänische Werkstatt; zunächst bekannt für den Verkauf von über einer Million halbfreier Pfeifen, später für korsischen Bruyère und akribische Handwerkskunst.

Etiketler:

danimarka, briyar, atölye, freehand

Güncelleme Tarihi:

26. Juli 2026

Refbjerg ist die Pfeifenmarke, die den Namen des dänischen Meisters Søren Refbjerg Rasmussen trägt. Rasmussen wurde 1943 in Søborg nördlich von Kopenhagen geboren, verbrachte fast sein gesamtes Leben in derselben Stadt und gründete 1969 sein eigenes Unternehmen, um hauptberuflich zum Pfeifenmacher zu werden. Die Marke zeigte im Laufe von über fünfzig Jahren zwei völlig unterschiedliche Gesichter: zunächst eine kleine Fabrik mit schneller Fertigung, später eine Ein-Mann-Werkstatt mit sehr strenger Auswahl.

Die Fabrikjahre

In den 1970er-Jahren arbeiteten in der Werkstatt durchschnittlich acht bis zwölf Handwerker. Den Schwerpunkt der Produktion bildeten halbfreie (semi-freehand) Kopfformen, die zwischen klassischen Modellen und Freihandformen lagen; sie wurden nicht unter dem Nachnamen des Meisters, sondern unter seinem Vornamen, also der Marke „Søren", verkauft. Den Aufzeichnungen zufolge überstieg der Gesamtabsatz eine Million Pfeifen. Rasmussen vollendete in dieser Zeit nur die von ihm als beste eingestuften Köpfe eigenhändig, den Rest überließ er seinem Team. Dass die nach dem Meister benannte Werkstatt mit einem großen Team arbeitete, war im damaligen Dänemark keine Ausnahme; auch die Werkstätten von Preben Holm und Karl Erik waren in ähnlichem Umfang aufgebaut. Die Werkstatt fertigte zudem über viele Jahre auch für W.Ø. Larsen. In dieser Ausprägung gehört die Marke zum breit aufgestellten, exportorientierten Flügel der Dänischen Schule.

Köpfe zweiter Wahl kamen unter eigenen Namen auf den Markt. Die bekanntesten davon sind die Stempel Danbark und, benannt nach der Stadt, in der der Meister lebte, Soborg. Die Danbark-Serie wurde Jahre später in deutlich kleinerem Maßstab wiederbelebt.

Die Refbjerg-Signatur

Was die zweite Phase der Marke prägte, war die Haltung zum Spachteln (putty). Rasmussen beließ kleine Fehler im Bruyère lieber so, wie sie im Kopf vorkamen, und deckte sie unter keinen Umständen mit Kitt ab; diese Entscheidung ist eine Haltung, die die Ehrlichkeit des Materials über ein makelloses Erscheinungsbild stellt. Auch das Klassifizierungssystem war ebenso schlicht: Statt einer abgestuften Stern- oder Buchstabenordnung gab es nur eine einzige oberste Stufe, und die seltenen Stücke mit durchgehend geradem Maserverlauf erhielten den Stempel „Straight Grain".

Die Arbeiten der Spätphase sind zahlenmäßig gering. Nachdem die Fabrikstruktur der Vergangenheit angehörte, arbeitete der Meister allein unter seinem eigenen Nachnamen; diese Pfeifen sind für die Konstanz ihrer Maße und die Präzision der Bohrung bekannt. Die Größen blieben meist im Bereich klein bis mittel, was unmittelbar Rasmussens eigene Rauchgewohnheiten widerspiegelt. Das Formenrepertoire stützte sich zwar auf klassische Modelle, doch zeigt sich in den Linien eine für den dänischen Geschmack typische Abmilderung; echte Freihandarbeiten wurden im Vergleich zu den frühen Jahren seltener. Bei der Verzierung griff er am häufigsten auf exotische Holz-Zwischenringe und Metallreifen zwischen Mundstück und Kopf zurück.

Bruyère-Lieferant

Rasmussens zweite Rolle in der dänischen Pfeifenmacherei war unabhängig von seinen eigenen Pfeifen: die Lieferung von Bruyère. In seinen eigenen Pfeifen verwendete er ausschließlich Bruyère korsischen Ursprungs und brachte die Wurzelstöcke direkt von der Insel; nach Angaben des deutschen Meisters Rainer Barbi war er zumindest in Europa der Einzige, der diesen Import aufrechterhielt. Der Großteil der dänischen Pfeifenmacher bezog sein Rohmaterial von ihm. Bei den späten Danbark-Pfeifen wird berichtet, dass neben korsischem Bruyère auch Wurzelstöcke griechischer Herkunft verwendet wurden.

Nach dem Meister

Der Tod von Søren Refbjerg Rasmussen wurde in der Oktoberausgabe 2021 der Zeitschrift The Pipe Collector von Rich Esserman bekanntgegeben. Zurück blieb eine Produktionslinie, die eine millionenfache Serienfertigung und eine Signaturwerkstatt mit nur wenigen Stücken pro Jahr in einem einzigen Leben vereinte. In Bezug auf das Sammlerinteresse trennen sich diese beiden Phasen deutlich: Während die mit „Søren" gestempelten halbfreien Köpfe in Sammlungen häufig anzutreffen sind, gelten die spät mit „Refbjerg" signierten Arbeiten und die mit „Straight Grain" gestempelten Stücke als selten anzutreffende Pfeifen. Die Unterscheidung der Stempel gilt daher als das grundlegendste Wissen rund um die Marke.

Künye

İmza Özellikleri:

Korsika briyarı, dolgusuz gövde, egzotik ağaç ve metal halka bezemeli ağızlık

Kuruluş:

1969

Bugünkü Durumu:

Kurucusunun ölümü 2021'de duyuruldu; üretim sürmüyor

Ülke:

Danimarka

Kurucu:

Søren Refbjerg Rasmussen (1943 doğumlu)

Merkez:

Søborg, Kopenhag yakını

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Kaynaklar

  1. Pipedia — Artikel „Refbjerg"

  2. Pipedia — Artikel „Soborg"

  3. Scandinavian Pipes — Herstellerseite Søren Refbjerg

  4. The Pipe Collector, Ausgabe Oktober 2021 (Notiz von Rich Esserman)

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