Robert Mewis
Ein Architekt und Pfeifenmeister, der die Oldenburger Werkstatt von Hasso Baudis übernahm und in den 1980er Jahren eine kurze Phase der deutschen Handpfeifenszene prägte.
Etiketler:
alman pipoları, el yapımı, 1980'ler, atölye
Güncelleme Tarihi:
26. Juli 2026
Robert Mewis ist ein Meister, der in den 1980er Jahren in Deutschland handgefertigte Pfeifen herstellte, hauptberuflich jedoch Architekt war. Sein Name wird meist zusammen mit Hasso Baudis genannt, der ihm das Handwerk beibrachte: Als Baudis den Pfeifenbau aufgab, ging die Oldenburger Werkstatt an Mewis über, wodurch in der deutschen Pfeifenszene eine kurze, aber bemerkenswerte Phase von wenigen Jahren begann. In Verzeichnissen wird der Meister selbst mit Bremen in Verbindung gebracht.
Der Übergang der Werkstatt
Mewis lernte den Pfeifenbau in einer wenige Monate dauernden, informellen Unterweisung bei Baudis. Als sich Baudis um 1983 vom Geschäft zurückzog und zur Architektur zurückkehrte, überließ er ihm die Werkstatt. Ab diesem Zeitpunkt begann Mewis, unter eigenem Namen zu produzieren. Es wird berichtet, dass er die handwerkliche Seite der Arbeit schnell erfasste und in der Pfeifenszene jener Zeit bereits davon die Rede war, er werde künftig zu den besten Namen Deutschlands zählen.
Mewis, der zu einem bekannten Namen der deutschen Handpfeifenszene wurde, stellte 1988 die Produktion ein. Als Grund für den Rückzug wird die Schwierigkeit angeführt, von diesem Handwerk zu leben und eine Familie zu ernähren. Wie schon sein Lehrmeister kehrte auch er zur Architektur zurück. In den folgenden Jahren kursierten zwar gelegentlich Gerüchte, er fertige noch vereinzelt Pfeifen, doch diese wurden nicht bestätigt; Ende 2003 soll er einem Sammler, der ihn erreichte, gesagt haben, er verfüge über keine Werkstatt mehr, in der er arbeiten könne, denke aber vielleicht eines Tages doch an eine Rückkehr zu dem Handwerk.
Form und Verarbeitung der Pfeifen
Mewis' Pfeifen werden als freie Interpretationen klassischer Pfeifenformen beschrieben, die einer maßvollen, an den dänischen Klassizismus angelehnten Linienführung folgen. In dieser Hinsicht beruht die Marke weniger auf einem völlig regellosen Freehand-Verständnis als vielmehr auf überarbeiteten Fassungen bekannter Formen. Als auffälligstes Detail gilt die eigenwillige Formgebung im Bereich der Bissstelle und der Lippenauflage des Mundstücks; dieses Detail gilt als das, was die Marke am leichtesten erkennbar macht.
In der Produktion wurden ausschließlich glatte (nicht sandgestrahlte) Oberflächen verwendet, und den Aufzeichnungen zufolge wurde nicht gekittet; das heißt, Fehler im Briarholz wurden nicht mit Kitt verdeckt, sondern durch Aussortieren des jeweiligen Kopfes vermieden. Die Farbpalette bewegte sich im Bereich Braun, Rot, Orange und natürlichem Ton. Die Mundstücke wurden von Hand aus Ebonit geschnitten; es gab sowohl gefilterte als auch ungefilterte Varianten. In puncto Mundstückmaterialien steht diese Wahl im Einklang mit der allgemeinen Tendenz der deutschen und dänischen Werkstätten jener Zeit.
Stempel und Klassifizierung
Die Pfeifen tragen den auf dem Schaft angebrachten Stempel „Handmade by Mewis“. Zusätzlich wird die Qualität mit Großbuchstaben gekennzeichnet; den Aufzeichnungen zufolge beginnt die Reihenfolge bei A, und mit fortschreitendem Buchstaben sinkt die Qualitätsstufe, wobei jedoch unbekannt ist, wo die Reihe endet. Zu den dokumentierten Exemplaren zählen Pfeifen mit den Buchstaben D und G. In den Quellen wird auch erwähnt, dass Mewis auf seine Pfeifen eine einjährige Garantie gab. Da es keine Aufzeichnung über die Gesamtstückzahl der Produktion gibt, lässt sich über den Umfang der Marke nichts Genaues sagen.
Künye
İmza Özelliği:
Danimarka klasisizmine yakın serbest yorumlar, kendine özgü ağızlık ucu biçimi
Kuruluş:
1983 dolayları
Bugünkü Durumu:
1988'de üretim sona erdi
Ülke:
Almanya (Oldenburg)
Damga:
"Handmade by Mewis", kalın harfle derece işareti
Kurucu:
Robert Mewis
İlgili Maddeler
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Damga ve İşaretler
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Kaynaklar
Pipedia — Artikel über Robert Mewis
Pipedia — Artikel über Hasso Baudis
Pipedia — Verzeichnis German Pipe Brands & Makers M–Q
Gerd Jansens Pfeifendepot — Nachlassaufzeichnungen zu Robert-Mewis-Pfeifen
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