S. Bang
1968 in Kopenhagen eröffnete dänische Pfeifenwerkstatt, die zwar den Namen ihres Gründers trägt, ihren Ruf aber zwei Meistern verdankt, und 2019 schloss.
Etiketler:
pipo markası, danimarka, artisan, danimarka okulu
Güncelleme Tarihi:
26. Juli 2026
S. Bang ist eine 1968 in Kopenhagen eröffnete und 2019 geschlossene dänische Pfeifenwerkstatt. Die Marke trägt den Namen ihres Gründers Svend Bang; ihren heutigen Ruf verdankt die Werkstatt jedoch Per Hansen und Ulf Noltensmeier, die fast ein halbes Jahrhundert lang dieselbe Werkbank teilten. Die Entscheidung, nur wenige Pfeifen pro Jahr zu fertigen und jeder die nötige Zeit zu widmen, machte S. Bang zu einer der wenigen Werkstätten, die in der Tradition der dänischen Schule als deren Spitze gelten.
Von der Tabaktheke zur Pfeifenwerkbank
Svend Bangs Beruf war nicht die Schnitzkunst, sondern der Tabakhandel. In den Jahren, in denen er beim traditionsreichen Tabakhändler W. Ø. Larsen im Zentrum Kopenhagens arbeitete, erwarb er Kenntnisse über Mischungen und übernahm auch Verantwortung beim Aufbau einer dem Laden angegliederten Pfeifenwerkstatt. Diese Erfahrung bot ihm, als er 1968 sein eigenes Geschäft eröffnete, ein fertiges Konzept: vorne der Verkaufsraum, hinten ein Arbeitsraum. Im Arbeitsraum wurden anfangs nur Reparaturen ausgeführt, doch Bang wollte Pfeifen, die seinen eigenen Namen trugen. Dafür stellte er nacheinander mehrere Meister ein; da die meisten von ihnen nach kurzer Zeit wieder gingen, kam die Belegschaft nie zur Ruhe. Zu den in den Aufzeichnungen genannten Namen zählen Peter Rafn und Ivan Holst Nielsen.
Hansen und Noltensmeier
Der erste Meister, der blieb, war Per Hansen; er verließ die Werkstatt von Preben Holm, wo er kurz gearbeitet hatte, und wechselte 1970 zu Bang. Der dort kennengelernte, deutschstämmige Ulf Noltensmeier kam ein Jahr später zur selben Belegschaft hinzu. Beide bestanden darauf, jede Arbeitsphase von Hand auszuführen und ausschließlich das beste Wurzelholz (Briar) zu verwenden. Diese Haltung führte zunächst zu Meinungsverschiedenheiten mit dem Arbeitgeber: Bang war von der Produktionsmenge beeindruckt, die große Werkstätten im damaligen Dänemark erreichten, und fand auch die von Hand geschnittenen Mundstücke zu zeitaufwendig. Der Streit entschied sich zugunsten der Meister; als die Nachfrage wuchs, zog die Werkstatt 1976 in größere Räume im Norden Kopenhagens um und blieb dort bis zur Schließung.
Als Svend Bang sich 1984 zur Ruhe setzte, übergab er das Geschäft an die beiden Meister; er starb den Aufzeichnungen zufolge 1993. Hansen und Noltensmeier bewahrten den Markennamen unverändert; die einzige Änderung betraf die Stadtzeile im Stempel: An die Stelle der englischen Aufschrift „COPENHAGEN" trat das dänische „KOBENHAVN". Ob eine S.-Bang-Pfeife vor oder nach der Übergabe entstand, erkennt man heute zuerst an dieser Zeile.
Methode an der Werkbank
In der Werkstatt gab es keine Arbeitsteilung; jeder Meister führte seine eigene Pfeife vom ersten Zuschnitt bis zur letzten Politur allein aus und arbeitete auch die für die Marke bekannten Silberringe selbst. Die einzige Ausnahme war das Sandstrahlen: Die dafür vorgesehenen Korpusse brachte Per Hansen zur Fabrik von Stanwell, wo er die Maschine selbst bediente. Auch beim Mundstück (Stem) gab es eine unveränderliche Präferenz: schwarzes Vulkanit wurde von Hand zugeschnitten und geformt. Da die zweistufige Beizung zur Hervorhebung der Maserung bei jedem Holzstück anders ausfiel, konnten keine zwei Korpusse einander gleichen.
Der Stempel zur Kennzeichnung der Qualitätsstufe wurde bei den nach Europa gehenden Pfeifen verwendet. Überliefert ist, dass die Reihe unten mit schwarzem und hellem Sandstrahl beginnt, sich mit den Zahlen 5 bis 9 fortsetzt und mit den Buchstaben A, B und C endet; der Stempel D ist sehr selten anzutreffen. Bei den in die USA gelieferten Pfeifen wurde statt der Qualitätsstufe das Jahr, eine laufende Nummer und die Initialen des Meisters gestempelt. Diese Nummer hat nichts mit der Qualität zu tun, sondern gibt lediglich die Reihenfolge der Fertigung des Meisters innerhalb des Jahres an.
Schließung
Per Hansen und Ulf Noltensmeier kündigten im Herbst 2019 ihren Ruhestand an. Da kein Nachfolger für die Marke benannt wurde, schloss auch die Werkstatt. Ein kleiner Streitpunkt blieb bestehen: die von Svend Bang selbst gefertigten Löfberg-Pfeifen, benannt nach dem Mädchennamen seiner Frau. Der Überlieferung nach gerieten diese Pfeifen Ende der 1970er Jahre im Lager des deutschen Vertriebspartners in Vergessenheit, tauchten jedoch 2005 wieder auf.
Künye
İmza Özellikleri:
Çift kat boyama, elde kesilmiş vulkanit ağızlık, gümüş işçilik
Kuruluş:
1968, Kopenhag
Bugünkü Durumu:
2019'da kapandı
Ülke:
Danimarka
Kurucu:
Svend Bang
Ustaları:
Per Hansen ve Ulf Noltensmeier
İlgili Maddeler
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Damga ve İşaretler
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Kaynaklar
Pipedia — Artikel S. Bang
Smokingpipes.com-Blog — S. Bang Pipes: The End of an Era (Chuck Stanion, 8. November 2019)
Rebornpipes — Restaurierungs- und Stempelnotizen zu S.-Bang-Pfeifen
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