Sven Knudsen
Ein Meister der ersten Generation der dänischen Freihand-Tradition. Er wurde in der Werkstatt Suhr's ausgebildet, leitete als Werkstattmeister die Pfeifenwerkstatt von W. Ø. Larsen und gründete mit seinem Bruder Teddy Dantonian PipeWorks.
Etiketler:
pipo ustası, danimarka okulu, artisan pipo, freehand
Güncelleme Tarihi:
27. Juli 2026
Sven Knudsen zählt zu den Meistern der ersten Generation der handgeformten Pfeife in Dänemark. Er ist der ältere Bruder von Teddy Knudsen. Da er den Großteil seiner beruflichen Laufbahn unter fremdem Markennamen verbrachte, wird sein Name in der Darstellung der dänischen Schule meist erst an zweiter Stelle genannt. Sein Berufsleben gliedert sich in drei Abschnitte: die in den beiden großen Kopenhagener Werkstätten verbrachten Lehrjahre, seine eigene, auf dem Land aufgebaute Ordnung und die kurzlebige Partnerschaft mit seinem Bruder.
Die Jahre bei Suhr's und die unter anderem Namen bekannten Formen
Berichten zufolge trat er Mitte der 1950er Jahre in die Kopenhagener Werkstatt Suhr's Pibemageri ein; Vermittler war Poul Rasmussen, der zu jener Zeit selbst bei Sixten Ivarsson ausgebildet wurde. Wie alle Neuankömmlinge in der Werkstatt begann er am Reparaturtisch, war jedoch bald in der Lage, eine Pfeife allein von Anfang bis Ende fertigzustellen. Dass Rasmussen nicht regelmäßig am Arbeitsplatz erschien, verlagerte das Hauptgewicht der Produktion rasch auf Knudsens Schultern. Die langfristige Folge davon war, dass sein Anteil an der dänischen Pfeifengeschichte erst spät erkannt wurde: Ein Teil der Formen aus jenen Jahren wurde später Rasmussen zugeschrieben. Auch der später unter dem Spitznamen „Former" bekannte Hans Jonny Nielsen wurde in derselben Werkstatt, in Knudsens Team, ausgebildet.
An der Spitze der Larsen-Werkstatt
Aufzeichnungen zeigen, dass er 1959 Suhr's verließ und in Kopenhagen eine eigene kleine Werkstatt gründete. Da er das Hergestellte an die traditionsreichen Tabakhändler der Stadt lieferte, erschien sein Name jahrelang in deren Katalogen; W. Ø. Larsen und Pibe-Dan gehörten dabei zu den führenden. Als Larsens Filialleiter Svend Bang ihm vorschlug, die Leitung der neu, dem Geschäft angegliederten Pfeifenwerkstatt zu übernehmen, änderte sich die Sache: Knudsen war nun nicht mehr für seine eigene Werkbank verantwortlich, sondern für ein ganzes Team. Neben der Leitung übernahm er auch das Sandstrahlen selbst und entwarf einen Teil der Modelle im Formkatalog. Derselbe Svend Bang sollte in den folgenden Jahren seine eigene Werkstatt S. Bang gründen. Berichten zufolge sorgte er, als er sich 1963 entschied, die Stadt zu verlassen, dafür, dass seine Stelle nicht unbesetzt blieb; die Leitung der Larsen-Werkstatt ging an Former Nielsen über.
Tappernøje und die Dantonian-Partnerschaft
Seine neue Ordnung richtete er in einem Haus ein, das er im Dorf Tappernøje im Süden der Insel Sjælland, das zu Præstø gehört, erworben hatte. Als sich ihm 1970 sein Bruder Teddy anschloss, wurde aus der dortigen Produktion ein gemeinsames Unternehmen: „Dantonian PipeWorks". In der von den beiden Brüdern zusammengestellten Modellreihe überwogen die von Sven zuvor entwickelten Formen; in Quellen werden die Namen „Walrus" und „Swan" mit ihm in Verbindung gebracht. Der Anfang 1971 verteilte Katalog wurde nur auf Englisch erstellt, da das Zielpublikum in Deutschland, den Vereinigten Staaten und Japan lag. Die Pfeifen wurden auf Bestellung gefertigt und trugen den Stempel „Dantonian - Handicraft of Copenhagen". Die Partnerschaft dauerte etwa zweieinhalb Jahre: Teddy ging Anfang 1973 seinen eigenen Weg, während Sven nach Næstved zog und dort die Produktion unter demselben Namen noch eine Zeit lang fortsetzte.
Stempel, Stil und späte Jahre
Die Empfehlung Sixten Ivarssons an seine Bekannten in Japan war ausschlaggebend dafür, dass Knudsens Arbeiten in diesem Land einen breiten Kreis von Käufern fanden; in den folgenden Jahren ging ein bedeutender Teil seiner Produktion direkt an Sammler. Er kennzeichnete seine Pfeifen mit dem Stempel „S. Knudsen", daneben mit einer Kopffigur mit Kopfband; was diese Figur darstellen soll, wird in den Quellen unterschiedlich erklärt. Eine Qualitätsstufeneinteilung verwendete er nicht. Dass er die Erikawurzel (Bruyère) als Wurzelstock selbst auswählte und die Freihand-Auffassung nicht der Maschine überließ, sondern beibehielt, gilt als das prägende Merkmal seiner Arbeiten. Als gesundheitliche Probleme die Feinmotorik seiner Hand beeinträchtigten, schloss er 1997 offiziell die Werkstatt; sein Name verschwand eine Zeit lang aus dem Gespräch der Szene, bis er Anfang der 2000er Jahre, als seine verbliebenen Pfeifen zusammengetragen und vorgestellt wurden, wieder in Erinnerung gerufen wurde. Berichten zufolge starb er 2010.
Künye
Çalıştığı Atölyeler:
Suhr's Pibemageri, W. Ø. Larsen, kendi atölyeleri
Ülke:
Danimarka
Damga:
"S. Knudsen"; ortak üretimde "Dantonian - Handicraft of Copenhagen"
Etkin Dönem:
1950'lerin ortası – 1997
Adıyla Anılan Biçimler:
Walrus, Swan
Ortak Girişim:
Dantonian PipeWorks (1970–1973, Teddy Knudsen ile)
İlgili Maddeler
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Damga ve İşaretler
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Kaynaklar
Pipedia — Artikel Knudsen, Sven
Pipedia — Artikel Dantonian Pipe Works
Smokingpipes.com-Blog — Legendary: Hans Former Nielsen
Svenska Pipklubben — Interview mit Hans Former Nielsen (November 2008)
MBSD Pipes — Notizen zur Werkstatt und zum Formkatalog von W. Ø. Larsen
Wikipedia / Mapcarta — Siedlungsangaben zu Tappernøje und Præstø
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