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Vauen

Vauen, dessen Ursprung bis ins Jahr 1848 zurückreicht, ist die noch heute produzierende älteste Pfeifenfabrik Deutschlands. Mit dem 1934 vorgestellten Dr. Perl 9-mm-Aktivkohlefilter legte sie den Grundstein der deutschen Pfeifenschule.

Etiketler:

pipo markası, almanya, filtre, nürnberg

Güncelleme Tarihi:

2. August 2026

Vauen ist die noch heute produzierende älteste Pfeifenfabrik Deutschlands. Der Ursprung der Marke geht auf das 1848 von Karl Ellenberger und Carl August Ziener in Nürnberg gegründete Unternehmen zurück, das als erste deutsche Pfeifenfabrik gilt; die Produktion läuft bis heute in derselben Stadt weiter. Vauens eigentlicher Ruhm in der Pfeifenwelt beruht jedoch darauf, dass die Firma den weltweit ersten 9-mm-Aktivkohlefilter entwickelte und damit den Grundstein der als „deutsche Schule“ bezeichneten Tradition des Rauchens mit Filter legte.

Geschichte

Die von Ellenberger und Ziener gegründete Fabrik fusionierte 1901, ebenfalls in Nürnberg, mit der seit 1866 bestehenden Pfeifenfabrik Gebhard Ott, und das Unternehmen nahm den Namen „Vereinigte Pfeifenfabriken Nürnberg“ an. Der heute verwendete Markenname entstand 1909: Adolf Eckert leitete aus den Anfangsbuchstaben dieser langen Firmenbezeichnung einen einprägsamen Namen ab. Da im Deutschen der Buchstabe V als „fau“ und N als „en“ ausgesprochen wird, ergab die Zusammenführung der beiden Aussprachen die Schreibweise VAUEN.

An die Spitze des durch die Fusion entstandenen Unternehmens trat Ernst Eckert aus der Familie Ott; unter seiner Leitung begann die Zeit, in der die Marke ihre Position auf europäischen und überseeischen Märkten aufbaute. Adolf Eckert, der den Markennamen prägte, vertritt die darauffolgende Generation. Derjenige, der die Fabrik nach der Zerstörung durch den Zweiten Weltkrieg in Nürnberg wieder aufbaute, war Adolf Eckerts Sohn, der wie sein Großvater Ernst Eckert hieß; mit diesem Wiederaufbau gewann das Unternehmen sein internationales Ansehen zurück.

Das Unternehmen befindet sich seit Generationen in den Händen der Familie Eckert; Firmenquellen betonen, dass es seit seiner Gründung ein Familienunternehmen geblieben ist. Ab 1982 leitete Alexander Eckert, aus der fünften Generation, das Unternehmen. Martin Ramsauer, der 2016 zum Unternehmen stieß, wurde 2018 gemeinsamer Geschäftsführer; im selben Jahr trat auch Julia Eckert aus der sechsten Generation im Bereich Marketing ihre Stelle an. Am 1. Juni 2026 übernahm Florian Eckert die Geschäftsführung und vertritt seither gemeinsam mit seiner Frau Julia Eckert die sechste Generation der Familie. Diese familiäre Kontinuität gilt als selten in der europäischen Pfeifenindustrie erreichtes Beispiel für Stabilität.

Der Dr.-Perl-Filter und die deutsche Schule

Die beiden Jahrzehnte nach dem Ersten Weltkrieg waren Schauplatz eines internationalen Wettlaufs auf dem Gebiet der Pfeifenfilter und Systempfeifen; in der damaligen Werbesprache wurden diese Lösungen unter dem Titel „gesunde Pfeife“ beworben. Vauen beteiligte sich früh an diesem Wettlauf und brachte den Aufzeichnungen zufolge 1921 einen einfachen Papierfilter heraus. Der eigentliche Wendepunkt im heutigen Sinne folgte jedoch erst nach diesen Versuchen.

Die Innovation, die Vauens Namen in die Pfeifengeschichte eintrug, ist der 1934 unter dem Namen „Dr. Perl junior“ vorgestellte, weltweit erste 9-mm-Aktivkohle-Pfeifenfilter. Dieser zwischen Kammer und Mundstück (Stiel) eingesetzte Filter soll die im Rauch enthaltene Feuchtigkeit und die Kondensationsprodukte binden und so einen trockeneren Zug ermöglichen. Mit der Zeit wurde diese Lösung zum bestimmenden Merkmal der deutschen Pfeifenmacherei; heute gilt, dass die große Mehrheit der in Deutschland verkauften Pfeifen — Firmenangaben zufolge mehr als neunzig Prozent — über eine 9-mm-Filterkammer verfügt. Die Wirkprinzipien der Filtertypen und ihre Auswirkung auf den Geschmack werden ausführlich im Artikel Pfeifenfilter und -systeme beschrieben.

Ein ebenso wichtiges Detail wie der Filter selbst ist, wie er sitzt. Vauen machte 1968 die von ihr Conex genannte Lösung in einem Großteil ihrer Modelle zum Standard: Das Ende der Filterkammer im Mundstück wird konisch verengt, sodass der Filter genau passt und der Rauch gezwungen ist, durch den Filter statt an ihm vorbei zu strömen. Nicht jede Vauen-Pfeife nach 1968 verfügt über diese Vorrichtung, doch das System verbreitete sich mit der Zeit auch über die Marke hinaus; vor allem Stanwell und einige andere europäische Hersteller übernahmen die ähnliche konische Kammer für ihre eigenen Filtermodelle. Weiterentwickelte Ausführungen des Dr. Perl junior werden bis heute produziert und gelten weiterhin als der zuerst genannte Name, wenn von 9-mm-Aktivkohlefiltern die Rede ist.

Serien und Markenidentität

Vauen-Pfeifen werden überwiegend aus Wurzelholz (Briar) gefertigt und tragen bei den gehobenen Modellen am Mundstück ein von Weitem erkennbares rundes Punktzeichen. Neben den klassisch geformten Serien nehmen auch thematische Kollektionen einen wichtigen Platz im Produktionsspektrum der Marke ein. Die bekannteste davon ist die Auenland-Serie, die sich von Tolkiens Auenland (englisch: Shire) inspirieren lässt und aus langstieligen Modellen im Stil der Churchwarden besteht. Diese Serie, die das Interesse von Lesern fantastischer Literatur in die Welt der Pfeife trägt, wird als Beispiel dafür angeführt, wie eine traditionsreiche Fabrik Verbindungen zur zeitgenössischen Kultur knüpft.

Das Punktzeichen und der Dunhill-Rechtsstreit

Der Punkt am Mundstück ist das meistdiskutierte Erkennungszeichen von Vauen. Der offiziellen Firmengeschichte zufolge wurde der weiße Punkt 1911 als Qualitätsmerkmal eingeführt. Den Aufzeichnungen zufolge ließ Vauen dieses Zeichen in den 1920er Jahren für Deutschland und Österreich eintragen; in denselben Jahren hatte auch Dunhill den weißen Punkt für den internationalen Markt eintragen lassen. Die beiden Unternehmen gerieten in einen Rechtsstreit, und das Ergebnis bestimmt das heutige Bild: Die internationale Nutzung des weißen Punkts fiel an Dunhill, während Vauen den weißen Punkt nur noch in Deutschland und Österreich verwenden durfte. Vauen-Pfeifen, die auf andere Märkte gehen, werden seither mit einem grauen oder hellblauen Punkt gekennzeichnet.

Diese Unterscheidung ist für Liebhaber, die versuchen, eine Pfeife zu bestimmen, ein praktischer Hinweis. Die Farbe des Punkts zeigt an, für welchen Markt die Pfeife hergestellt wurde; fehlt der Punkt ganz, ist das kein Qualitätsfehler, sondern eine Frage der Kategorie: Bei Pfeifen der unteren Serien findet sich am Mundstück anstelle des Punkts lediglich der Stempel VAUEN. Die Fabrik in Nürnberg hat zudem den Vertrieb anderer Etiketten neben der eigenen Marke übernommen; die Marke Kansas, die in der Amadeus-Werkstatt in Griechenland hergestellt wird, ist das bekannteste Beispiel dafür.

Vauen, das in seiner Anlage in Nürnberg die gesamte Produktion vom Entwurf bis zum letzten Feinschliff unter eigenem Dach durchführt, gilt bis heute als Symbol der Kultur des Rauchens mit Filter.

Künye

Kurucular:

Karl Ellenberger, Carl August Ziener

Kuruluş:

1848, Nürnberg (Vauen adı 1909'dan)

Bugünkü Durumu:

Eckert ailesinin yönetiminde, Nürnberg'de üretimde

Ülke:

Almanya

Ayırt Edici İşaret:

Ağızlıkta nokta; yurt içinde beyaz, ihracatta gri veya açık mavi

İmza Yenilikleri:

Dr. Perl junior 9 mm aktif karbon filtre (1934), Conex filtre yuvası (1968)

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Kaynaklar

  1. Offizielle Website von Vauen — Abschnitt Firmengeschichte

  2. Pipedia — Artikel VAUEN

  3. LePipe.it — Markenbiografie Vauen

  4. Pipephil — Seite zu Vauen-Markenzeichen

  5. Die Tabakzeitung — Bericht über den Führungswechsel bei Vauen (Juni 2026)

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