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W.Ø. Larsen

1864 in Kopenhagen gegründeter Tabakwarenhändler, der ein Jahrhundert später eine eigene Pfeifenwerkstatt eröffnete und damit zu einer der Kaderschmieden der dänischen Pfeifenherstellung wurde, bevor er 2005 schloss.

Etiketler:

pipo markası, danimarka, kopenhag, danimarka okulu

Güncelleme Tarihi:

26. Juli 2026

W.Ø. Larsen ist ein dänischer Tabakwarenhändler, der 1864 in Kopenhagen gegründet wurde und ein Jahrhundert später mit der Eröffnung einer eigenen Pfeifenwerkstatt begann, mit dem Markennamen assoziiert zu werden. Das Geschäft an der Fußgängerzone Strøget der Stadt wurde ab den 1960er Jahren sowohl zu einem Ort, an dem handgefertigte dänische Pfeifen verkauft wurden, als auch zu einem Zentrum, in dem die Generation heranwuchs, die diese Pfeifen herstellen sollte. Heute gilt der Name als eine der wenigen Adressen, an denen sich der als dänische Schule bezeichnete Formansatz institutionalisierte.

Der Tabakwarenhändler am Amagertorv

Der Gründer des Geschäfts, Wilhelm Øckenholt Larsen (1836-1919), stammte aus Randers; sein zweiter Name erscheint in den Quellen in zwei verschiedenen Schreibweisen, Øckenholt und Øckelholt. Im Alter von achtundzwanzig Jahren, 1864, eröffnete er auf dem Amagertorv in Kopenhagen ein Tabakgeschäft mit Zigarrenmanufaktur. Das Geschäft galt mit der Zeit als einer der bekanntesten Tabakwarenhändler der Stadt und erhielt 1913 den Titel eines königlichen Hoflieferanten (kgl. hofleverandør). Das Unternehmen blieb über Generationen hinweg in der Hand derselben Familie; Pfeifen waren in diesem ersten Jahrhundert nur eine der verkauften Warenarten.

Die eigene Werkstatt des Ladens

Anfang der 1960er Jahre waren die Jahre, in denen die handgefertigte dänische Pfeife gerade Aufmerksamkeit gewann; das Geschäft nahm in dieser Zeit die Pfeifen unabhängiger Meister, allen voran Poul Rasmussen, in sein Sortiment auf. Die Nachfrage überstieg bald die Kapazität einer einzelnen Werkbank. Auf Anregung des Geschäftsführers Svend Bang fand man die Lösung nicht darin, Ware von außen zu beziehen, sondern in Räumen neben dem Geschäft eine eigene Werkbank einzurichten. Der erste Meister an der Spitze der Werkstatt war Sven Knudsen; als dieser bald darauf ausschied, um unter eigenem Namen zu arbeiten, übernahm Hans Nielsen seinen Platz. Nielsen ist in der Fachwelt unter dem Spitznamen „Former" bekannt; das Wort bedeutet auf Dänisch „Formen".

Unter Nielsens Leitung wuchs die Zahl der Werkbänke, und die Werkstatt wurde so groß, dass sie in die nicht mehr genutzte Zigarrenfabrik des Unternehmens umziehen musste. Dieses Team, das die Serien Select und Straight Grain der Marke herstellte, fungierte zugleich als eine Art Schule: Else Larsen, die als erste dänische Pfeifenmeisterin gilt, sowie Poul Ilsted, Ph. Vigen, Teddy Knudsen, Tonni Nielsen, Peter Hedegaard und Jess Chonowitsch arbeiteten hier oder wurden hier ausgebildet. Die meisten von ihnen wechselten später zur Produktion unter eigener Signatur.

Die halbklassische Linie

Die aus der Werkstatt hervorgegangenen Pfeifen werden in der Fachwelt unter einer als „halbklassisch" bezeichneten Linie zusammengefasst. Das Kennzeichen dieser Linie besteht nicht darin, klassische Formen zu verlassen, sondern darin, sie abzumildern: Die Proportionen sind etwas fülliger, die Linien etwas runder. Bei einem Larsen-Billiard steht der Kopf eher birnenförmig als zylindrisch, der Übergang zwischen Kopf und Stiel ist deutlich abgesetzt, und beim Halten in der Hand konzentriert sich das Gewicht der Pfeife weiter unten als bei klassischen englischen Formen. Bei den Oberflächenbehandlungen wurden warme Töne von Gelb bis Orange bevorzugt. Die vom Unternehmen zwischen 1960 und 1963 auf Englisch herausgegebenen bebilderten Kataloge gehören zu den Dokumenten, auf die sich auch heute noch stützt, wer das Formenrepertoire der damaligen Zeit nachvollziehen möchte.

Übergabe und Schließung

Nachdem Former in die Schweiz gegangen war und dort die Marke Bentley gegründet hatte, ging die Leitung der Werkstatt an Søren Refbjerg Rasmussen über; die Köpfe mit gerader Maserung (straight grain) der Serie wurden von Benni Jørgensen, einem Schüler von Teddy Knudsen, bearbeitet. Die nachfolgende Generation an der Spitze des Unternehmens sah die Zukunft in billiger Serienproduktion und übernahm die Pfeifenfabrik von Georg Jensen. Den Aufzeichnungen zufolge brachte diese Entscheidung nicht das erwartete Ergebnis. Das Geschäft in Kopenhagen schloss 2005, der Markenname ging an Stanwell über, und Pfeifen mit der Signatur Larsen wurden ab diesem Zeitpunkt als Fabrikware weitergeführt.

Künye

Pipo Atölyesi:

1960'ların başı; ilk yöneticileri Sven Knudsen ve Hans "Former" Nielsen

Kuruluş:

1864, Kopenhag

Bugünkü Durumu:

Dükkân 2005'te kapandı; marka adı Stanwell'e geçti

Ülke:

Danimarka

Kurucu:

Wilhelm Øckenholt Larsen (1836-1919)

Bilinen Serileri:

Select, Straight Grain, Pearl Grade

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Kaynaklar

  1. Pipedia — Artikel W.Ø. Larsen

  2. Gravsted.dk — Biografie von Wilhelm Øckenholt Larsen (Geburt, Tod, Gründung, Adresse, Titel hofleverandør)

  3. Smokingpipes.com — Tabak- und Estate-Pfeifenseiten von W.Ø. Larsen (Gründung 1864, Geschäft am Strøget)

  4. The Danish Pipe Shop und Havnens Vin — Markenseiten von W.Ø. Larsen (Schließung des Geschäfts 2005)

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