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Weingott

Die 1883 vom Fleet-Street-Tabakhändler Samuel Weingott gegründete Londoner Marke, die als früher Meilenstein bei der Einheimischwerdung der britischen Briarpfeifenherstellung gilt und nach der Übernahme durch Cadogan 1980 aus dem Markt verschwand.

Etiketler:

pipo markası, ingiliz ekolü, londra, cadogan

Güncelleme Tarihi:

27. Juli 2026

Weingott ist eine britische Pfeifenmarke, die aus der Werkstatt S. Weingott & Son hervorging, die der in der Fleet Street tätige Londoner Tabakhändler Samuel Weingott 1883 gründete. Sie gilt als früher Meilenstein bei der Einheimischwerdung der britischen Briarpfeifenherstellung. Die Marke wurde über weite Teile des zwanzigsten Jahrhunderts in Londoner Handelsverzeichnissen als ältester eingetragener Briarpfeifenhersteller geführt.

Vom Tabakladen zur Werkstatt

Den Aufzeichnungen zufolge betrieb Weingott ab 1859 ein Tabakgeschäft an der Fleet Street Nummer 3; das über die Jahre angesammelte Wissen über Tabak führte ihn schließlich dazu, sich mit dem Material selbst zu befassen. Zwischen 1865 und 1870 soll er mit Briar experimentiert haben, zur regelmäßigen Fertigung sei er 1883 übergegangen. In jenen Jahren stammten nahezu alle in England verkauften Briarpfeifen aus Kontinentaleuropa, während einheimische Fertigung überwiegend Tonpfeifen bedeutete. Weingotts Unternehmung war einer der ersten ernsthaften Schritte, das in Saint-Claude beginnende Aufkommen des Briar auch in London zu etablieren.

Die Branche begegnete dem Vorhaben zunächst mit Skepsis; viele hielten das Geschäft für nicht tragfähig. Dennoch stieg die Werkstatt innerhalb von sechzehn Jahren nach ihrer Gründung zu einem der größten Pfeifenhersteller des Landes auf und exportierte in die Kolonien. Laut einem Interview, das der Gründer 1899 einer britischen Zeitschrift gab, hatte dieses Wachstum ein Arbeitskräftepotenzial hervorgebracht, das ausgereicht hätte, um eine landesweite Gewerkschaft der Pfeifenmacher zu gründen.

Fertigungsverständnis

Der Punkt, in dem sich die Marke absetzte, war ihr Verständnis von Arbeitsteilung. Während in vielen Werkstätten der Zeit eine Pfeife durch die Hände mehrerer Arbeiter ging, von denen jeder für ein einzelnes Teil zuständig war, verfolgte Weingott den Grundsatz, eine Pfeife von Anfang bis Ende von einem einzigen Meister anfertigen zu lassen. Dieser Ansatz wurde vor allem damit begründet, dass er beim Sitz von Schaft und Mundstück zu gleichmäßigeren Ergebnissen führe.

Ein zweites Thema, das der Gründer in denselben Jahren offen ansprach, war, wie Ausschuss-Briar in den Handel zurückkehrte. Der Darstellung nach wurden rissige und poröse Blöcke billig abgegeben, Mängel mit einer kittartigen Masse verschlossen, das Holz anschließend in Kaliumpermanganat-Lösung nachgedunkelt und lackiert; die entstehende kastanienbraune Oberfläche verbarg den Fehler, sofern man nicht genau hinsah. Weingott gibt an, ab einem bestimmten Punkt seine eigenen fehlerhaften Blöcke nicht mehr verkauft, sondern verbrannt zu haben. Sein Vertrauen in die unbehandelte Oberfläche begründet er mit einem einfachen Kriterium: Natürlicher Briar zeigt auch nach jahrelangem Nachdunkeln weiterhin seine Maserung.

Stempel

Die Pfeifen tragen in der Regel auf der linken Schaftseite den Stempel „Weingott" und darunter „London". Bei Nachkriegsstücken findet sich auch die Form „The Weingott Pipe". Bei Exemplaren mit Silberring trägt der Ring die Firmenabkürzung und britische Feingehaltsstempel; im Stempelarchiv sind Stücke sowohl aus dem Londoner (Leopardenkopf) als auch aus dem Birminghamer (Anker) Prüfamt verzeichnet. Da der Jahresbuchstabe des Feingehaltsstempels eine Datierung dieser Pfeifen bis auf das Jahr genau erlaubt, ist der Silberring bei Weingott für Sammler eine eigenständige Informationsquelle.

Besitzerwechsel und Ende

Die Familie gab das Unternehmen in den 1930er-Jahren ab. Danach wechselte der Name mehrfach den Besitzer und wurde zeitweise zu einem Markennamen, der auf in anderen Werkstätten gefertigte Pfeifen aufgebracht wurde. 1980 kaufte die Cadogan-Gruppe, die auch etablierte Londoner Namen wie Comoy's of London und Loewe & Co. in sich vereinte, die Marke; dass die Gruppe die Fertigung in einer einzigen Fabrik in Southend-on-Sea zusammenlegte, führte dazu, dass sich der Name vom früheren Qualitätsniveau entfernte und nach einiger Zeit gänzlich aus dem Gebrauch verschwand. Frühe Exemplare aus der Werkstattzeit sind im Gebrauchtmarkt (Estate) nur selten anzutreffen; diese Stücke gelten unter Sammlern als Beispiele für die Londoner Handwerkskunst jener Epoche.

Künye

İmza Ürünleri/yenilikleri:

Bir pipoyu baştan sona tek ustaya yaptırma ilkesi; gümüş bilezikli pipolar

Kuruluş:

1883, Londra (Fleet Street)

Bugünkü Durumu:

Üretimi yok; 1980'de Cadogan'a geçtikten sonra kullanımdan kalktı

Ülke:

Büyük Britanya

Kurucu:

Samuel Weingott

Firma Adı:

S. Weingott & Son

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Kaynaklar

  1. Pipedia — Artikel Weingott

  2. Pipephil — Logo- und Stempelarchiv Weingott

  3. Silver Collection — Verzeichnis britischer Pfeifenhersteller und Silber-Beschlagstempel

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