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Billiard

Billiard ist mit seinem nahezu zylindrischen Kopf und ausgewogenen Proportionen die als Maßstab geltende gerade Form unter den klassischen Pfeifenformen; sie findet sich in fast jedem Herstellerkatalog.

Etiketler:

pipo şekli, klasik şekiller, düz pipo, billiard

Güncelleme Tarihi:

2. August 2026

Billiard ist die als klassischste geltende gerade Pfeifenform; sie taucht in fast jedem Herstellerkatalog auf, und andere Formen werden oft im Vergleich zu ihr beschrieben. Mit ihrem nahezu zylindrischen Kopf, der maßvollen Schaftlänge und der schnörkellosen Linie steht sie im Zentrum der Familie der klassischen Pfeifenformen. Sofern nicht anders angegeben, ist die Billiard eine gerade Pfeife; ist das Mundstück gebogen, wird sie als "Bent Billiard" bezeichnet.

Form und Proportionen

Der Kopf der Billiard ist nahezu zylindrisch, der Boden ist abgerundet, und der Kopf neigt sich gegenüber dem Schaft um wenige Grad leicht nach außen. Diese kleine Neigung verleiht der Form statt eines starren Blocks ein lebendiges Erscheinungsbild. Für die Bezeichnungen der Abschnitte wie Kopf, Schaft und Mundstück siehe den Artikel Pfeifenanatomie.

Die klassischen Proportionen der Form lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Die Kopfhöhe beträgt etwa das 1,25-fache des Kopfdurchmessers.

  • Die Schaftlänge liegt nahe an der Kopfhöhe.

  • Die Gesamtlänge der Pfeife ist etwas mehr als das Dreifache der Kopfhöhe.

Diese Werte sind keine starren Regeln, sondern vom geschulten Auge der Meister überlieferte Ausgewogenheitsmaße; kleine Abweichungen von Hersteller zu Hersteller gelten als üblich.

Bei einer der klassischen Vorgabe treuen Billiard ist auch die Kammerbohrung zylindrisch; da Außenfläche und Innenbohrung auf derselben Achse verlaufen, tritt der Rand als flacher, ringförmiger Streifen hervor, dessen Wandstärke rundum gleich bleibt. Es ist üblich, im mittleren Bereich der Wand eine sehr leichte Wölbung zu belassen; das gibt an der Stelle, an der sich die Hitze am meisten sammelt, etwas zusätzliches Materialpolster. Es werden auch Exemplare mit abgerundetem oder nach oben verjüngtem Rand hergestellt; diese gelten zwar als Abweichung von der Norm, bleiben aber Billiards, solange der Korpus nicht in Richtung Apple oder Egg abdriftet. Der Schaftquerschnitt ist klassischerweise rund, das Mundstück meist von der sich verjüngenden (tapered) Art.

Schaft-, Mundstück- und Biegungsvarianten

Derselbe Korpus verwandelt sich durch Änderung von Schaftquerschnitt und Mundstückform in eine Reihe von Untertypen. Wird statt eines verjüngten ein sattelförmiges (saddle) Mundstück angebracht, heißt die Pfeife "Saddle Billiard". Der Schaft kann statt rund auch oval, mit Diamantquerschnitt oder in schlanker "Bleistift"-Form gearbeitet sein. Werden die Flächen des Korpus oder des Schafts abgeflacht, entsteht die Panel Billiard; verbindet sich eine kastenförmige Kammer mit einem quadratischen Schaft, entsteht der als "Four-Square" bezeichnete Typ. Auch die Army-Mount-Fassung, bei der der Schaft mit einem Metallring umschlossen und das Mundstück steckbar montiert ist, ist eine häufig mit dem Billiard-Korpus gepaarte Lösung.

Der Biegungsgrad wurde in alten Katalogen mit Brüchen angegeben: 1/8, 1/4, 1/2, 3/4 und ganz gebogen. Für diese Skala gibt es kein exaktes Maß; besonders die Grenze zwischen 3/4 und ganz gebogen bleibt in der Praxis ungefähr. Für eine ganz gebogene Billiard mit fast senkrecht aufsteigendem Schaft werden die Bezeichnungen Oom Paul oder Hungarian verwendet. Der Name Oom Paul wird auf Paul Kruger zurückgeführt, den Staatspräsidenten der Südafrikanischen Republik am Ende des 19. Jahrhunderts.

Ursprung und Namensgebung

Man geht davon aus, dass die Billiard im 19. Jahrhundert heranreifte, als sich die Drechsel-Serienfertigung von Pfeifen aus Bruyèreholz (briar) entwickelte. Diese Reifung wird meist mit England in Verbindung gebracht; der Anteil der Werkstätten von Saint-Claude in Frankreich an diesem Prozess ist jedoch ebenfalls umstritten. Es wird vermutet, dass der Name von der geraden, schlichten Form des Billardqueues stammt; diese Herleitung ist jedoch nicht eindeutig belegt.

Die Billiard-Familie

Die Billiard ist eine derart grundlegende Form, dass ein erheblicher Teil des klassischen Repertoires als ihre Abwandlung gilt:

Variante

Unterscheidungsmerkmal

Pot

Kürzere und breitere Kammer

Chimney (Stack)

Verlängerte, hohe Kammer

Panel

Abgeflachte Kopfflächen

Canadian, Lovat, Liverpool, Lumberman

Verlängerter Schaft, verkürztes Mundstück

Poker

Abgeflachter, auf dem Tisch stehender Boden

Brandy und Apple

Abgerundete Korpuslinien

Die Ableitungen mit langem Schaft sind reichhaltig genug, um ein eigenes Thema zu bilden; Einzelheiten finden sich im Artikel Canadian-Familie.

Verbreitung und kultureller Stellenwert

Ein anschauliches Beispiel für die zentrale Stellung der Form ist das alte Nummerierungssystem der Marke Dunhill (White Spot), das von den 1920ern bis in die 1970er Jahre verwendet wurde: Den Aufzeichnungen zufolge gab es in diesem System allein für die Billiard rund fünfzig verschiedene Codes. Darunter kam die LB ("Large Billiard") nach dem Ersten Weltkrieg auf den Markt und wurde zu einer der beliebtesten Formen der Marke. Die Bent Billiard wiederum wurde besonders bei irischen und englischen Marken wie Peterson zu einer Art Markenzeichen; Petersons Systempfeifen werden überwiegend mit diesem Korpus gefertigt.

Wie verbreitet die Form ist, zeigt sich auch bei den Formnummern der Marken. Den Aufzeichnungen zufolge stehen Dunhills 114, Comoy's 105, Petersons 957, Savinellis 1011, Stanwells 03, Barlings 1100 und BBBs 606 stets für die gerade Billiard; einige Hersteller wie Sasieni verwendeten statt Nummern Ortsnamen wie Pembroke oder Buckingham. In denselben Listen sind Pot-, Chimney-, gebogene und Army-Mount-Varianten mit eigenen Nummern aufgeführt; das heißt, eine einzige Korpusfamilie kann Dutzende Zeilen eines Katalogs füllen. Bekannt ist auch, dass sich diese Nummerierungen im Laufe der Zeit änderten und alte Broschüren nicht immer übereinstimmen.

Wegen ihrer ausgewogenen Kammergeometrie zählt die Billiard sowohl für Pfeifeneinsteiger als auch für alle, die Tabakmischungen kennenlernen möchten, zu den am häufigsten empfohlenen Formen: Die Kammer stellt den Tabak in den Vordergrund, die Form tritt nicht dazwischen.

Künye

Varyantlar:

Bent Billiard, Pot, Chimney, Panel, Poker, Saddle Billiard

Ayırt Edici Özellik:

Silindire yakın, yuvarlak tabanlı lüle

Klasik Oran:

Lüle yüksekliği ≈ lüle çapı × 1,25

Köken:

19. yüzyıl; çoğunlukla İngiltere ile ilişkilendirilir

Aile:

Düz (nitelenmedikçe); bükük türü Bent Billiard

Yaygınlık:

Hemen her üretici kataloğunda bulunur

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Kaynaklar

  1. Pipedia — Artikel Billiard

  2. Pipedia — Dunhill Shapes List

  3. Pipedia — Comoy's Shape Number Chart

  4. Peterson Pipe Notes — über die Oom-Paul-Formen 02 und 02BB

  5. Pipedia — Dunhill Shape Chart

  6. Smokingpipes.com — The Billiard: Pipedom's Archetypal Shape

  7. LePipe.it — Guide to Pipe Shapes and Styles: The Billiard

  8. G.L. Pease — Pipe Shapes: Billiards

  9. Rebornpipes — Dunhill Pipe Shapes (Zusammenstellung von Eric W. Boehm)

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