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Cavalier

Eine seltene Form mit einem sich unter den Kopf erstreckenden Schaft, dessen abnehmbarer Deckel Feuchtigkeit auffängt und der Pfeife erlaubt, aufrecht auf dem Tisch zu stehen.

Etiketler:

şekil, nem yönetimi, orta avrupa, briyar

Güncelleme Tarihi:

3. August 2026

Cavalier ist eine Pfeifenform, bei der sich der Schaft unter den Kopf erstreckt und an dessen Ende einen abnehmbaren Deckel trägt. Bei einer gewöhnlichen Pfeife verläuft der Schaft nur in eine Richtung, nach hinten vom Kopf weg; beim Cavalier bleibt der Schaft nicht hinter dem Kopf stehen, sondern senkt sich nach unten ab und verleiht der Pfeife dadurch eine Art Standfuß. Dank dieses Fußes kann die Pfeife, auf den Tisch gelegt, aufrecht stehen, ohne umzukippen. Die Form ist heute nicht verbreitet; man begegnet ihr eher in einzeln gefertigten Meisterstücken und in alten Katalogen.

Aufbau und Funktionsprinzip

Was den Cavalier definiert, ist weniger sein Aussehen als seine Bohrungsanordnung. Im Schaft befinden sich zwei getrennte Bohrungen: Die erste verläuft von einem Ende des Schaftes durchgehend zum anderen, die zweite verbindet den Boden des Kopfes mit diesem Hauptkanal. Während der Rauch vom Kopfboden in den Schaft übertritt, sinkt kondensierende Feuchtigkeit durch die Schwerkraft zum tiefsten Punkt des Schaftes, also zur mit Deckel versehenen Verlängerung, und sammelt sich dort. So sammelt sich Feuchtigkeit nicht am hinsichtlich der Pfeifenanatomie empfindlichsten Ort, dem Rauchkanal und dem Mundstück.

Der Deckel am Ende der Verlängerung kann geschraubt oder gesteckt sein. Nach dem Abnehmen kann sowohl die angesammelte Flüssigkeit entleert als auch ein Reinigungswerkzeug durch einen geraden Kanal durch die Pfeife geführt werden. Damit zählt der Cavalier zu den Lösungen, die den Umgang mit Feuchtigkeit in die Gestaltung des Korpus verlagern; für Mechanismen, die dasselbe Problem auf anderem Wege angehen, siehe Pfeifenfilter und -systeme.

Herkunft

Der Ursprung der Form wird der mitteleuropäischen Tradition der zusammengesteckten Pfeife zugeschrieben. Der deutsche Name Gesteckpfeife bedeutet wörtlich „aus Teilen zusammengesteckte Pfeife": Kopf, Reservoir, Schaft und Mundstück wurden getrennt gefertigt und ineinandergesteckt. Diese vom achtzehnten bis zum frühen zwanzigsten Jahrhundert in der deutschen und österreichischen Kultur verbreiteten Pfeifen sind wegen ihrer Verbindung zur Tiroler Region auch als Tirolerpfeife bekannt. Der Kopf bestand meist aus Porzellan; das darunterliegende Reservoir fing Feuchtigkeit und Teer des Tabaks auf, mitunter wurde zur Geschmacksgebung Wein hineingegeben.

Nach kommerziellen Formführern wurde diese Anordnung ab dem späten neunzehnten Jahrhundert auf die Briar-Pfeife übertragen und in der englischen Produktion unter dem Namen Cavalier bekannt; dass dieser Zusammenhang wissenschaftlich untersucht worden sei, lässt sich nicht behaupten. In Dunhills Formlisten taucht der Name Cavalier auf, Exemplare aus der Zwischenkriegszeit sind als „Tyrolean Cavalier" verzeichnet; auch andere englische Hersteller wie Comoy's sollen ähnliche Pfeifen gefertigt haben. Woher der Name der Form stammt, ist nicht sicher dokumentiert.

Heutiger Stand

Der Cavalier taucht in Standard-Formlisten nur selten auf; deshalb erscheint er innerhalb der Klassifikation der Pfeifenformen meist nicht als eigenständige Familie, sondern als durch die Schaftverlängerung definierte Unterkategorie. Die Kopfform ist frei wählbar: Billiard, Apple oder freiere Korpusse lassen sich an die Cavalier-Anordnung anpassen; der Schaft kann gerade oder gebogen sein. Diese Flexibilität macht die Form für die Meisterfertigung attraktiv, denn ausschlaggebend ist nicht die Silhouette des Kopfes, sondern der nach unten führende Arm des Schaftes und dessen Deckel.

In der Praxis verlangt die Anordnung mit zwei Bohrungen eine sorgfältigere Achsberechnung als eine gewöhnliche Pfeife; verschiebt sich der Treffpunkt der Kanäle, verschlechtert sich sowohl der Zug als auch die Reinigung. Man nimmt an, dass diese Fertigungsschwierigkeit mit dazu beigetragen hat, dass sich die Form nicht durchsetzte.

Künye

Ayırt Edici Özellik:

Kâsenin altına inen sap uzantısı ve sökülebilir dip kapağı

Köken:

Orta Avrupa'nın Gesteckpfeife (Tirol) geleneği

İşlevi:

Yoğuşan nemi hazneye toplamak

Aile:

Düz veya bent; sap uzantılı

Yaygınlık:

Seyrek; daha çok özel üretim ve usta işi

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Kaynaklar

  1. Pipedia — Artikel Cavalier

  2. Smokingpipes — The Many Shapes and Styles of Tobacco Pipes

  3. La Pipe Rit (pipe.fr) — Leitfaden zu Pfeifenformen, Abschnitt Cavalier

  4. United States Holocaust Memorial Museum, Sammlungen — Aufzeichnungen zur Gesteckpfeife

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