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Klassische Pfeifenformen

Ein Überblicksartikel, der von Billiard bis Oom Paul die klassischen Formen des Pfeifenbaus, die Unterscheidung zwischen gerade und gebogen sowie die Fabrikformnummern zusammenfasst.

Etiketler:

pipo şekilleri, billiard, klasik şekiller, şekil numaraları

Güncelleme Tarihi:

13. Juli 2026

Die klassischen Pfeifenformen sind der gemeinsame Name für die über Generationen im Pfeifenbau etablierten Kopfformen, deren Namen und Proportionen durch Überlieferung weitergegeben wurden. Diese Namen wurden nie an einen offiziellen Standard gebunden; dieselbe Form kann in den Katalogen zweier Hersteller unter verschiedenen Namen auftauchen. Dennoch besteht Einigkeit über einen Kernbestand, dessen Urtyp als Billiard gilt: Viele Formen wie Pot, Apple und Panel werden als deren Ableitungen definiert.

Gerade, gebogen und freie Form

Formen werden entlang zweier großer Achsen klassifiziert. Die erste ist die Haltung des Kopfes: gerade (straight) und gebogen (bent). Die Biegung selbst ist keine eigenständige Form, sondern ein Qualifikator; Bent Billiard oder Bent Apple bezeichnet die gebogene Version desselben Kopfes. Der Biegungsgrad wird als 1/8, 1/4, 1/2, 3/4 und vollständig gebogen (full bent) bezeichnet. Die zweite Achse verläuft zwischen klassischen Formen und freier Formgebung: Klassische Formen halten sich an bestimmte Proportionen und Linien, während Freehand-Pfeifen diese Vorlagen verlassen.

Die wichtigsten klassischen Formen

Die folgende Tabelle fasst die in Katalogen am häufigsten anzutreffenden klassischen Formen zusammen; Details zu Formen mit eigenem Artikel finden sich auf deren jeweiliger Seite.

Form

Haltung

Unterscheidungsmerkmal

Billiard

Gerade

Zylindrischer Kopf (Bowl) und ausgewogene Proportionen; gilt als Ausgangspunkt aller klassischen Formen

Pot

Gerade

Die kurzköpfige, weitmündige Ableitung des Billiard; die weite Öffnung wird bei Mischungsverkostungen bevorzugt

Panel (Foursquare)

Gerade

An den Seiten abgeflachter Billiard

Canadian-Familie

Gerade

Lange, meist mit ovalem Schaft (Shank) versehene Billiard-Ableitungen

Dublin

Gerade oder gebogen

Nach oben konisch zulaufender Kopf; gilt als eine der ältesten von der Tonpfeife übernommenen Bruyère-Formen

Zulu (Yachtsman)

Leicht gebogen

Nach vorn geneigter, dem Dublin ähnlicher Kopf und leicht gebogenes Mundstück (Stem); auch unter dem Namen Woodstock bekannt

Cutty

Gerade

Bruyère-Interpretation der historischen Tonpfeife mit geneigtem Kopf; trägt an der Ferse einen kleinen Sporn (Spur)

Apple-Familie

Gerade oder gebogen

Runder, voller Kopf; die flache Tomato, die verlängerte Egg, die konische Acorn und die kelchförmige Brandy gehören zur selben Familie

Prince

Leicht gebogen

Flacher, breiter Kopf, schlankes langes Mundstück; wird als für den Prince of Wales, Edward, entworfen angesehen

Author

Leicht gebogen

Die größere, dickwandigere Version des Prince; besitzt einen runden, kräftigen Schaft

Bulldog und Rhodesian

Gerade oder gebogen

Zwei verwandte Formen mit doppelter Linie (Bead Line) um den Kopf

Poker und Cherrywood

Mit flachem Boden

Zylindrischer Kopf und flacher Boden, sodass die Pfeife auf dem Tisch steht (Sitter); Cherrywood ist die gebogene Mundstückvariante der Poker

Oom Paul

Voll gebogen

Großer zylindrischer Kopf, Schaft fast so dick wie der Kopf selbst; benannt nach dem Spitznamen "Oom Paul" (Onkel Paul) des Präsidenten der Südafrikanischen Republik Transvaal, Paul Kruger

Churchwarden

Gerade oder gebogen

Bekannt für ein weit über das übliche Maß hinaus verlängertes Mundstück

Kalebasse

Gebogen

Bildet mit dem Flaschenkürbis-Körper und dem inneren Meerschaum-Einsatz sowohl materiell als auch formal eine eigene Klasse

Die Grenzen sind nicht immer scharf: Die Unterscheidung zwischen Apple und Tomato oder zwischen Acorn und Dublin kann von Hersteller zu Hersteller variieren. Der Name Poker soll von dem Bedürfnis herrühren, die Pfeife am Kartentisch aus der Hand legen zu können; die Herkunft von Namen wie Zulu und Cutty geht dagegen weitgehend auf mündliche Überlieferung zurück.

Wie die Form den Genuss beeinflusst

Die Form ist nicht nur eine ästhetische Entscheidung; die Geometrie des Kopfes beeinflusst den Genuss unmittelbar. Bei der Dublin mit ihrem konischen Kopf verdichtet sich der Geschmack, je weiter der Tabak zum Boden hin abnimmt; weitmündige Formen wie Pot und Prince lassen mehr Tabakoberfläche gleichzeitig glimmen und heben dadurch das Aroma stärker hervor. Da der voll gebogene Kopf den Schwerpunkt näher zum Kiefer verlagert, gilt die Oom Paul als die für das Klemmen zwischen den Zähnen (Clenching) am besten geeignete großvolumige Form. Formen mit flachem Boden wie die Poker sind wiederum als Pfeifen bekannt, die am Tisch häufig abgelegt und wieder aufgenommen werden.

Fabrikformnummern

Große Fabriken wie Dunhill, Comoy's, GBD und Peterson bezeichneten ihre Formen im Lauf des 20. Jahrhunderts nicht nach Namen, sondern nach Katalognummer. In Dunhills ursprünglichem System gab es allein für die Billiard rund fünfzig verschiedene Codes; der Code LB gilt als Abkürzung für "Large Billiard". Bei Peterson wiederum sind Nummern wie 999 (Rhodesian) und 02 (Oom Paul) mit der Identität der jeweiligen Form untrennbar verbunden. Diese Nummern lassen sich nicht zwischen Marken übertragen: Dieselbe Nummer kann bei zwei Marken ganz unterschiedliche Formen bezeichnen. Archivierte Formtabellen sind bis heute das wichtigste Hilfsmittel zur Datierung gebrauchter (Estate-)Pfeifen.

Künye

Adlandırma:

Standart değildir; üreticiye göre değişir

Arketip:

Billiard

Kapsam:

Yaklaşık 20-30 klasik şekil

İki Ana Eksen:

Düz / bükük ve klasik / serbest form

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Kaynaklar

  1. Pipedia — A Salmagundi of Briar Pipe Shapes and Names

  2. Pipedia — Pipe Shapes

  3. Pipedia — The Odyssey of the Oom Paul

  4. Pipedia — Dunhill Shape Chart

  5. Smokingpipes.com — The Many Shapes and Styles of Tobacco Pipes

  6. Peterson Pipe Notes — A History of Peterson's Dublin Shapes 1896-2020

  7. Dutch Pipe Smoker — The Prince of Pipes

  8. LePipe.it — Guide to Pipe Shapes and Styles: The Dublin

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