Große Londoner Ausstellung von 1851: Die erste Pfeifenausstellung
Die im Crystal Palace eröffnete Große Ausstellung von 1851 gilt als das Ereignis, bei dem Pfeifen erstmals in einer internationalen Schau nebeneinander zu sehen waren. Die Pfeifenabteilung der Ausstellung hält die damalige Produktionsgeographie unmittelbar fest.
Etiketler:
pipo tarihi, büyük sergi, lüle taşı, kil pipo
Güncelleme Tarihi:
26. Juli 2026
Die Große Londoner Ausstellung von 1851 (Great Exhibition) war eine Veranstaltung, die am 1. Mai 1851 in einem eigens dafür errichteten riesigen Eisen- und Glasbau im Hyde Park eröffnet wurde und als erste internationale Weltausstellung gilt. In der Pfeifengeschichte nimmt sie einen besonderen Platz ein: Pfeifenhersteller waren hier erstmals in diesem Umfang, nach Ländern geordnet, in einer internationalen Schau nebeneinander vertreten. Die Ausstellung wird in der Pfeifenliteratur deshalb als "die erste Pfeifenmesse" bezeichnet.
Der Crystal Palace und das Ausmaß der Ausstellung
Der von Joseph Paxton entworfene und später als Crystal Palace bekannte Bau aus Gusseisen und Glas wurde errichtet, um die Erzeugnisse des industriellen Zeitalters unter einem Dach zu versammeln; mit einer Länge von rund 563 Metern war er der größte geschlossene Raum seiner Zeit. Die unter der Federführung von Prinz Albert und Henry Cole ausgerichtete Ausstellung zeigte mehr als hunderttausend Exponate; für die Zahl der Aussteller nennen die Quellen Werte zwischen vierzehntausend und siebzehntausend. Neben Großbritannien waren auch seine Kolonien sowie zahlreiche ausländische Staaten vertreten; auch das Osmanische Reich befand sich unter den Teilnehmern. Die Exponate waren in vier Hauptbereiche gegliedert — Rohstoffe, Maschinen, Fertigerzeugnisse und schöne Künste —, die wiederum in dreißig Klassen unterteilt waren. Der Koh-i-Noor-Diamant in der Abteilung Indiens gehörte zu den meistbesuchten Stationen. Bis zur Schließung am 15. Oktober 1851 wurden über sechs Millionen Besucher gezählt. Das Gebäude wurde 1854 nach Sydenham verlegt und bestand bis zu dem Brand am 30. November 1936.
Der Platz der Pfeifen: Klasse 29
Den Katalogaufzeichnungen zufolge waren Pfeifen in Klasse 29 zusammengefasst, die den Titel "Sonstige Erzeugnisse und Kurzwaren" trug. Da sich die verschiedenen Katalogausgaben der Ausstellung widersprechen, lässt sich nicht immer genau bestimmen, was welcher Hersteller tatsächlich einsandte. Das Gesamtbild der Listen ist dagegen klar: Die große Mehrheit der Pfeifenaussteller waren Meerschaum-Schnitzer, Tonpfeifen-Fabriken und Wasserpfeifenhersteller. Gerade dieses Nebeneinander macht die Ausstellung bedeutsam: Drei voneinander unabhängig gewachsene Produktionstraditionen wurden hier zum ersten Mal in einem einzigen Saal vergleichbar gemacht.
Länder und ihre Einsendungen
Die größte Gruppe der Pfeifenaussteller kam aus Wien, dem Zentrum der Meerschaumschnitzerei des 19. Jahrhunderts; Namen wie Samuel Alba, Phillip Beisiegel und Ludwig Hartmann waren mit Kopfstücken, Mundstücken und Pfeifenrohren vertreten. Die Werkstätten der Familie Grünhut aus Prag sandten bemalte Porzellanköpfe aus Böhmen. Aus Damaskus, Istanbul, Edirne und der Trabzon-Route wurden Wasserpfeifen sowie Çubuk-Rohre eingesandt; den Aufzeichnungen zufolge waren manche Wasserpfeifen mit Silber und Edelsteinen verziert, dazu kamen Rohre aus Kirsche, Jasmin und Ebenholz sowie einfache Bohrer, mit denen diese Rohre durchbohrt wurden.
Auf westeuropäischer Seite lag der Schwerpunkt beim Ton. Frankreich wurde durch die Tonpfeifenfabriken von Saint-Omer vertreten; der Katalogeintrag von Louis Fiolet vermerkt, dass die Werkstatt mit mehr als tausend verschiedenen Formen arbeitete. Auf deutscher Seite standen die Tonpfeifenhäuser aus Höhr, auf britischer die Werkstätten von Broseley, wo spätestens seit 1590 Tonpfeifen hergestellt wurden. Der zeitgenössische Katalogführer zeichnet ein zweigeteiltes Bild: Die Pfeifenpräsentation der britischen Abteilung wurde als unbedeutend eingestuft, während die Meerschaumarbeiten aus Wien sowohl im Entwurf als auch in der Verarbeitung als die herausragendsten galten. Die Ausstellung ist zugleich die Momentaufnahme einer Zeit, in der Bruyère noch nicht auf der Bühne erschienen war; die Bruyère-Revolution sollte dieses Bild binnen weniger Jahrzehnte vollständig verändern.
Barling und die umstrittene "Ausstellungspfeife"
Den Aufzeichnungen zufolge war die Londoner Firma Benjamin Barling & Sons in Klasse 29 mit acht Meerschaumpfeifen mit Silberfassung vertreten; ihre Katalogadresse lautete Camden Town. Die an die Aussteller verteilte Medaille, deren Vorderseite eine Büste von Prinz Albert zeigte, war keine Leistungsauszeichnung, sondern lediglich ein Teilnahmezeichen. Hundertsiebzig Jahre später, im Jahr 2022, wurde bei einer Londoner Auktion eine große, silbergefasste Meerschaumpfeife von Barling mit der Beschreibung "für die Große Ausstellung angefertigt" gelistet; Berichten zufolge wurde die Pfeife nicht verkauft und blieb im Besitz des Eigentümers. Als Beleg für diese Zuschreibung konnte lediglich die auf der Pfeife eingeprägte Silberpunze aus dem Jahr 1851 angeführt werden. Forscher, die die 1852 veröffentlichten Jurygutachten der Ausstellung untersucht haben, geben dagegen an, dass unter den prämierten Pfeifenausstellern der Name Barling nicht auftaucht. Das Beispiel wird häufig angeführt, weil es zeigt, wie vorsichtig Herkunfts- und Datierungsangaben bei antiken Pfeifen zu behandeln sind.
Künye
Ziyaretçi Sayısı:
6 milyonu aşkın
Mekân:
Kristal Saray (Crystal Palace)
Coğrafya:
Hyde Park, Londra
Dönem:
1 Mayıs – 15 Ekim 1851
Dönüm Noktası:
Pipoların ilk uluslararası vitrini
Pipoların Sınıfı:
29. sınıf (Muhtelif Mamuller ve Tuhafiye)
İlgili Maddeler
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Damga ve İşaretler
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Kaynaklar
Pipedia — Artikel The First Pipe Show!
Wikipedia — Great Exhibition
Wikipedia — The Crystal Palace
Wikipedia (türkisch) — Büyük Sergi
Grace's Guide to British Industrial History — 1851 Great Exhibition: Official Catalogue
Wikipedia — Broseley
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