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Die gefälschten Dunhills der 1980er Jahre

Pfeifen aus echtem Dunhill-Briarholz, die dennoch durch Stempel als Jahrzehnte älter und weit seltener ausgegeben wurden, als sie tatsächlich waren. Der durch eine 1984 auf einer Messe eröffnete Ausstellung ans Licht gekommene Fall gilt als der meistgenannte Fälschungsfall der Briarpfeifen-Sammlerszene.

Etiketler:

pipo tarihi, dunhill, koleksiyonculuk, damga

Güncelleme Tarihi:

26. Juli 2026

Die gefälschten Dunhills der 1980er Jahre bezeichnet eine kleine Gruppe von Pfeifen, die Anfang der 1980er Jahre in England hergestellt und den amerikanischen Sammlerkreisen als frühdatierte, seltene Einzelstücke angeboten wurden. Fehlerhaft ist weder das Material noch die Verarbeitung: Die meisten dieser Pfeifen wurden aus Dunhill-Briarholz von bei Dunhill ausgebildeten Händen gefertigt. Falsch ist die auf den Korpus geschlagene Beschriftung; die Stempel lassen die Pfeife um Jahrzehnte älter und als eine im Katalog kaum auffindbare, seltene Form erscheinen. Der Fall gilt als der meistgenannte Fälschungsfall der Briarpfeifen-Sammlerszene.

Die Entstehung der Gelegenheit

Als Dunhill 1976 Lane Limited aufkaufte, kam auch die Pfeifenlinie Charatan unter dasselbe Dach. Anfang der 1980er Jahre wurde die Pfeifenfertigung von Dunhill in einer einzigen Anlage zusammengefasst; die Charatan-Fertigung wurde 1982 nach Walthamstow verlegt, und eine Reihe von Meistern verlor dabei ihre Arbeit. Nicht nur Menschen verließen die Anlage: Auch Handwerkzeuge, Stempelsätze, Rohbriar und in der Qualitätskontrolle aussortierte, halbfertige Kopfrohlinge gelangten unkontrolliert nach draußen. In denselben Jahren fertigte Bill Ashton-Taylor, der bei Dunhill ausgebildet worden war, 1983 die erste Pfeife seiner eigenen Marke Ashton.

In Amerika wiederum entwickelte sich das Sammeln gebrauchter Briarpfeifen zu einer neuen Leidenschaft; Messen, Postlisten und Telefonanrufe bildeten deren ersten Rahmen. Die begehrtesten Stücke waren großformatige, frühdatierte Dunhills. Doch das Wissen im Feld war noch dünn: Frühe Kataloge waren nicht zugänglich, großformatige Exemplare wenig bekannt, und es kursierten Fehlvorstellungen wie die, dass die Buchstaben im ODA-Stempel für Ländernamen stünden. Der Mangel an Maßstäben ließ der Fälschung weiten Raum.

1983–1984: Das Auftauchen

Eines der ersten verdächtigen Exemplare wurde 1983 gesichtet: eine echte Pfeife mit dem Dunhill-Formbuchstaben LC aus den frühen 1920er Jahren. Die Sandstrahlung war abgenutzt, der Schaft beschädigt; der Schaft war gekürzt, die Mundstücksfassung neu geöffnet, der Korpus neu lackiert worden, und die Pfeife trug den äußerst selten anzutreffenden Buchstabenstempel „LLC“.

Im folgenden Jahr eröffnete ein bekannter Sammler auf einer der großen amerikanischen Pfeifenmessen eine Ausstellung mit dreißig Pfeifen; der Name der Messe wird in den Quellen nicht genannt. In der Ausstellung befanden sich großformatige Shell-Pfeifen (die Sandstrahlserie von Dunhill) mit zuvor nie verzeichneten Formnummern, nie gerauchte ODA-Exemplare und zwei bis zu neun Zoll lange Canadians. Die Ausstellung wurde ausgezeichnet, die Shell Canadian zur besten der Messe gekürt. Doch fast alle Stücke waren gefälscht. Als die Fälschung erkannt wurde, zog sich der Sammler, der die Ausstellung eröffnet hatte, aus der Szene zurück; ein Teil der Betrogenen vernichtete die Pfeifen in seinem Besitz, ein anderer Teil gab das Sammeln vollständig auf. Wer die Pfeifen hergestellt hat, wird in den Quellen nicht namentlich genannt. John C. Loring, der die Angelegenheit über Jahre untersuchte und 1998 ein Standardwerk über die Dunhill-Briarpfeife veröffentlichte, schätzt die Zahl auf fünfzig bis fünfundsiebzig.

Unterscheidungskriterien

Als sich Sammlungen auflösten, tauchten diese Pfeifen erneut auf und wurden bisweilen wieder als echt angeboten. Die von Loring zusammengestellten Warnzeichen sind folgende:

  • Stempelanordnung: Die Dunhill-Aufschriften wurden mit jedes Jahr ausgetauschten, in einem einzigen Schlag stempelnden Blocksätzen für den Datumscode aufgebracht. Ein von Hand nachträglich eingefügter Datumscode, falsche Schriftgröße, schräge Zeilen oder das völlige Fehlen des Blocks „MADE IN ENGLAND“ samt Patentangabe sind verdächtig.

  • Formbuchstaben: Codes, die im Katalog keine Entsprechung haben, sind ein Warnzeichen. Dunhill brachte Anfang der 1980er Jahre einige großformatige, mit „H“ beginnende Formen heraus, doch diese tragen stets einen Datumscode aus der Zeit nach Mitte der 1970er Jahre.

  • Zeitliche Stimmigkeit: Eine großformatige Pfeife, die die Formensprache der 1980er Jahre trägt, aber auf die 1930er Jahre datiert wird, ist für sich genommen bereits verdächtig. Während der Zeit des Blitzkriegs (7. September 1940 – 16. Mai 1941) waren sowohl Briarholz als auch Fertigungskapazität knapp; überdimensionierte Pfeifen, die in diese Zeit datiert werden, passen keineswegs.

  • Sandstrahl-Charakter: Die flache, gleichmäßige Sandstrahlung der 1980er Jahre unterscheidet sich von der tiefen, unregelmäßigen Textur der 1920er Jahre und der ersten Hälfte der 1950er Jahre.

  • Kopfwand und Mängel: Eine dicke Kopfwand nahe der Öffnung ist bei frühen Shell-Pfeifen unüblich. Eine Sandtasche, ein verdeckter Riss oder ein abgeschliffener Rand deuten darauf hin, dass ein von der Fabrik aussortierter Kopf außerhalb fertiggestellt wurde.

  • Weißer Punkt und Zustand: Ein unter Vergrößerung oval erscheinender Punkt zeigt, dass das Mundstück nicht Fabrikarbeit ist; auch dass eine frühdatierte Pfeife überhaupt keine Abnutzung zeigt, wird kritisch hinterfragt.

  • Provenienz: Dass sich nachverfolgen lässt, von wem zu wem eine Pfeife gelangt ist, gilt als das praktischste aller Kriterien.

Nachwirkungen

Loring befürwortete, bei einer als gefälscht erkannten Pfeife eine diagonale Kerbe über dem D des Schriftzugs „DUNHILL“ am Korpus anzubringen. Der Vorschlag fand keine breite Zustimmung; die meisten Sammler zogen es vor, die Pfeife im Originalzustand aufzubewahren und beim Besitzerwechsel den Sachverhalt offen mitzuteilen.

Künye

Tahmini Sayı:

Elli ile yetmiş beş arası (Loring'in tahmini)

Ayırt Edici Sorun:

Gerçek briyar, sahte damga

Coğrafya:

İngiltere (üretim) — ABD (satış)

Dönem:

1983–1984 (ortaya çıkışı)

Dönüm Noktası:

1984'te bir pipo fuarında açılan otuz pipoluk teşhir

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Kaynaklar

  1. Pipedia — Artikel The 1980s Fake Dunhill

  2. Pipedia — Pipedia Dunhill Dating Guide (Abschnitt Patentstempel)

  3. Pipedia — Artikel Ashton

  4. Pipedia — Artikel Dating of Charatans

  5. John C. Loring — The Dunhill Briar Pipe: The Patent Years and After (Chicago, 1998)

  6. Wikipedia — The Blitz

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