Amy Lawrence Lowell
Die amerikanische imagistische Dichterin, die mit ihrem öffentlichen Zigarrenrauchen die Frauenbilder ihrer Zeit herausforderte und posthum mit dem Pulitzer-Preis geehrt wurde; die ihr in Sammlungen zugeschriebenen Meerschaumpfeifen trugen ihren Namen auch in die Tabakgeschichte ein.
Etiketler:
edebiyat, abd, pipo kültürü, lüle taşı
Güncelleme Tarihi:
26. Juli 2026
Amy Lawrence Lowell (1874-1925) ist einer der meistdiskutierten Namen der amerikanischen Dichtung des frühen zwanzigsten Jahrhunderts und zugleich eine außergewöhnliche Figur der Tabakgeschichte. Die aus der alteingesessenen Bostoner Familie Lowell stammende Dichterin verbarg ihre Zigarre nicht, in Jahren, in denen es für Frauen als unschicklich galt, öffentlich zu rauchen; die ihr in Sammlungen zugeschriebenen Meerschaumpfeifen trugen ihren Namen auch in die Pfeifenliteratur.
Leben und Dichtung
Sie wurde am 9. Februar 1874 in der Ortschaft Brookline in Massachusetts geboren, im Familiensitz namens Sevenels, und verbrachte den größten Teil ihres Lebens in eben diesem Haus. Sie studierte nicht an der Universität; sie bildete sich selbst in der Bibliothek ihres Vaters und in den Regalen des Boston Athenæum. Von ihren Brüdern war Percival Lowell Astronom, Abbott Lawrence Lowell Rektor der Harvard University. Zum Schreiben kam sie spät: Ihr erster Gedichtband, A Dome of Many-Coloured Glass, erschien 1912. Rasch wurde sie zur amerikanischen Wortführerin des Imagismus, stellte drei imagistische Anthologien zusammen; als sich die Richtung der Bewegung unter ihrer Hand formte, spottete Ezra Pound über diese Entwicklung mit dem Begriff "Amygism". Am 12. Mai 1925 starb sie in Sevenels an einer Hirnblutung, im Jahr darauf wurde sie für das Buch What's O'Clock mit dem Pulitzer-Preis für Dichtung geehrt. Ihre seltene Bücher- und Manuskriptsammlung wurde der Harvard University gestiftet; sie wird heute in einem nach ihr benannten Raum der Houghton Library aufbewahrt.
Zigarrengewohnheit und öffentliches Bild
Lowells Zigarrenrauchen war ein Thema, das die zeitgenössische Presse nicht losließ; Zeitungen verbreiteten das Bild einer Frau, die große, dunkle Zigarren rauchte. Überlieferungen zufolge lagen die von ihr tatsächlich gewählten Zigarren weit von dieser Beschreibung entfernt: dünne, leichte Manila-Zigarren von den Philippinen und kleine Panatelas. In Barbara L. Bellows' 2006 erschienener Arbeit A Talent for Living heißt es, sie habe bei der Renovierung von Sevenels ein eigenes, klimatisiertes Lager ausschließlich für ihre Zigarren einrichten lassen. Dass sie wegen ihrer Statur, ihrer Männerkleidung und ihrer Gewohnheiten verspottet wurde, brachte sie nicht dazu, auf diese Sichtbarkeit zu verzichten; auch der Spitzname "Hippopoetess", den ihr ein rivalisierender Dichter anhängte, trägt die Spuren dieser Reaktion. Ihr Name wird heute in Sammlungen berühmter Pfeifen- und Tabakliebhaber häufig unter den weiblichen Rauchern genannt.
Die Pfeife: Objekte und widersprüchliche Zeugnisse
Die greifbarste Spur ihrer Beziehung zur Pfeife blieb in Objekten erhalten. Eine in der Tabaksammlung George Arents der New York Public Library ausgestellte Meerschaumpfeife wird ihr zugeschrieben; laut einem die Sammlung vorstellenden Text soll die Zahl der der Dichterin zugeschriebenen Pfeifen bis zu vierzig betragen. Dieselbe Quelle hält zugleich fest, dass Lowells einzige bekannte Gewohnheit die Zigarre war, und dokumentiert damit den Widerspruch selbst. Berichten zufolge war 1983 bei einer Ausstellung literarischer Erinnerungsstücke im Grolier Club in New York ebenfalls eine der Dichterin zugeschriebene Meerschaumpfeife zu sehen, dazu sieben ihr gehörende, ungerauchte philippinische Zigarren.
Die schriftlichen Zeugnisse widersprechen sich jedoch. Horace Gregorys Biografie von 1958 berichtet, sie habe hinter verschlossenen Türen — auf dem Landsitz nach dem Frühstück oder im Bett in Sevenels — gelegentlich Pfeife geraucht. Bellows dagegen schreibt, die Pfeife sei ihr zu umständlich gewesen. In der Oktoberausgabe 1948 der Zeitschrift Pipe Lovers wird, gestützt auf den Leiter des Bostoner Tabakgeschäfts D. P. Ehrlich, berichtet, Lowell habe stets möglichst leichte Pfeifen gewählt und auf einem so dünn wie möglichen Mundstück bestanden. In ihren bekannten Gedichten kommt das Wort Pfeife nur in zwei längeren Texten vor, "The Cremona Violin" und "The Great Adventure of Max Breuck"; in beiden ist die Pfeife ein szenenbildendes Requisit. So vertraut das Bild der Meerschaumpfeife auch für Texte ist, die ihren Niederschlag in der Literatur sammeln, gelten diese Zeilen nicht als Beleg für die eigene Gewohnheit der Dichterin. Anders als Schriftsteller wie J. B. Priestley, die sich mit ihrer Pfeife identifizierten, geht Lowell nicht als Bild einer Tabakliebhaberin, sondern als eine von den Quellen nicht einheitlich beantwortete Sammlungsfrage in die Tabakgeschichte ein.
Künye
Yaşadığı Yıllar:
1874-1925
Tütünle İlişkisi:
Kamusal alanda puro içmesi; kendisine atfedilen lüle taşı pipolar
Kitap Koleksiyonu:
Harvard Üniversitesi, Houghton Kütüphanesi
Coğrafya:
ABD, Massachusetts (Brookline)
Bilinen İşi:
Şair, eleştirmen; imgecilik (Imagism) akımının Amerika'daki öncüsü
Dönüm Noktası:
1926'da What's O'Clock ile Pulitzer Şiir Ödülü (ölümünden sonra)
İlgili Maddeler
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Damga ve İşaretler
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Kaynaklar
Pipedia — Artikel Amy Lawrence Lowell
Wikipedia (Englisch) — Artikel Amy Lowell
Mount Auburn Cemetery — Biografieseite Amy Lowell (1874-1925)
Harvard Library, Houghton Library — Vorstellung der Amy-Lowell-Sammlung
Carl Rollyson — Biografiearbeit 'Amy Lowell Anew'
PipesMagazine.com — Artikel über die George-Arents-Sammlung (übernommen über Pipedia)
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