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Antike Pfeifen und Bruyère-Sammlertum: Zwei getrennte Kulturen

Die Aufspaltung der Pfeifensammler in zwei getrennte Gemeinschaften rund um antike Stücke und Bruyère-Pfeifen; die Geschichte dieser Trennung sowie ihre Kriterien in Bezug auf Material und Wissensquellen.

Etiketler:

koleksiyonculuk, tarih, briyar, antika

Güncelleme Tarihi:

26. Juli 2026

Das Sammeln antiker Pfeifen und das Bruyère-Sammlertum gelten, obwohl sie sich um denselben Gegenstand drehen, als zwei getrennt funktionierende Beschäftigungen. Da sich das Material des gesammelten Stücks, der Weg zu seiner Beschaffung und die herangezogenen Wissensquellen unterscheiden, überschneiden sich die beiden Gemeinschaften nur begrenzt. Einer der Texte, die diese Trennung direkt zum Thema machen, ist der Essay „The Great Divide: You Are What You Collect" des amerikanischen Tabakhistorikers und Sammlers Ben Rapaport; der Autor stellt klar, dass er hier keine bewiesene Schlussfolgerung, sondern eine zur Diskussion gestellte Beobachtung vorlegt.

Die Geschichte der Beschäftigung

In der Sozialgeschichtsschreibung wird das Sammeln von Tabakgegenständen meist im Rahmen der Konsumkultur des 20. Jahrhunderts behandelt; die Einschätzung von Matthew Hilton, der zur Geschichte des Tabakkonsums forscht, im von Rudy Koshar herausgegebenen Buch Histories of Leisure (Berg, 2002) folgt dieser Linie. Dem stehen jedoch Beispiele gegenüber, die zeigen, dass die Gewohnheit weit älter ist. Der englische Bauingenieur und Antiquitätenhändler William Bragge (1823–1884) trug rund dreizehntausend Pfeifen sowie eine nahezu alle Sprachen umfassende Bibliothek zu Tabakpublikationen zusammen. Auf dieser Sammlung aufbauend erstellte er 1874 die erste Liste einer Tabakbibliografie und veröffentlichte 1880 die auf 248 Seiten erweiterte Bibliotheca Nicotiana. Ein Teil der Sammlung, die Bragge der Stadtbibliothek von Birmingham hinterließ, ging beim Brand von 1879 verloren. Im 20. Jahrhundert wiederum ist Alfred Dunhill, der 1924 The Pipe Book veröffentlichte, sowohl als Hersteller als auch als Sammler bekannt.

Das Problem der Quellen und des Wissens

Was die beiden Beschäftigungen eigentlich trennt, ist die Art des Wissenszugangs. Für jemanden, der sich mit Bruyère-Pfeifen befasst, sind der Hersteller selbst oder seine Firmengeschichte meist zugänglich; Stempel-, Serien- und Modellinformationen sind zusammengetragen, und im Bedarfsfall kann der Pfeifenmacher direkt befragt werden. Bei antiken Pfeifen gibt es keinen solchen Ansprechpartner. Die überwiegende Mehrheit der Meister sind namentlich nicht überlieferte Handwerker. Die Primärquellen sind über zweieinhalb Jahrhunderte verteilte, überwiegend auf Deutsch, Französisch und Ungarisch verfasste Dissertationen, Manuskripte und Industriedokumente; um an sie zu gelangen, muss man Bibliotheks- und Museumssammlungen auf dem europäischen Kontinent durchforsten. Rapaport weist darauf hin, dass es in den Vereinigten Staaten nur sehr wenige Einrichtungen gibt, die antike Pfeifen ausstellen. Hinzu kommt das Problem, auf dem Markt kursierende Fälschungen, Kopien und nachträglich hergestellte Stücke zu unterscheiden.

Die Funktion des Gegenstands und die Sprache des Gesprächs

Die Trennung zeigt sich auch in der dem Objekt zugeschriebenen Funktion. Alte Pfeifen aus Materialien wie Meerschaum, Porzellan, Horn, Bernstein oder Silberbelag werden wegen ihrer Zerbrechlichkeit meist nicht geraucht, sondern als Vitrinenobjekte bewahrt. Die Bruyère-Pfeife hingegen ist ein Gegenstand, der sowohl gesammelt als auch benutzt wird; ihre Abnutzung gilt als normal. Dieser Unterschied spiegelt sich auch in der Sprache des Gesprächs wider. Bei Bruyère-Pfeifen werden messbare Details wie Raucheigenschaften, Maserung, Mundstückmaterial und Herstellungsjahr diskutiert. Bei antiken Stücken bleibt die Bewertung dagegen oft auf der Ebene allgemeinen Geschichtswissens, von Zuschreibungen und Wahrscheinlichkeiten, da meist nicht einmal der Herstellungsort sicher bekannt ist.

Größe der Gemeinschaft und Grenzen der Trennung

Es gibt keine offizielle Zählung der Pfeifensammler. Laut einem im Essay zitierten amerikanischen Zeitungsartikel von 1987 gab es in jenem Jahr in den Vereinigten Staaten rund fünfzehntausend Sammler; es wird betont, dass diese Zahl ungefähr ist und der Großteil dieser Personen sich dem Bruyère zuwandte. Wie scharf die Trennung tatsächlich ist, bleibt umstritten: Es gibt Sammler, die in beiden Bereichen aktiv sind, und die Auffassung, dass beide Gemeinschaften Teil derselben Beschäftigung sind, ist weit verbreitet.

Für den weiteren Rahmen des Themas siehe Pfeifensammeln: Leidenschaft oder Beruf?, zu den verstreuten Dokumenten Bragges siehe den Artikel William Bragges Pfeifenzeichnungen.

Künye

Başlıca Tartışma Metni:

Ben Rapaport — The Great Divide: You Are What You Collect

Konu:

Antika pipo ile briyar koleksiyonculuğunun ayrışması

Erken Dönem Koleksiyoncuları:

William Bragge, Alfred Dunhill

Coğrafya:

Kuzey Amerika ve Avrupa

Dönem:

19. yüzyıldan bugüne

Ayrım Ölçütleri:

Malzeme, bulunabilirlik, bilgi kaynakları

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Kaynaklar

  1. Pipedia — Artikel The Great Divide: You Are What You Collect

  2. Rudy Koshar (Hrsg.) — Histories of Leisure (Berg, 2002)

  3. Open Library — Einträge zu Histories of Leisure

  4. Wikipedia (Englisch) — Artikel William Bragge

  5. Wikipedia (Englisch) — Artikel Matthew Hilton (historian)

  6. Wikipedia (Englisch) — Artikel Alfred Dunhill

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