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Die Debatte um die teuerste Pfeife

Ein Geschichtsartikel, der untersucht, auf welchen Kriterien der seit hundertfünfzig Jahren in der Pfeifenwelt den Besitzer wechselnde Titel der „teuersten Pfeife" beruht, anhand von Beispielen von Ausstellungsgiganten bis zu juwelenbesetzten Einzelstücken.

Etiketler:

tarih, koleksiyon, lüle taşı, müzayede

Güncelleme Tarihi:

26. Juli 2026

Die „teuerste Pfeife" ist nicht der Name eines einzelnen Gegenstands, sondern ein Titel, der seit rund hundertfünfzig Jahren den Besitzer wechselt. Die Pfeifen, die in der Presse, in Rekordbüchern und Auktionskatalogen mit diesem Attribut belegt werden, sind in Material, Größe und Geschichte so unterschiedlich, dass ein direkter Vergleich zwischen ihnen meist sinnlos wird. Dieser Artikel behandelt, nach welchen Kriterien der Titel vergeben wird und warum er bei keinem Besitzer lange bleibt.

Das Problem der Kriterien

Der Wert einer Pfeife lässt sich nicht auf eine einzige Variable zurückführen. In der Literatur zu antiken Pfeifen treten drei Faktoren hervor: Material, geschnitzte Arbeit und die dokumentierte Geschichte des Objekts (Provenienz). Da seine formbare Struktur monatelange figürliche Bearbeitung erlaubte, war Meerschaum im 19. Jahrhundert bei Schaustücken nahezu das einzige Material; beim Bruyère (briar) hingegen bemisst sich der Wert eher an der Maserung und dem Namen des Herstellers. Die eigentliche Kontroverse dreht sich darum, worauf eine Rangfolge gestützt werden soll: Die vom Besitzer oder Verkäufer angegebene Bewertung und das bei einer Auktion tatsächlich erzielte Ergebnis stimmen meist nicht überein. Deshalb gelten Titelansprüche in Sammlerkreisen erst dann als verzeichnet, wenn das Objekt tatsächlich den Besitzer gewechselt hat.

Die monumentalen Stücke der Weltausstellungen

Die ersten Titelträger sind für internationale Ausstellungen gefertigte Meerschaumpfeifen von gewaltiger Größe. Der New Yorker Hersteller F. J. Kaldenberg — dessen Firma bis zu ihrer Liquidation 1893 zu den führenden Namen der Branche zählte — soll den Aufzeichnungen zufolge für die Centennial Exhibition 1876 in Philadelphia eine mit allegorischen Figuren geschmückte, mehrstöckige Tischpfeife angefertigt haben; wo sich dieses Stück heute befindet, ist unbekannt. Eine weitere geschnitzte Pfeife mit der Signatur desselben Meisters befindet sich in der Sammlung des Smithsonian. Das damals größte amerikanische Unternehmen, die William Demuth Company, ließ für die Weltausstellung von Chicago 1893 eine monumentale Pfeife mit dem Titel „Die Entdeckung Amerikas" mit über zwanzig Reliefsfiguren anfertigen. Auch die vom Bostoner Schnitzer Gustav Fischer Sr. nach einem Gemälde von John Trumbull gestaltete Bunker-Hill-Pfeife ist das Ergebnis einer vierjährigen Arbeit und trägt über dreißig Figuren. Solche Objekte wurden nicht zum Rauchen, sondern um die Meisterschaft der Werkstatt zu verkünden, angefertigt.

Der Umlauf der Sammlungen

Solche Stücke wechselten mit der Zeit nicht einzeln, sondern als ganze Sammlung den Besitzer. Den Aufzeichnungen zufolge ging die Demuth-Sammlung 1940 an die American Tobacco Company, 1957 an das Valentine Museum in Richmond und 1991 an Austria Tabak in Wien über. Das Wiener Tabakmuseum wurde 1873 mit prächtigen Pfeifen begründet, die von der im selben Jahr eröffneten Wiener Weltausstellung erworben wurden; die Dauerausstellung des Museums endete in den 2000er-Jahren, wobei sich die Quellen beim genauen Datum uneinig sind. Die Lagerung und Verwaltung der Sammlung ging 2005 an die Schönbrunn-Schlossverwaltung über. 2009 würdigte die Ausstellung „Nicotiana" des Kunsthistorischen Museums mit einer Auswahl aus diesem Bestand das 225-jährige Jubiläum von Austria Tabak. In London brachte Christie's am 12. Mai 2004 die Sammlung antiker Pfeifen von Alfred Dunhill in 462 Losen zur Versteigerung.

Name, Zubehör und Schmuck

In jüngerer Zeit wurde der Titel meist nicht durch das Objekt selbst, sondern durch den damit verbundenen Namen bestimmt. Die einfach aussehende Bruyère-Pfeife von Albert Einstein, die Christie's London am 12. Juli 2017 versteigerte, erzielte ein Ergebnis, das das Schätzpreis des Auktionshauses um ein Vielfaches überstieg; ähnliche Sprünge sind auch bei Filmrequisiten zu beobachten. Am anderen Ende stehen von vornherein als Schmuckstück konzipierte Einzelanfertigungen: Bei der 2015 von Dunhill nach einem Entwurf von Kalmon Hener gefertigten Eiffelturm-Pfeife erhebt sich über der Bruyère-Kammer ein Turm aus 18-karätigem Gold; das Stück ist mit 492 Diamanten, 140 Saphiren und 20 Rubinen besetzt. Solche Anfertigungen werden in Werbetexten direkt mit dem Titel in Verbindung gebracht, geraten aber, da sie Einzelstücke sind und meist im Besitz des Herstellers bleiben, nie in eine vergleichende Rangfolge.

Zum Zusammenhang zwischen dem einer Pfeife beigemessenen Wert und berühmten Besitzern siehe Berühmte Pfeifenraucher, zur Schnitztradition selbst siehe den Artikel Eskişehir-Meerschaumschnitzerei.

Künye

Konu:

Pipoya biçilen değerin ölçütleri

Coğrafya:

New York, Viyana, Londra, Boston

Dönem:

19. yüzyıl sonundan bugüne

Öne Çıkan Nesneler:

Dünya sergisi lüle taşları, mücevher işi tek nüshalar, ünlülere ait pipolar

Belirleyici Etkenler:

Malzeme, oymacılık emeği, provenans, gerçekleşen satış

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Kaynaklar

  1. Pipedia — Artikel A Conversation Piece: "The Most Expensive Pipe"

  2. Pipedia — Artikel Gustav Fischer

  3. Christie's — Pressemitteilung zur Versteigerung der Sammlung antiker Pfeifen von Alfred Dunhill (South Kensington, 12. Mai 2004)

  4. Christie's London — Versteigerung der Pfeife von Albert Einstein, 12. Juli 2017

  5. Wien Geschichte Wiki — Artikel Österreichisches Tabakmuseum

  6. Kunsthistorisches Museum Wien — Ausstellung „Nicotiana. Eine Kulturgeschichte des Tabaks" (2009)

  7. The New York Times Archiv — Konkursmeldung der Firma F. J. Kaldenberg von 1893

  8. Smithsonian Institution — Von Kaldenberg signierte geschnitzte Meerschaumpfeife (Sammlungseintrag)

  9. Alpascia / Dunhill White Spot — Werbeeintrag zur Eiffel Tower Pipe

  10. Wikipedia (Englisch) — Artikel Meerschaum pipe

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