Netsuke (Der Knebelknopf des japanischen Rauchsets)
Ein kleiner japanischer Knebelknopf, der den vom Obi herabhängenden Tabakbeutel und die Pfeifenhülle an ihrem Platz hielt; aus einem einfachen Gebrauchsgegenstand entwickelte er sich in der Edo-Zeit zu einem Zweig der Miniaturskulptur, wobei auch spezielle Typen zum Feueranzünden und Kohletragen entstanden.
Etiketler:
japonya, sagemono, kiseru, tütün tarihi
Güncelleme Tarihi:
27. Juli 2026
Netsuke ist der kleine Knebelknopf in der traditionellen japanischen Kleidung, der verhinderte, dass vom Obi herabhängende Gegenstände herunterfielen. Da der Kimono keine Tasche besaß, wurden Gegenstände wie Tabakbeutel, Pfeifenhülle, Siegel und Medizindose mit einer Schnur am Gürtel befestigt, und der Knopf am Ende der Schnur wurde am oberen Rand des um die Taille gewickelten Gürtels (Obi) eingehakt, sodass das Set an seinem Platz blieb. Die übrigen Glieder dieser Anordnung sind die die Teile verbindende Schnur (Himo) und die die Schnur zusammenziehende Perle mit einer einzigen Öffnung (Ojime); Details dazu finden sich im Artikel Japanisches persönliches Rauchset.
Vom Gebrauchsgegenstand zur Skulptur
Es wird angenommen, dass das Netsuke in seiner heute bekannten Form im 17. Jahrhundert entstand. Während der Edo-Zeit (1603-1868) verbreitete es sich; während seine Funktion unverändert blieb, trat sein bildhauerischer Aspekt in den Vordergrund, und der Knopf entwickelte sich zu einem eigenen Zweig der Miniaturskulptur mit eigenen Maßstäben. Die herstellenden Meister werden Netsuke-shi genannt. Die älteste Sammlung des Fachgebiets ist der 1781 in Osaka von Inaba Tsūryū veröffentlichte Sōken Kishō; das Buch stellt über fünfzig Meister vor, teils mit Zeichnungen ihrer Arbeiten. Nach 1868 schwächte sich mit der Verbreitung westlicher Kleidung der Brauch ab, Gegenstände vom Obi herabhängen zu lassen, und das Netsuke zog sich aus dem Alltagsgebrauch zurück.
Hauptformen
Die Knöpfe werden nach ihrer Form benannt. Die häufigste ist das dreidimensional geschnitzte Katabori; es ist in der Regel wenige Zentimeter groß. Manju, benannt nach einem runden Teiggebäck, ist ein flacher, kreisförmiger Typ. Kagamibuta ähnelt dem Manju, hat jedoch in der Mitte einen eingelassenen metallenen Deckel. Ryusa wird gitterartig durchbrochen geschnitzt, während Sashi eine lange, stabähnliche Form aufweist. Die Materialvielfalt ist groß: Elfenbein, Buchsbaum und andere Harthölzer, Horn, Knochen, Metall, Lack, Keramik. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kamen auch neue Materialien wie Zelluloid hinzu.
Rauchspezifische Typen
Ein Teil der am Tabakset befestigten Knöpfe steht in direktem Zusammenhang mit dem Feuer. Aus Messing gegossene Exemplare mit einer hohlen, schalenförmigen Vertiefung sollen dazu gedient haben, beim Anzünden der Kiseru eine Zeit lang Glut zu halten. Die diesen Schalen verliehenen Formen sind dem Alltagsleben entnommen: das bei buddhistischen Zeremonien den Takt schlagende Holzinstrument (Mokugyo), der flache, breitkrempige Soldatenhut (Jingasa) und, seltener, der Samurai-Helm (Kabuto). Ein den Aufzeichnungen zufolge bis ins 17. Jahrhundert zurückreichender, weitaus selteneren Typ war ein in eine walnussgroße Metallhülle eingesetzter, funktionsfähiger Miniatur-Radschlossmechanismus; dieses unter dem Namen Hiuchi-bako bekannte Gerät weckte zwar Neugier, verbreitete sich jedoch nicht. Die Feuer- und Ascheangelegenheiten im Haus waren ohnehin dem Tabako-bon-Tablett überlassen.
Bei alltäglichen Zusammenstellungen wurde die Form entsprechend dem Körper des Beutels gewählt. Zu einem weichen Leder- oder Stoffbeutel passte meist ein flaches Manju oder Kagamibuta, während der Tabakbehälter mit hartem Körper (Tonkotsu) mit jeder Art von Knopf, insbesondere mit Katabori, getragen werden konnte. Den Aufzeichnungen zufolge sah eine im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts häufig anzutreffende Zusammenstellung so aus: ein Knopf in Kagamibuta-Form aus Elfenbein oder Zelluloid, eine daran hängende vielsträngige silberne Kette, darauf ein feststehendes, ringförmiges Ojime und am Ende ein verzierter Beutel.
Heutiges Interesse
Netsuke gilt heute als eigenständige Kunstform und wird in Museumsordnungen meist getrennt von Tabakgegenständen klassifiziert. Dagegen werden Pfeifenhülle (Tsutsu) und Tonkotsu zusammen mit Netsuke betrachtet, da sie dieselbe Schnitz- und Verzierungssprache teilen. Die Entsprechungen der im Artikel vorkommenden japanischen Begriffe sind im Glossar japanischer Pfeifenbegriffe zusammengestellt.
Künye
İçime Özgü Türleri:
Kor kabı biçimli düğmeler, hiuchi-bako
Coğrafya:
Japonya
İşlevi:
Kuşaktan (obi) sarkıtılan takımın kaymasını önleyen düğme
Dönem:
Edo dönemi (1603-1868) ve Meiji dönemi (1868-1912)
Başlıca Biçimler:
Katabori, manju, kagamibuta, ryusa, sashi
Dönüm Noktası:
Sōken Kishō'nun 1781'de yayımlanması
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Kaynaklar
Pipedia — Artikel Net
Wikipedia (Englisch) — Artikel Netsuke
Wikipedia (Englisch) — Artikel Inrō
Wikipedia (Englisch) — Artikel Kiseru
Wikipedia (Englisch) — Artikel Sōken Kishō
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