Pfeifenauktionen und Auktionskultur
Sammlerpfeifen wechseln bei Auktionen den Besitzer, wobei die Hausschätzung, die Provenienz und der Zustandsbericht ausschlaggebend sind. Anhand bekannter Nachlassverkäufe wird erklärt, warum Auktionsergebnisse schwer vorherzusehen sind.
Etiketler:
tarih, kültür, koleksiyon, müzayede
Güncelleme Tarihi:
26. Juli 2026
Pfeifenauktionen sind Verkäufe, bei denen Sammlerpfeifen im Auktionswege den Besitzer wechseln. Ein Teil ist unmittelbar Tabakartikeln gewidmet; ein weitaus größerer Teil sind gemischte Verkäufe, bei denen Pfeifen vereinzelt in Katalogen für Erinnerungsstücke, Literatur oder dekorative Objekte auftauchen. Mit der Verbreitung der Online-Gebotsabgabe hat sich der Teilnehmerkreis dieser Verkäufe erweitert, und die Ergebnisse zeigen eine zunehmend schwer vorherzusehende Streuung. Zur Geschichte der Auktionshäuser und institutionellen Verkäufe siehe den Artikel Pfeifenauktionen.
Was die Hausschätzung aussagt und was nicht
Das Auktionshaus veröffentlicht für jedes Los eine Wertspanne, die sogenannte "Hausschätzung". Diese Spanne kündigt nicht an, wie der Verkauf ausgehen wird, sondern ist die Einschätzung, zu der der Experte des Hauses zu Beginn der Arbeit gelangt. In der Sammlergemeinschaft gilt es als feste Überzeugung, dass die Spanne bei Häusern, die keine mit Pfeifenwerten vertrauten Gutachter beschäftigen, eine erhebliche Fehlerspanne trägt. Die praktische Folge davon ist, dass in ein und demselben Katalog ein Los seine Schätzung um ein Vielfaches übertreffen kann, während ein qualitativ hochwertiges Exemplar einer bekannten Marke ganz ohne Gebot durchgeht.
Bei der mit steigenden Geboten ablaufenden Auktion ist die Gegenleistung keine vorab gemessene Größe, sondern ein im Saal entstehendes Ergebnis. Die 2011 in der American Economic Review erschienene Studie "The Bidder's Curse" von Ulrike Malmendier und Young Han Lee zeigt, dass bei Online-Auktionen das Siegergebot den gleichzeitig zum Festpreis angebotenen Preis desselben Produkts zu übersteigen keine Ausnahme, sondern eine häufige Erscheinung ist, und dass sich diese Tendenz sogar bei sehr erfahrenen Teilnehmern fortsetzt. Auch die Rechnung des Teilnehmers endet nicht mit dem Zuschlagspreis: Hinzu kommen der eigene Anteil des Hauses (das Aufgeld) sowie die mit der Zustellung des Stücks verbundenen Posten; das Aufgeld nähert sich bei manchen Häusern einem Fünftel des Verkaufspreises.
Das Gewicht der Provenienz
Der stärkste Faktor, der eine Pfeife von ihresgleichen unterscheidet, ist meist nicht ihr Material oder ihre Signatur, sondern die urkundlich nachvollziehbare Zugehörigkeit zu ihrem Besitzer. Die Nachlässe berühmter Raucher gelten daher als eigene Kategorie. Bing Crosbys über tausend Lose umfassender Nachlass wurde laut Zeitungsberichten der Zeit zusammen mit seinen Pfeifen am 28. Mai 1982 in San Francisco von Butterfield's zur Versteigerung gebracht. Albert Einsteins Gegenstände kamen in zwei getrennten Verkäufen zur Sprache: In Christie's Londoner Verkauf vom 12. Juli 2017 wurde eine sandgestrahlte, mit Davidoff signierte Billiard-Pfeife weit über der Hausschätzung zugeschlagen; im von RR Auction am 25. September 2021 in Boston durchgeführten Verkauf übertrafen wiederum neun schlichte Bruyèrepfeifen aus seinem Princeton-Haus sowie sein Holztischchen deutlich die Erwartung. Eine weitere Pfeife, die Einstein 1953 einem Freund schenkte, gelangte 1979 in die Sammlung des Smithsonian. Auch beim Verkauf von Hugh Hefners Nachlass, der am 30. November und 1. Dezember 2018 bei Julien's Auctions verteilt wurde, erregte eine einfache, mit einem Institutsemblem versehene Bruyèrepfeife das größte Interesse. Zu Personen, die mit der Pfeife in Verbindung stehen, siehe den Artikel Berühmte Pfeifenraucher.
Zustandsbericht und Beschreibungsfehler
Das eigentliche Risiko einer Auktion ist nicht der Wettbewerb, sondern der Informationsmangel. Das Katalogfoto zeigt die Geschichte eines Stücks selten vollständig; Risse, Klebestellen und nachträgliche Eingriffe werden meist erst in einem gesondert beim Haus angeforderten Zustandsbericht sichtbar. Auch bei antiken Meerschaumstücken kommen häufig Beschreibungsfehler vor: Zigarrenspitzen und Rauchpfeifen oder das Original-Mundstück und ein nachträglich angebrachtes werden in Katalogen mitunter verwechselt. Ein vorsichtiger Teilnehmer verlangt vor der Gebotsabgabe einen schriftlichen Zustandsbericht und erkundigt sich zusätzlich nach Stempel und Reparaturhistorie; kommt der Bericht nicht, gilt es unter Sammlern als vernünftige Haltung, das Los zu übergehen.
Kunsthandwerkliche Arbeiten und Nachlassverkäufe
Neben berühmten Nachlässen gibt es auch Verkäufe, die ausschließlich kunsthandwerklichen Arbeiten und gebrauchten Pfeifen gewidmet sind; zur Bezeichnung und Definition dieser zweiten Gruppe in der Szene siehe den Artikel Estate-Pfeife-Begriff. In solchen Katalogen finden sich ebenso einzeln signierte Exemplare wie ganze, aus einer Hand zusammengetragene Sammlungen, die über mehrere Sitzungen verteilt verteilt werden. Das steigende Gebot ist nicht die einzige Methode; das verdeckte Gebotsverfahren, bei dem die Teilnehmer die Zahlen der anderen nicht sehen, wird bei Gedenk- und Spendenlosen bevorzugt, weil es eine ruhigere Ordnung schafft. So spendete Nanna Ivarsson nach dem Tod ihres Vaters Lars Ivarsson am 11. Februar 2018 dessen letzte fertiggestellte Pfeife, in die sie Geburts- und Sterbedatum einprägen ließ, an ein Sammlertreffen der Chicagoland-Pfeifensammler; die Pfeife fand noch im selben Jahr auf diesem Wege ihren Besitzer.
Künye
Konu:
Pipoların açık artırmayla el değiştirmesi
Coğrafya:
Kuzey Amerika ve Batı Avrupa müzayede evleri
Bilinen Örnekler:
Einstein'ın pipoları (2017, 2021), Bing Crosby terekesi (1982)
Dönem:
20. yüzyılın sonundan bugüne
Tartışmalı Nokta:
Ev tahmini ile gerçekleşen sonuç arasındaki açı
Belirleyici Etkenler:
Menşe, nadirlik, durum, imza
İlgili Maddeler
Add a Title
Add a Title
Add a Title
Add a Title
Add a Title
Add a Title
Damga ve İşaretler
Add a Title
Add a Title
Add a Title
Add a Title
Add a Title
Add a Title
Kaynaklar
Pipedia — Artikel 1-2-3 Sold! Recent Pipe-Auction Action
Christie's — Valuable Books and Manuscripts, London, Verkauf vom 12. Juli 2017, Losverzeichnis
RR Auction — Remarkable Rarities, Boston, Verkauf vom 25. September 2021, Losverzeichnis
Smithsonian National Museum of American History — Albert Einsteins Pfeife, Sammlungseintrag (1979)
The New York Times — From Pipes to Cars, Fans of Bing Crosby Buy Pieces of His Life (30. Mai 1982)
Julien's Auctions — Property from the Estate of Hugh M. Hefner, Verkaufskatalog vom 30. November – 1. Dezember 2018
Ulrike Malmendier und Young Han Lee — The Bidder's Curse, American Economic Review, April 2011
Smokingpipes.com — Todesanzeige Lars Ivarsson (11. Februar 2018)
%20(1536%20x%20634%20piksel)VHMVM.png)