Tabako: Tabak- und Schneidetradition in Japan
Tabako ist das japanische Wort für Tabak. Die Form, in der er jahrhundertelang in der Pfeife geraucht wurde, war der in Kiseru, einer dünnen Metallpfeife, konsumierte, haarfein geschnittene Kizami-Tabako.
Etiketler:
tarih, japonya, tütün, kiseru
Güncelleme Tarihi:
27. Juli 2026
Tabako ist das japanische Wort für Tabak; der Begriff stammt aus der Sprache der Portugiesen, die die Pflanze ins Land brachten. Bis sich mit der Meiji-Zeit die Zigarette durchsetzte, war die in Japan mit der Pfeife gerauchte Form der Kizami-Tabako: Tabak, der durch Schneiden der Blätter mit dem Messer bis zur Feinheit eines Haares gewonnen und trocken in der dünnen Metallpfeife Kiseru konsumiert wurde. Diese Tradition entstand im selben Jahrhundert, in dem sich der Tabak über Europa und den Mittelmeerraum verbreitete, bildete jedoch innerhalb der Weltgeschichte der Pfeife einen eigenständigen Zweig.
Die Ankunft des Tabaks auf den Inseln
Wann genau der Tabak Japan erreichte, ist nicht bekannt. Man geht davon aus, dass die Pflanze in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts im Rahmen des Nanban-Handels, der mit portugiesischen und spanischen Schiffen betrieben wurde, nach Kyushu gelangte; manche Berichte datieren dies bis in die 1540er Jahre zurück, doch dokumentierte Spuren finden sich erst nach den 1570er Jahren. Die ersten zeitlich gesicherten Aufzeichnungen stammen vom Beginn des 17. Jahrhunderts. Verzeichnet ist, dass 1601 ein nach Hirado in der Provinz Hizen gekommener Franziskanermönch dem dortigen Lehnsherrn Matsura Shigenobu Tabaksamen überreichte und im selben Jahr auch der Geistliche Geronimo de Jesus Tokugawa Ieyasu Samen gab; ein Steindenkmal auf dem Gelände der Burg Hirado erinnert an das erste Ereignis. Die erste Aussaat soll 1605 in Nagasaki erfolgt sein. Bekannt ist, dass die Regierung in den folgenden Jahrzehnten versuchte, sowohl das Rauchen als auch die Anbaufläche einzuschränken und den Tabak auf für den Reisanbau ungeeignete Böden zu beschränken, diese Verbote jedoch nicht griffen.
Kizami-Tabako und die Feinheit des Schnitts
Kizami-Tabako unterscheidet sich deutlich von den westlichen Tabakschnitten. Das befeuchtete Blatt wird fest gefaltet und gerollt, dann mit einem scharfen Messer fadenfein geschnitten; eine Aromatisierung mit Zuckersirup oder Aromazusätzen erfolgt nicht. Der Raucher rollt eine kleine Menge in der Handfläche zu einer Kugel, setzt sie in den winzigen Kopf des Kiseru und entzündet sie an der Glut des Kohlebeckens. Da eine Füllung nur für wenige Züge reicht, beruht die hiesige Gewohnheit anders als bei den langen Sitzungen der europäischen Pfeife auf kurzen, über den Tag verteilten Wiederholungen. Auch die Anbauregion prägte den Charakter des Produkts: Der Mito-Tabak erwarb sich mit seinem Aroma den Namen daimyō, der in Mimasaka als "Sanchu-Kizami" bezeichnete Bergschnitt war bei Raucherinnen beliebt, da er nicht im Hals kratzte, und das kräftige, leicht entzündliche Produkt aus Nanbu war die Wahl der Fischer. Aufzeichnungen zufolge waren mehr als siebzig verschiedene Kizami-Sorten bekannt.
Objektkultur in der Edo-Zeit
Der Tabak hielt in der Edo-Zeit sowohl im Alltag der Samurai-Klasse als auch der städtischen Kaufleute (chōnin) Einzug. Die mitgeführte Ausrüstung war über ihre Funktion hinaus ein Zeichen von Geschmack: der Tabakbeutel aus Leder oder Stoff (tabako-ire), die Pfeifenschutzhülle (kiseruzutsu) und die kleinen geschnitzten Netsuke-Schnallen, mit denen diese am Gürtel befestigt wurden. Der Schaft des Kiseru bestand meist aus Bambus, die Endstücke wurden aus Gold, Silber, Kupfer oder Eisen gefertigt und mit Einlegearbeiten und Vergoldung verziert. Diese Ausrüstungsstücke gelten heute als einige der feinsten Beispiele japanischer Kleinplastik und Metallverarbeitung; im Tabak- und Salzmuseum, das Japan Tobacco 1978 gegründet hat und das 2015 von Shibuya nach Sumida umzog, wurde eine Sammlung von rund 38.000 Stücken zusammengetragen.
Das Zeitalter der Zigarette und die Gegenwart
Die rasche Verbreitung der Zigarette nach der Meiji-Restauration machte Kizami-Tabako und Kiseru zur Gewohnheit des Landes und der älteren Generation. Dennoch hielt sich das Handwerk eine Zeit lang: 1929 stellten in Japan rund 400 Meister in 190 Werkstätten Kiseru her. Die für ihre Metallverarbeitung bekannte Stadt Tsubame in Niigata war eines der Zentren dieser Produktion; die dortige Kiseru-Tradition reicht mindestens zweihundert Jahre zurück. Heute ist in der Stadt nur noch ein einziger Meister übrig, der handgefertigte Kiseru herstellt. Die Tabakindustrie des Landes lag bis 1985 in staatlichem Monopol. Die Briarpfeife hingegen kam im 20. Jahrhundert nach Japan und begründete mit der um Tsuge entstandenen Werkstatttradition einen eigenen Zweig. Diese beiden Geschichten, die fast zur selben Zeit begannen wie der Tabak das osmanische Gebiet erreichte, zeigen, dass ein und dieselbe Pflanze sehr unterschiedliche Formen annehmen kann.
Künye
Coğrafya:
Japonya
Kullanıldığı Pipo:
Kiseru
Dönem:
16. yüzyıl sonundan günümüze
Tütün Biçimi:
Kizami-tabako (saç teli inceliğinde kıyım)
Dönüm Noktası:
Tütün tekelinin 1985'te sona ermesi
İlgili Maddeler
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Damga ve İşaretler
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Kaynaklar
Pipedia — Artikel Tabako
Wikipedia (Englisch) — Kiseru
Wikipedia (Englisch) — Smoking in Japan
Wikipedia (Englisch) — Tobacco and Salt Museum
Wikipedia (Japanisch) — Artikel 煙草 (Tabak) und 煙管 (Kiseru)
Japan House London — Dossier zur Metallverarbeitung von Tsubame-Sanjo
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