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Eine hypothetische Pfeife aus dem Zweiten Weltkrieg

Ein Datierungsrätsel, das entsteht, wenn ein für die Kriegsjahre typischer codeloser Dunhill-Shell-Stempel und ein nachträglich angebrachter Jahrescode auf derselben Pfeife zusammentreffen.

Etiketler:

dunhill, damga, tarihlendirme, ikinci dünya savaşı

Güncelleme Tarihi:

27. Juli 2026

Eine hypothetische Pfeife aus dem Zweiten Weltkrieg ist der Name eines Datierungsrätsels, das John C. Loring, der Dunhill-Stempel katalogisiert hat, aufgeworfen hat. Die Ausgangslage des Rätsels lautet: Trägt eine Pfeife am Korpus ausschließlich eine Stempelform, die nur in den Kriegsjahren verwendet wurde, gleichzeitig aber auch einen Jahrescode, der in dieser Prägeform überhaupt nicht vorkommt, was datiert dieser Code dann? Loring sagt nicht, dass er selbst ein solches Exemplar besitzt; nachdem er die Kriegsumstände dargelegt hat, vertritt er die Ansicht, dass ein solches Stück auftauchen könnte und der Code, wenn er auftaucht, nicht die Herstellung, sondern eine spätere Reparatur belegen würde.

Der codelose Kriegsstempel

Bei Dunhill wird der Stempel nicht mit einzelnen Buchstabenstempeln, sondern mit gemeinsam gegossenen Blöcken aus Wörtern und Zahlen angebracht. Diese Methode macht den sich jedes Jahr ändernden Code zu einer eigenen Aufgabe: Die Formen für den Code des kommenden Jahres müssen im Voraus in Auftrag gegeben werden. Der Krieg unterbrach diese Bestellkette, und ab 1941 wurden zahlreiche Shell-Pfeifen mit ein und derselben Form ohne Jahrescode gestempelt: oben "DUNHILL SHELL MADE IN ENGLAND", unten "PATENT No 1341418/20". Das Jahr, in dem diese Form außer Gebrauch kam, wird in den Quellen mit 1943 bis 1945 angegeben.

Das Fehlen des Codes ist hier nicht ein Mangel an Information, sondern die Information selbst. Da die Form nur für diese wenigen Jahre bestand, ordnet das Vorhandensein des Stempels die Pfeife allein schon in die Kriegsjahre ein; auch die in Reparaturaufzeichnungen von Werkstätten erfassten Exemplare werden in diesem Zeitraum eingeordnet. Aufzeichnungen zufolge lässt sich eine ähnliche Lesart auch für einige Pfeifen mit glattem (smooth) Finish vornehmen, die weder einen Jahrescode noch den Vermerk "INNERTUBE" tragen. Andererseits ist nicht jedes Kriegsjahr codelos verlaufen; es sind auf 1944 datierte Shells bekannt, die sowohl einen Jahrescode als auch eine andere Patentnummer tragen. Die Gesamtheit der Stempelfamilie ist Gegenstand des Artikels Dunhill-Datierungsleitfaden.

Die zehnjährige Lücke in der Dunhill-Chronologie

Hinter einer solchen Notwendigkeit steht ein Jahrzehnt, in dem die Marke fast vollständig zum Stillstand kam. Im April 1941 wurde während der Blitz-Bombardierungen Dunhills Geschäft in London getroffen; Erzählungen zufolge ging dabei auch ein bedeutender Teil der alten Firmenunterlagen verloren. Dies ist einer der Gründe, warum sich die Dunhill-Datierung nicht auf Dokumente, sondern auf Stempel stützt. Die Rohstoffverteilung wurde an Bezugsscheine gebunden, und die Beschränkungen endeten nicht mit Kriegsende, sondern zogen sich bis in die frühen 1950er Jahre hin. Da die Marke zwischen 1940 und 1950 keine regelmäßigen Jahreskataloge herausgab, springt die Dunhill-Chronologie fast in einem Schritt vom Ende der 1930er zu den frühen 1950er Jahren.

Die konkreteste Spur der Beschränkung zeigt sich im Holz. Der für glatte Finishes gesuchte italienische Briar wurde während des Krieges unerreichbar; beim algerischen Briar, auf dem die Shell-Linie beruhte, war die Knappheit nicht in gleichem Maße gravierend. Die Dunhill-Produktion jener Zeit ist sowohl mengenmäßig gering als auch in ihrer Vielfalt eingeschränkt.

Die zweite Lesart des Jahrescodes

Die Beschränkungen betrafen auch das Mundstückmaterial: Ebonit (Vulkanit) war entweder an Bezugsscheine gebunden oder ganz verboten, weshalb bei den Pfeifen jener Zeit häufig Hornmundstücke anzutreffen sind. Die bekannte Schwäche von Horn ist seine Neigung zum Reißen; seine Lebensdauer reicht nicht an die des Korpus heran, auf den es montiert ist. Dass bei einer Pfeife mit Kriegsstempel, die heute mit einem Ebonitmundstück im Umlauf ist, das Mundstück nachträglich erneuert wurde, ist deshalb zu erwarten. Unabhängige Reparaturaufzeichnungen zeichnen jedoch kein einheitliches Bild; auch manche kriegsgestempelten Pfeifen mit Ebonitmundstück sind belegt.

An dieser Stelle setzt Lorings Schlussfolgerung an. Ein neben die codelose Kriegsform gefallener Jahrescode zeigt seiner Ansicht nach nicht das Jahr, in dem die Pfeife gedreht wurde, sondern das Jahr, in dem sie in die Werkstatt zurückkehrte; der Code ist nicht das Datum der Herstellung, sondern das der Instandsetzung. Dieselbe Lesart wird auch für Pfeifen aufgestellt, die vor 1922, dem Beginn des Jahrescode-Systems, hergestellt und später repariert wurden: Auch dort gibt eine allein stehende Ziffer nicht das Alter des Korpus, sondern das Alter der Reparatur an. Für einen Vergleich von Horn, Ebonit und anderen Optionen siehe den Artikel Mundstückmaterialien.

Künye

Ayırt Edici Özellik:

Yıl kodunun bulunmaması

Damga:

DUNHILL SHELL MADE IN ENGLAND / PATENT No 1341418/20

Coğrafya:

Londra, Büyük Britanya

Dönem:

1941 – 1945; kısıtların etkisi 1950'lerin başına uzanır

Dönüm Noktası:

Nisan 1941: Londra mağazasının bombalanması

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Kaynaklar

  1. Pipedia — Artikel A Hypothetical WWII Pipe (mit Genehmigung veröffentlichter Text von John C. Loring)

  2. rebornpipes — Restaurierungsartikel zu einer kriegszeitlichen Dunhill Shell mit dem Stempel Pat. No. 1341418/20

  3. dadspipes — Restaurierungs- und Mundstückerneuerungsartikel zu einer auf 1944 datierten Dunhill Patent Shell 36/1

  4. Al Pascia — Markengeschichte Dunhill

  5. Smokingpipes — Geschichte von Dunhill (Briarbeschaffung während der Kriegszeit)

  6. Wikipedia — Alfred Dunhill

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