Pfeife und Pfeifenkraut in Der Herr der Ringe
In J. R. R. Tolkiens Der Herr der Ringe ist das Pfeiferauchen kein bloßes Beiwerk, sondern eine der grundlegenden Gewohnheiten der Auenland-Kultur. Der Artikel behandelt die fiktive Geschichte des Pfeifenkrauts sowie die eigene Pfeifengewohnheit des Autors.
Etiketler:
edebiyat, kültür, churchwarden, tolkien
Güncelleme Tarihi:
26. Juli 2026
Der Herr der Ringe ist J. R. R. Tolkiens 1954/1955 in drei Bänden erschienener Roman und eines der seltenen literarischen Werke, die das Pfeiferauchen nicht nur als Gewohnheit einer Figur, sondern als kulturelles Kennzeichen eines fiktiven Volkes verankern. Das dem Buch vorangestellte Kapitel „Über das Pfeifenkraut“ stellt den Tabak nicht als Kulisse, sondern in seine eigene Geschichte gestellt vor.
Das fiktive Pfeifenkraut
Tolkien nennt die von den Hobbits gerauchte Pflanze „Pfeifenkraut“ (pipe-weed) und stellt im Vorwort fest, dass es sich dabei aller Wahrscheinlichkeit nach um eine Art der Gattung Nicotiana handele – dem Leser wird also unmissverständlich Tabak beschrieben. Der Erzählung zufolge war Tobold Hornblower aus Longbottom in der Südfarthing der Erste, der die Pflanze in Auenland-Gärten anbaute; das Vorwort setzt dieses Ereignis in der eigenen Chronologie der Handlung auf etwa das Jahr 1070 der Auenland-Zeitrechnung. Neben dem nach der Region benannten Longbottom Leaf sind Old Toby und Southern Star die im Text genannten Hauptsorten.
Auch die Quelle dieser Details ist innerhalb der Fiktion selbst festgelegt: die von Meriadoc Brandybuck nach dem Ringkrieg verfasst gedachte Abhandlung Herblore of the Shire (Kräuterkunde des Auenlands). Das Vorwort zitiert aus der Einleitung dieses Werks. In der Erzählung zeigt sich auch, dass der Tabak nicht nur der Freude diente: Der Handel mit dem Blatt der Südfarthing wird gegen Ende des Buches unmittelbar mit der Bedrängnis in Verbindung gebracht, die über das Auenland hereinbricht.
Das Pfeiferauchen wird zwischen den Figuren auch zu einem Maß der Vertrautheit. Dass der Zauberer Gandalf diese Gewohnheit von den Hobbits übernommen hat und für seine kunstvollen Rauchringe bekannt ist, wird sowohl im Vorwort als auch innerhalb der Handlung erwähnt. Viele der stimmungsprägenden Szenen des Textes entfalten sich rund um eine vor der Tür oder am Kamin angezündete Pfeife.
Die eigene Pfeife des Autors
Dass Tolkien zeitlebens Pfeife rauchte, ist bekannt; deshalb wird er oft unter den berühmten Pfeifenrauchern genannt. Überliefert wird, er habe die Gewohnheit, nachdem er als Waise unter die Vormundschaft von Pater Francis Morgan gekommen war, von dessen Pfeife übernommen und im Laufe der Jahre eine umfangreiche Pfeifensammlung angelegt. Ebenfalls in Sekundärquellen wird angegeben, sein regelmäßig gerauchter Tabak sei Capstan Navy Cut Medium gewesen; dieses Detail stützt sich nicht auf eine Primärquelle. Dass er in Vorlesungen und Gesprächen seine Pfeife nicht aus der Hand legte, ist ein Detail, das in den Erinnerungen seiner Zeitgenossen häufig auftaucht.
Visuelles Erbe und Pfeifengemeinschaft
Das bekannteste Pfeifenbild der Bücher und der späteren Verfilmungen ist die langstielige Churchwarden-Form. Da der lange Stiel den Rauch abkühlt und die Pfeife aus dem Blickfeld des Lesers rückt, hat sich diese Form leicht mit einer am Buch sitzenden Gestalt verbunden. Die schlichten, dickköpfigen Pfeifen der Hobbits stehen dagegen optisch der traditionellen europäischen Tonpfeife nahe, obwohl der tatsächliche Pfeifenwerkstoff des 20. Jahrhunderts längst Bruyère war.
Der Einfluss des Textes hat auch Eingang in den Wortschatz der Pfeifengemeinschaft gefunden: Namen wie Old Toby, Longbottom und ähnliche wurden bekanntlich in späteren Jahren verschiedenen Mischungen und Pfeifenserien als Bezeichnung verliehen. Diese Benennungen stützen sich auf Tolkiens Fiktion; die Beschreibung im Buch hat keine Entsprechung in einer realen Tabaksorte.
Künye
Tür:
Edebiyat ve pipo kültürü
İlk Yayım:
1954-1955 (üç cilt)
Kurgusal Coğrafya:
Shire, Güney Çeyrek, Longbottom
Pipo Bağlantısı:
Pipo otu (pipe-weed), uzun saplı pipolar
Yazar:
J. R. R. Tolkien (1892-1973)
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Damga ve İşaretler
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Kaynaklar
Pipedia — Artikel 'Lord of the rings' (Bezugsquelle für den Rahmen)
J. R. R. Tolkien, The Lord of the Rings — Vorwort, Kapitel 'Concerning Pipe-weed'
Tolkien Gateway — Artikel Pipe-weed und Herblore of the Shire
Smokingpipes Daily Reader — Artikelreihe zu J. R. R. Tolkien und der Pfeife
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